„Ausverkauft? Davon lassen sich die wahren Queen-Fans nicht abhalten. Es hat sich selbst für Zaungäste gelohnt“, schreibt mir ein Blogfreund Ernst-August von der Wense. Der Neustrelitzer Stadtpräsident hat mir ein etwas anderes Bild zur von Markus Engelstaedter mit Band & Streichorchester präsentierten Show THE MAGIC OF QUEEN CLASSIC, umjubelt gestern Abend auf dem Neustrelitzer Schlossberg, zukommen lassen. Vielen Dank dafür.
Klaus Mewes, der den Mirowern letztes Jahr kurz vor Weihnachten mit seinen Kindheitserinnerungen einen wunderschönen Nachmittag in Mirow bescherte (Strelitzius berichtete), hat sein neuestes Buch veröffentlicht, bei dem es um seine zweite Heimat Norwegen geht. Die Buchhändler Grit + Peter Schmitt freuen sich auf den Autor, der in der Remise im Schlosspark Mirow Gästen und Mirowern dieses vorstellen wird. Am Sonntag, den 30. Juli, ab 17 Uhr, heißt es „Norwegen, eine späte Entdeckung“.
Es wird gelesen, geredet, Bilder werden zu sehen sein und es gibt Snacks und Getränke. Der Eintritt ist frei. Ja, und dann starten die Schmitts vom 12. bis zum 19. August die 4. Mirower Kultur- und Literaturtage, die wieder Interessantes zu bieten haben, so meine ersten Informationen. Strelitzius wird vorab und während dieser Tage berichten.
Reinhard Gust (Mitte) im Kreise der Ehemaligen. Foto: Henry Tesch
Die Überraschung ist ihnen gelungen. Jette Stüben und Jessica Berger, Absolventinnen des Neustrelitzer Gymnasiums Carolinum, haben still und heimlich ehemalige Chormitglieder kontaktiert. In Schulleiter Henry Tesch hatten sie zudem sofort einen Verbündeten. Alle zusammen wollten nur einen an diesem Tag überraschen und hochleben lassen: Ensembleleiter Reinhard Gust. Am Ende kamen über 70 ehemalige Chormitglieder über den Nachmittag verteilt in der Aula vom Carolinum in Neustrelitz zusammen.
Im Hintergrund schwebte aber bei allen die Frage mit: Geht der Maestro jetzt in den Ruhestand? Schulleiter Henry Tesch, der zuvor alle begrüßt hatte, konnte für Aufklärung sorgen. „Auf der einen Seite“, sagte Henry Tesch, „ist das Rentenalter erreicht. Auf der anderen Seite verabschiedet sich Reinhard Gust hier und heute nicht in den Ruhestand, sondern er wird partiell auch noch im nächsten Schuljahr am Gymnasium Carolinum arbeiten.“
„Erste Zeugnisse gemeinsamen Musizierens am Gymnasium Carolinum“, sagt Reinhard Gust „gehen auf die frühen 1990-er Jahre, kurz nach der Neugründung der Schule, zurück. Der zunächst als Instrumental-und Singegruppe bezeichnete Chor bestand aus etwa 25 Mitgliedern und trat hauptsächlich im Zusammenhang mit der kulturellen Umrahmung von Schulveranstaltungen in Erscheinung.“
Durch und durch Musiker
„Reinhard Gust ist durch und durch Musiker. Als Kind und Jugendlicher Mitglied im Rundfunk-Jugendchor Wernigerode, später Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, seit 1981 als Fachlehrer für Musik und Deutsch erfolgreich in Neustrelitz tätig“, lobt Henry Tesch. Mit dem Wiedereinzug der Schule in das Gebäude des Carolinum am Glambecker See wurde aus Chor und Instrumentalgruppe das „Ensemble Carolinum“. Dieses Ensemble besteht heute aus über 120 Sängerinnen, Sängern und Instrumentalisten. Im Vordergrund stand und steht die Freude am gemeinsamen Musizieren.
