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Geschichte, Kultur, Lesung, Leute, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Mirow

Einhundert Plätze sind in der Remise auf der Schlossinsel Mirow zugelassen. 99 Plätze waren gestern Nachmittag belegt – volles Haus. Die Besucher kamen um zu hören, was der Mirower Jung Klaus Mewes zu erzählen hat in seinem und über sein Buch „Damals in Mirow – Erinnerungen an eine ferne Kindheit“ (Strelitzius berichtete). Da wurden Erinnerungen wach, als er beispielsweise aus dem Kapitel über die 50er Jahre las. Viele Passagen brachten einen zum Schmunzeln, und auch der eine und andere Lacher war dabei. Die Ausführungen von Klaus Mewes stimmten aber auch nachdenklich – die Alten natürlich, aber noch viel mehr die Jungen, als Gemeinschaft, Zusammenhalt und Wertschätzung in allen Bereichen des täglichen Lebens zur Sprache kamen. Zu erfahren war auch, was der Grund des Schreibens dieses Buches war, wie es sich Stück für Stück bis zum Druck entwickelte. Im Kapitel „Gestriges und Heutiges“ lässt Klaus Mewes auch Kritisches nicht aus – zu Recht.
Das Buch ist wichtig, so die Meinung der Mirower Buchhändler Grit und Peter Schmitt, die zu der Veranstaltung eingeladen hatten. Es spiegele eine Zeit des Gemeinschaftssinns und des Zusammenhalts wider, an die man sich erinnern sollte angesichts des Heute, nicht nur in Mirow, sondern überall. Und das Buch sei gut geschrieben, so die Experten. Lektoriert hat Tochter Ina, die Korrektur hat Ehefrau Ingrid Mewes besorgt. Ein paar druckfrische Exemplare sind bei den Schmitts noch vorrätig.
Danke Klaus Mewes, war der Schlusstenor aller Anwesenden. Mit warmer Wurst, Getränken, Gebäck und einem Film von Wolfgang Kohlhaase, in Erinnerung an seinen Tod im Oktober, endete ein gemütlicher, von Zusammenhalt geprägter 3. Adventssonntag.

Sehr geehrter Herr Dr. Mewes,
ich war leider nicht bei ihrer Lesung, wohne in S-H. Meine Geschwister und ich haben unsere Kinder- und Jugendzeit auch in Mirow verbracht. Ich bin die Tochter von Heinz Meier (Fußball). Habe mir das Buch heute gekauft. Darin ist mir aufgefallen, dass die nach Ernst Thälmann und nach Karl Marx benannten Straßen vertauscht wurden. Die Straße Richtung Wesenberg hieß damals Ernst-Thälmann-Straße.
Ich weiß das so genau, weil meine Großeltern (Bäcker Heise) dort wohnten. Ansonsten ist das Buch gut geschrieben und gut zu lesen. Es kommen Erinnerungen hoch. Vielen Dank dafür. Es grüßt Sie Christina Born.