Im Rahmen des Tags des offenen Denkmals am kommenden Sonntag, den 13. September, können Besucher während der Öffnungszeiten von 10 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt das Schlossmuseum Mirow besuchen. Um 11 Uhr findet die Sonderführung QUEEN CHARLOTTE „Mirower Prinzessin – Britische Königin – Die Geschichte hinter BRIDGERTON“ statt.
Auf der Mirower Schlossinsel ist am Sonntag das XXI. Internationale Festival der Künste eröffnet worden. Damit einher gehen der Internationale Wettbewerb für Violine und ein Meisterkurs für Violine. 16 hochkarätige junge Musiker aus sieben Nationen sind angereist und wetteifern freundschaftlich gemeinsam um die beliebten Preise.
Heute Abend präsentieren die Meisterkursteilnehmer um 19.30 Uhr in der Remise im Konzert Ihr Können! Das heiß begehrte Preisträgerkonzert erklingt am Sonnabend um 19 Uhr in der Remise mit anschließenden Sektempfang im 3 Königinnen Palais. Morgen wird ab 19.30 Uhr gerockt beim beliebten Jazzkonzert mit Andreas Pasternack. Große Klavierwerke von Bach, Brahms, Liszt und Chopin erklingen am Donnerstag um 19.30 Uhr in der Remise. Lassen Sie sich verzaubern von Philipp Thönes in diesem ganz besonderen Konzert der Extraklasse.
Karten gibt es beim Schlossverein Mirow unter der Telefonnummer 039833 20954 und im 3 Königinnen Palais.
Seit 2000 vergibt die Musikakademie Rheinsberg jährlich den geschützten Titel „Rheinsberger Hofkapelle“ an ein junges Ensemble für historische Aufführungspraxis. Foto: Teresa Mammel
Da ist sie endlich: die Rheinsberger Hofkapelle der Saison 23/24! Das vierköpfige Barockensemble DAS KOLORIT setzte sich Anfang des Jahres im Wettbewerb an der Musikakademie Rheinsberg gegen zahlreiche Mitbewerber durch. Nun stellen sich die Alte-Musik-Spezialisten erstmals in ihrer neuen Funktion dem regionalen Publikum vor. Am Mittwoch, 6. Dezember, ab 19 Uhr, steht in der Remise am Schloss „Charles Burneys Europareise“ auf dem Programm: Herrliche Anekdoten des britischen Musikwissenschaftlers Charles Burney treffen auf Musik von Vivaldi, Mozart, Hasse und weiteren Komponisten des 18. Jahrhunderts.
DAS KOLORIT – das sind Rosalía Gómez Lasheras am Cembalo, Leon Jänicke an der Barockgitarre, Mariona Mateu Carles an der Violone und Sophia Schambeck mit der Blockflöte. Der Name des Ensembles ist Programm: Zur DNA gehören eine breite Palette an Klangfarben, kreative Instrumentierungen und facettenreiche Konzertformate. So auch an diesem Abend, wenn Kammermusik auf Lesung trifft, inspiriert von den Abenteuern des britischen Musikwissenschaftlers Charles Burney. Der reiste vor 250 Jahren durch Europa und besuchte den Philosophen Jean-Jacques Rousseau in Frankreich, hörte den jungen Mozart in Italien und traf Voltaire und viele weitere Persönlichkeiten der damaligen Zeit.
Mit Burneys lebhaften, teils bissigen und amüsanten Beschreibungen seiner Erlebnisse und Musikstücke zeichnet die neue Hofkapelle ein schillerndes Bild des 18. Jahrhunderts. Ein kurzweiliger Abend, der den aufstrebenden Profimusikern aus Spanien, Katalonien und Deutschland einen gebührenden Einstand in Rheinsberg verheißt!
Steffen Kopetky liest im vergangenen Jahr in der Kirche Krümmel aus seinem Roman “Monschau”.