Und so war das Treffen eine wunderbare musikalische Wiederbegegnung aller ehemaligen Musikantinnen und Musikanten in ihrer ehemaligen Schule und gleichzeitig eine Hommage an ihren Lehrer Reinhard Gust. Die Begegnung fand ihren Abschluss mit einer gemeinsamen Session. Wieder mal geht ein Dank an den Schulverein Carolinum e.V. , der die Veranstaltung unterstützt hat. Deutlich wurde auch, dass die vielen Auslandstourneen des Ensembles nach Norwegen, Italien, Belgien, in die Schweiz, nach Österreich sowie nach Polen nur dank des Schulvereins Carolinum e.V. und seines großzügigen Förderers Jost Reinhold möglich waren. Immer wieder hörte man Anekdoten und wunderbare Erinnerungen aus dieser Zeit. Alle wünschen sich eine Wiederauflage. „Die Ära ist noch nicht zu Ende“, sagt Henry Tesch in Richtung Reinhard Gust, und alle Augen strahlten.
Mit seiner Freude hat der glückliche Gewinner des Depotguthabens auch seine Beraterin Clarissa Haug von der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz angesteckt. Von ihr gab es noch einen duftenden Blumenstrauß dazu. Foto: Carola Biermann
Seit einem Jahr arbeitet Clarissa Haug als Beraterin in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz. Bisher hat sie hier viele schöne Momente mit ihren Kunden erlebt. An diesen hier aber, wird sie sich auch später noch gern erinnern. Denn zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie einen Gewinner an ihrem Tisch begrüßt. Immerhin 2.500 Euro Depotguthaben gewann der Rentner aus Neustrelitz bei einem Gewinnspiel der DEKA.
Das war sozusagen ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk, denn in wenigen Tagen wird der Glückspilz, der sein Glück gar nicht fassen konnte, 75 Jahre alt. Das Geld will der Neustrelitzer sparen und später als Absicherung für sich und seine Familie nutzen. Ein guter Anfang ist nun auf jeden Fall gemacht.
Johannes Bussian (Mitte) mit Bürgermeister Henry Tesch (links) und Jens Domke, stellvertretender Leiter vom Familienzentrum Mirow e.V. im Musikhaus vom Familienzentrum.
Gemocht und geschätzt: Die Mirow-Münze Juni geht an Johannes Bussian. Der in Mirow Aufgewachsene machte sein Abitur am Gymnasium Carolinum in Neustrelitz und kam nach seinem Studium an der Hoffbauer Berufsakademie in Potsdam 2014 an das Familienzentrum in Mirow.„Johannes war schon immer jemand, der für die Musik lebt“, erinnert sich Bürgermeister Henry Tesch, der im Hauptberuf Schulleiter am Gymnasium Carolinum in Neustrelitz ist. „Es freut mich besonders, dass er diese Ehrung erfährt.“
„Johannes ist für uns eine feste Größe, eine unserer Säulen im Familienzentrum Mirow“, sagt Manuela Gundlach, Leiterin des Familienzentrums Mirow e.V.! „Sein Spektrum ist sehr umfangreich. Er entwickelt musikalische Angebote für Kinder und Jugendliche, ist in der offenen Jugendarbeit aktiv und unterstützt die offene Arbeit in der Integrativen Kita ‚Am Weinberg’“, umreißt die Chefin den Arbeitsbereich von Johannes Bussian.
„Es beeindruckt mich immer wieder, wie breit Johannes Bussian aufgestellt ist“, lobt Henry Tesch. Einig sind sich alle, dass Bussians musikalische Ausbildung, seine vielfältigen Einsatzmöglichen sowie sein offener und toleranter Umgang mit Jugendlichen, Kindern und ihren Eltern ihm eine Kontaktaufnahme auf „Augenhöhe“ ermöglichen. Neben den musikalischen Fähigkeiten zeichnen ihn Kreativität und Freude an der Planung und Organisation aus.
„Ich bin ein Kind dieser Stadt“, sagt Johannes Bussian, „und ich bringe mich gern in die Weiterentwicklung unserer Stadt ein. Ich freue mich sehr über die Anerkennung mit der Mirow-Münze“.
