Im Most & Kost – Kultur am See (ehemals Regolin) in Diemitz findet am kommenden Sonnabend, den 18. Mai, um 19 Uhr, ein Kammermusikkonzert statt. Es spielt das Berliner Trio Julia Prigge (Violine), Claudius von Wrochem (Cello) und Uwe Kralisch (Klavier) Werke von Mozart, Beethoven und Mendelssohn.
Der Eintritt ist frei, und der Hut geht herum. Restaurant und Biergarten sind ab 17 Uhr und nach dem Konzert geöffnet sowie auch am Sonntag ab 17 Uhr.
Zur Tulpenblüte muss man nicht unbedingt nach Amsterdam fahren. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Zum Beispiel im schönen Buchholz im Amt Röbel-Müritz, unmittelbar an der Landesgrenze zu Brandenburg am Müritzsee gelegen. Da war an diesem Wochenende links und rechts die ganze Dorfstraße von den Frühlingsblumen farbenfroh flankiert. Kompliment an die Gärtner, die unter den hohen, mit zartem Grün aufwartenden Bäumen in regelmäßigen Abständen für die zusätzliche Augenweide gesorgt haben.
Nicht genug damit, haben wir auch noch eine neue Gaststätte in Buchholz entdeckt. Wie der Name „Storchennest“ verrät, schaut der Gast von der Terrasse direkt auf Meister Adebar und Gemahlin sowie hoffentlich demnächst Nachwuchs. Aber auch der weite Blick über die Wiesen lässt ungemein zur Ruhe kommen. Die Holde wusste den sehr gepflegten Wein mit ausführlichem Herkunftsnachweis zu würdigen, ich habe mir armenische Blätterteigtaschen, gefüllt mit Hackfleisch und mit Feta, an Salat schmecken lassen. Dazu gab es noch spektakuläre Kunst einer ukrainischen Malerin an den Wänden im rustikalen Gastraum.
Wir kehren auf jeden Fall wieder. Das „Storchennest“ soll laut Bedienung ganzjährig geöffnet sein, in der Saison auch täglich. Leider gibt es offenbar noch keine Internetseite. Und ich habe vor lauter Wohlgefühl vergessen das Lokal zu fotografieren. Also, ein echter Geheimtipp. Irgendwann ist unsereins auch mal außer Dienst. Die Gaststätte befindet sich am Ortseingang links aus Richtung Priborn kommend in der zweiten Reihe und ist an der Dorfstraße unübersehbar ausgeschildert.
100 Meter nach links, und das „Storchennest“ ist erreicht.
Liliana Signorello mit ihren Mitstreitern Fiete Müller, Nicole Evert und Lucas Torres (von links).
Ein bisschen weit ist es schon von Wesenberg in der Kleinseenplatte bis nach Neubrandenburg. Sonst hätte ich in der Turmstraße 21 der Vier-Tore-Stadt mein zweites Wohnzimmer. Und mein zweites Esszimmer obendrauf. Jedenfalls haben sich die Holde und meine Wenigkeit bei der gestrigen Neueröffnung des „Gusto Italiano“ wie zu Hause gefühlt. Und das muss man erstmal bringen! Liliana Signorello und ihr Team haben es geschafft, wir können die neue Adresse der 45-jährigen Sizilianerin nur wärmstens und uneingeschränkt empfehlen.
Grund zur Freude auch für die Fangemeinde des „Gusto Italiano“, die sich seit 2014 rund um das italienische Feinkostgeschäft mit kleiner Gastronomie im Marktplatzcenter gebildet hat. Viele Leute sind gestern gekommen, um nach dem Umzug den mit viel Liebe und Hingabe eingerichteten stylischen Laden voller Köstlichkeiten vom Käse bis zum Schinken, vom Wein bis zum Öl, von der Pasta bis zur Olive am Neubrandenburger Boulevard in Augenschein zu nehmen und offenkundig für toll zu befinden. Miteinander reden, viel Kontakt zu den Kunden und Gästen, die Erfolgsrezepte der Chefin lassen sich hier noch besser umsetzen. „Ein kleines Stück Italien“, so beschreibt sie es selbst, und genauso haben wir es auch empfunden. Bis Mitternacht wurde unter den Augen der Mona Lisa an der Stirnwand des Ladens nach den Klängen von DJ Heiko getanzt.