Dr. med. Michael Hunze (links) und Dr. med. Ronald Wischer mit den Bildern und der Skulptur für die stille Auktion. Foto: DBK Neubrandenburg
Über die Gestaltung seines Sprechzimmers hat sich Dr. med. Ronald Wischer noch keine Gedanken gemacht. Anfang Mai übernahm der Facharzt für Innere Medizin die Hausarzt-Stelle von Dr. med. Michael Hunze im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) am Friedrich-Engels-Ring 12 in Neubrandenburg und damit auch die Bilder an den Wänden und eine Skulptur. Dabei handelt es sich zwar nicht um teure Kunst, aber Exponate, die Michael Hunze sowie seine Patientinnen und Patienten begleitet haben und mit Erinnerungen verbunden sind.
In seinen Sprechstunden ist Ronald Wischer schon wiederholt gefragt worden, was denn aus diesen Dingen wird. So entstand die gemeinsame Idee der beiden Mediziner, den Besucherinnen und Besuchern der Praxis die Bilder und die Skulptur ab Juli in einer stillen Auktion im Wartebereich anzubieten und den Erlös der Aktion „Wünschewagen“ zukommen zu lassen, mit der schwer kranken Menschen letzte Wünsche erfüllt werden. Bis Ende des Jahres sollen Interessenten ihre Gebote abgeben können.
Die beiden Kunstdrucke mit Bildern des Malers Lovis Corinth hat Michael Hunze vor Jahren für das Sprechzimmer ausgesucht, weil eins davon die Müritz zeigt. Den Luzerner See wählte er passend dazu. Auf dem großen Foto im Kunststoff-Druck ist das Kloster Gergeti in Georgien zu sehen. Der Mediziner hat es selbst bei einer Reise vor mehr als sechs Jahren gemacht. Der Blick in die Ferne von seinem Schreibtisch aus war für ihn oft eine kleine Atempause im Praxisalltag. „Die Skulptur ist eine Töpferarbeit einer Patientin, die ich bis zu ihrem Tod begleitet habe“, erzählt er. Jahrelang habe er das Geschenk als Erinnerung bewahrt, jetzt sei ein guter Zeitpunkt, es für einen guten Zweck abzugeben.
Der Allgemeinmediziner Dr. med. Michael Hunze hat sechs Jahre lang als Hausarzt am MVZ gearbeitet, das zur Poliklinik am Dietrich Bonhoeffer Klinikum gGmbH gehört (ein Tochterunternehmen des Klinikums). Sein Nachfolger Dr. med. Ronald Wischer war zuletzt in der Inneren Medizin am DBK beschäftigt und freut sich, künftig als Hausarzt tätig zu sein.
Klinik für Geriatrie, Rehabilitation und Palliativmedizin, GRP, Dr. med. Jens-Peter Keil, ChefarztKlinik für Orthopädische Fuß- und Sprunggelenkchirurgie, OFS, Malchin, Chefärztin Dr. med Angela SimonKlinik für Augenheilkunde, AUG, Chefarzt Dr. med. Christian Karl Brinkmann
Laut „Focus Gesundheit“ gehören in diesem Jahr eine Chefärztin und zwei Chefärzte des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums Neubrandenburg zu den Top-Ärzten Deutschlands. Das Magazin veröffentlichte vor wenigen Tagen im aktuellen Heft die Ärzteliste 2023. Dabei wird Prof. Dr. med. Dipl. oec. med. Jens-Peter Keil, Chefarzt der Klinik für Geriatrie, Rehabilitation und Palliativmedizin, erneut in drei Fachbereichen als Mediziner empfohlen – in der Palliativmedizin, der Akutgeriatrie und der Ernährungsmedizin.
Dr. med. Angela Simon, Chefärztin der Klinik für Orthopädische Fuß- und Sprunggelenkchirurgie des Klinikums in Malchin, ist wieder im Bereich Fußchirurgie ausgezeichnet worden, und Dr. med. Christian Karl Brinkmann, Chefarzt der Klinik für Augenheilkunde, in den Bereichen Glaukom sowie Refraktive Chirurgie und Katarakt.