Vom 15. bis zum 17. Dezember diesen Jahres heißt es „Bühne frei und guten Appetit“ im Restaurant Havelberge am Woblitzsee bei Groß Quassow. Die Musical-Dinner-Show „Don´t worry, be Hippie“ wird das Restaurant für drei Tage in ein buntes 70er-Jahre-Universum verwandeln, in dem sich unvergessene Flower Power Hits, die Legenden des deutschen 70er-Jahre-Schlagers und heißes Disco-Fieber musikalisch, tänzerisch und vor allem humorvoll begegnen. Da trifft ABBA auf Daddy Cool, da träumt die Hippietochter von San Francisco, während Mutter Frieda eine Hymne auf die Wechseljahre anstimmt und Vater Theo zwar nicht nach Lodz, aber immerhin nach Lübz fahren will. Zu allem Überfluss mischen auch noch Möchtegern-Guru Hairy Styles und Schlagerstar Heino kräftig mit.
Bei der Umsetzung der Show stehen keinesfalls extern eingekaufte Profi-Schauspieler auf der Bühne. Vielmehr sind es engagierte Haveltourist-Mitarbeiterinnen und Dauergäste des Campingparks, die gemeinsam ihrer Leidenschaft nachgehen. So wird es ein Wiedersehen mit zahlreichen Darstellerinnen geben, die schon in zurückliegenden Dinner-Shows wie „Camping Total“ oder bei den gefeierten Sommer-Musicals auf der Haveltourist-Showbühne für zahlreiche Lacher, tänzerische Eleganz und bleibende Ohrwürmer gesorgt haben. Auch das Drehbuch und einige extra umgedichtete Liedtexte stammen erneut von Haveltourist. Entertainment Chef Thomas Geyer, der voller Vorfreude ist: „Es ist ein großes Vergnügen, nach den Corona-Jahren, in denen wir viele Projekte auf Eis legen mussten, endlich auch im Winter wieder richtig durchstarten zu können. Wir sind jedenfalls hochmotiviert und freuen uns vor allem über Gäste aus der Region, die Lust haben mit uns für ein paar Stunden den Alltag vor der Tür zu lassen.“
Kulinarisch abgerundet wird der Abend vom Team des Restaurants Havelberge um Gastronomieleiter Tino Schwenn: „Es ist natürlich eine große Herausforderung, alle Gänge nach exakten Zeitvorgaben punktgenau auf die Teller zu bekommen, aber wir arbeiten intensiv daran, die Abläufe zwischen Küche, Service und den Darstellern so optimal wie möglich zu gestalten“, gibt er sich optimistisch und ergänzt: „Egal ob Fleischliebhaber oder Veganer – für jeden wird etwas dabei sein.“ Die Shows werden inklusive des 4-Gang-Menüs etwa dreieinhalb Stunden dauern und starten am Freitag und Spnnabend um 18.30 Uhr sowie am Sonntag um 12 Uhr.
Im Anschluss darf gern noch selbst das Tanzbein geschwungen werden. Kartenreservierungen nimmt die Rezeption im Camping- und Ferienpark Havelberge unter info@haveltourist.de oder 03981-24790 entgegen.
Das erfolgreiche Format der TheaterThekenNacht geht in Neubrandenburg in die nächste Runde. In lockerer Kneipenatmosphäre präsentieren Mitglieder der Neubrandenburger Philharmonie sowie unserer Schauspiel- und Musiktheaterensembles kleine Programme an den Theken der Stadt. Dieses breit gefächerte Speed-Dating mit Künstlern der TOG sorgt am 11. November ab 19 Uhr für kurzweilige und künstlerisch anspruchsvolle Unterhaltung in Neubrandenburg.
Tischreservierungen und Karten gibt es in den beteiligten Restaurants: Boulevard Café, Foyercafé im Schauspielhaus, Oliva, Weinander, Frühstücksmanufaktur-Café Neutor und dem Restaurant zur Elster.
Susanne Fischer-Geißler und ihr Mann Helmut Geißler in ihrem Bauerngarten.