In die Bewertung von „Focus Gesundheit“ fließen nach Angaben des Magazins Kriterien wie Weiterbildung, Reputation und wissenschaftliche Veröffentlichungen ein, aber auch Selbstauskünfte der Mediziner sowie die Empfehlungen von Patienten und anderen ärztlichen Kollegen. Insgesamt hat das Magazin in diesem Jahr 4220 Medizinerinnen und Mediziner in Deutschland in 124 Bereichen als Top-Experten ausgezeichnet.
Von Governor Jochen Lang (rechts) geehrt: Horst G. Jung, Sigrun Stahlschmidt, Thomas Hartung, Bernd Werdermann, Bianka Peters und Frank Fechner (von links).
Mit einer Festveranstaltung im Borwinheim der Residenzstadt hat der Lions Club Neustrelitz/Mecklenburg-Strelitz mit Lions Freunden aus Neubrandenburg und Waren sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Die Festrede hielt Gründungsmitglied Thomas Hartung.
Der Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund und der 1. Bürgermeister der Partnerstadt Schwäbisch Hall, Peter Klink, teilten sich ein Grußwort. Zuvor hatte Präsidentin Ruth Simkowski die Versammelten begrüßt, darunter auch District Governor Jochen Lang, der verdiente Mitglieder des Lions Clubs Neustrelitz/Mecklenburg-Strelitz auszeichnete.
Das Streichquartett der Musikschule Kon.centus und die Band „Down by Law“ umrahmten den Abend musikalisch, für das schmackhafte Buffet sorgte das Team vom Restaurant am Glambecker See. Das in Kürze, mehr von der Jubiläumsveranstaltung im Verlauf des Wochenendes.
Die Bürgermeister Andreas Grund (rechts) und Peter Klink beim geteilten Grußwort.Eben den2. Platz beim 60. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Zwickau errungen: Johannes Mehlhorn, Thado Schulz, Jakob Maximilian Rau und Gustav von der Groeben spielten im Borwinheim Mozart und Grieg.
Arko Mühlenberg beim Interview auf seinem Hof in Wanzka.
Arko Mühlenberg wird heute Nachmittag zum letzten Mal im Tunnel des Neustrelitzer Parkstadions stehen und als Sprecher eine Partie der Oberligisten der TSG Neustrelitz begleiten. Genauer geschrieben, wird er das eine Halbzeit lang tun. Nach dem Seitenwechsel übernimmt der lange gesuchte junge Nachfolger im Amt des Stadionsprechers, Jamy Lazar, Spieler in der 2. Herrenmannschaft, das Mikrofon.
Statistik ist Arko Mühlenberg nicht so wichtig, wie bei einem Gespräch mit Strelitzius zu erfahren war. „Mehr als zwanzig Jahre waren es auf jeden Fall, vielleicht auch 25, und das bei jedem Wetter“, blickt der Wanzkaer zurück. „Alles hat seine Zeit, und es war eine schöne Zeit, aber nun ist ein Generationswechsel auch auf dem Posten des Stadionsprechers nötig. Und der TSG Neustrelitz bleibe ich ja treu und lasse mich weiter hin und wieder bei den Spielen blicken.“ Wie viele Spiele er wohl begleitet hat? Ein paar hundert dürften es gewesen sein.
Gruppenfoto im Garten des Schweriner Schleswig-Holstein-Hauses. In der Mitte die Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Bettina Martin, vorn Dritte von rechts Birgit Hesse. Foto: Annett Ludwig
Am 1. Juni hat sich der neue Rat der Stiftung Mecklenburg konstituiert. Den Vorsitz des Gremiums übernahm die Präsidentin des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern, Birgit Hesse. Als ihre Stellvertreterin wurde Katerina Schumacher gewählt, stellvertretende Abteilungsleiterin Kultur des Ministeriums für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten. Die weiteren Ratsmitglieder sind Schwerins Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier und die Vorsitzende des Landeskulturrats, Marion Schael.