Das Prädikat „absoluter Wohlfühlort“ hat mir meine Holde in den Blog diktiert. Wobei wir da völlig einer Meinung sind. Gestern waren meine bessere Hälfte und meine Wenigkeit bei Cabrio-Wetter im Sommerladen von Susanne Fischer-Geißler in Minzow, Ortsteil der Gemeinde Leizen. Wir waren schlichtweg hingerissen vom Ambiente drinnen im umgebauten, nach Kaffee duftendem Stall, und draußen im wunderschönen Bauerngarten. Dazu die Herzlichkeit der Hausherrin und ihres Gatten Helmut Geißler. Nicht zu vergessen Skulpturen von Elke Harders aus Rechlin und die Bilder von Birgit Genske aus Neubrandenburg (Strelitzius berichtete). Gelungener hätte ein Pfingstausflug nicht sein können! Den Laden gibt es seit 17 Jahren, wie konnte er bislang an uns vorbeigehen?!?.
Da braucht es schon einen Traktor, um auf diesem „Radweg“ bei Wesenberg noch durchzukommen. Fotos: Axel Hirsch
Unsereins ist ja stets bemüht, auch wenn keine Aussicht mehr besteht, das auch im Zeugnis bescheinigt zu bekommen. So habe ich am Freitag drei auswärtigen Radlern, die in Wustrow an der von der Holden und meiner Wenigkeit überaus geschätzten Kaminscheune gelandet waren, nicht nur Darguner Bier, sondern auch die Route über die B 122 nach Wesenberg empfohlen. Sicher ist sicher, dachte ich mir, und mein Bauchgefühl hat mich nicht getrogen. Die Alternative am Peetschsee entlang hätte die Kleinseenplatte unter Umständen drei Radtouristen gekostet.
Bevor ich es vergesse: Die Kaminscheune von Eugen Paxi ist auch im seit vergangenem Jahr begonnenen Imbissbetrieb der gehobenen Klasse unbedingt einen Abstecher wert. Unser anderthalbjähriges Enkelchen schließt sich an, das die Pommes mit mir geteilt hat.
Aber zurück zum Radfahren. Eben erreicht mich eine Mail meines Blogfreundes Axel Hirsch, Vorsitzender des Wesenberger Burgvereins. Der hat gestern wieder mal eine seiner Lieblingsradrunden gedreht. „Erschrocken war ich, dass hinter unserem Findlingsgarten der Fahrradweg Richtung Peetschsee untergepflügt war. Ich musste also auf die Bundesstraße 122 ausweichen“, so mein Wesenberger Mitbürger. Als wenn ich es geahnt hätte!
Mein Partner weiter: „Im weiteren Verlauf versperrten umgestürzte Bäume den Weg, der an einigen Stellen auch immer dichter zuwächst. Es ist mir unverständlich, warum vorhandene, auch in diversen Karten eingezeichnete Radwege nicht mehr gepflegt werden. Zumal dieser Weg früher eine Teilstrecke des Radfernweges Berlin – Kopenhagen und auch Teil der Eiszeitroute war. Mit unserem Bürgermeister sprach ich darüber; er sagte mir, dass dafür der Landkreis zuständig ist.“
Sinn für neue Radwege erschließt sich nicht immer
Statt dessen würden Gelder für neue Radwege ausgegeben, deren Sinn sich nicht immer erschließe, betont Axel Hirsch. Zum Beispiel ein straßenbegleitender Weg parallel zur B 96 von der Kreuzung Forsthof Neustrelitz (Knoten B198/B96) Richtung Fürstenberg, der irgendwo im Nirgendwo aufhört. Wenn der wenigstens bis Düsterförde weitergehen würde, hätte man eine schöne Verbindung zum südlichen Teil unseres Landkreises.
„Ich brauche keine langweiligen Fahrradwege (z.B. von Wesenberg nach Mirow), auf denen Rainer Calmund dreimal nebeneinander passt; mir reicht so ein schmaler Streifen. Aber damit passe ich wohl als Ewiggestriger nicht mehr in diese Zeit“, schließt Axel Hirsch. Das Thema sei zwar nicht tagesaktuell, aber vielleicht lasse es sich einmal kritisch beleuchten. Was hiermit geschehen ist.
Meinem Blogfreund Hans-Joachim Wloczyk, der mich und damit die Lesergemeinde hin und wieder mit Bildern versorgt, ist wieder ein Schnappschuss gelungen. Das einladende Foto hat mich per Mail unter der Betreffzeile „Heimat“ erreicht. Diesmal war der Neustrelitzer mit dem Fahrrad zwischen Ankershagen und Liepen auf Tour, das im Hintergrund schon zu sehen ist.