Zum dritten Mal dürfen die Schmitts aus Mirow am 28. und 29. Oktober Steffen Kopetzky begrüßen, worüber sich die Buchhändler und Kulturveranstalter nach eigener Aussage riesig freuen. 2021 stellte der Autor seinen Bestseller „Monschau“ und anderntags „Propaganda“ vor. Geschichtsstunde pur – interessanter und unterhaltsamer konnte eine Lesung kaum sein.
„2022 fragten wir ihn, ob er uns nicht wieder besuchen würde, da es ja noch weitere Romane von ihm gibt, die es ebenso Wert sind, darüber zu erzählen und daraus zu lesen. Steffen arbeitete zu dieser Zeit an einem neuen Buch. Eine Lesung in einer solchen Phase ist eine absolute Ausnahme, die er nach eigener Aussage nur für uns gemacht hat. Die Leute hingen förmlich an seinen Lippen. Es ist faszinierend, wie er Historie mit fiktiven Geschichten verbindet, schwärmten unsere Gäste“, so Peter Schmitt gegenüber Strelitzius.
Steffen Kopetzky erzählte und las im vergangenen Jahr aus seinen Werken „Der letzte Dieb“, „Risiko“ und „Propaganda“ sage und schreibe zweieinhalb Stunden lang. Die Zeit verging wie im Flug. Am anderen Tag gab es in der Dorfkirche Krümmel nochmals „Monschau“.
Jetzt im August erschien sein neues Buch „Damenopfer“, und man darf schon sehr gespannt sein, was er am 28. Oktober um 18.30 Uhr in der Remise im Schlosspark Mirow über seine Protagonistin Larissa Reissner (1895 bis 1926) zu erzählen weiß. „Moskau, 1923. Larissa Reissner hat als sowjetische Gesandte in Kabul strategische Pläne entdeckt, die das Britische Empire stürzen könnten. In der flirrenden Hauptstadt, wo man die Welt neu denkt und aus den Angeln heben will, sucht sie nach dem Verfasser, einem Deutschen namens Niedermayer. Denn der Sieg der Freiheit ist Reissners Lebenssinn, die junge Schriftstellerin und Revolutionärin wird als Wundertochter ihrer Epoche gefeiert. Aus illustrer Familie, lernte sie schon als Kind Lenin kennen, sie kämpfte als Politkommissarin der Wolgaflottille; Pasternak und Trotzki bewundern sie. Von Moskau bricht Reissner auf nach Berlin – zu ihrer größten Mission: Sie soll ein geheimes Bündnis zwischen der Sowjetunion und dem deutschen Militär vermitteln, verkörpert durch General Tuchatschewski, den ‚roten Napoleon‘, und jenen schillernden Ritter von Niedermayer. Doch Larissa verfolgt ihre eigenen Ziele. Zwischen ihr und den beiden Männern entspinnt sich ein Beziehungsgeflecht, das enorme Sprengkraft hat – in amouröser wie politischer Hinsicht.“
Ein außergewöhnlicher Roman, in dem Ho Chi Minh ebenso zu Wort kommt wie die Lordsiegelbewahrer des britischen Weltreichs oder die Dichterfürstin Anna Achmatowa – Steffen Kopetzky fängt das Leben der Larissa Reissner ein, die nichts weniger als die Welt verändern wollte.
Es ist zwar heute Abend erst Halbzeit bei den Kultur- und Literaturtagen von Grit und Peter Schmitt in Mirow, aber mir schon ein Bedürfnis, ein paar anerkennende Worte zu finden. Dies geschieht unter dem Eindruck wirklich wunderbarer Stunden gestern auf der Schlossinsel. Ich bedanke mich auch im Namen der vielen begeisterten Besucher, die gekommen waren und die Remise an den Rand ihrer Platzkapazität gebracht haben. Gut für uns alle, dass wir die Buchhändler haben, die sich in den zurückliegenden Jahren auch als Veranstalter profilierten.
Applaus von Peter Schmitt für Volkhard Brock.
Mit dem Allround-Musiker Volkhard Brock haben die rührigen Gastgeber einen Künstler aufgeboten, der sich den reichlichen Applaus am Montagabend mehr als verdient hatte. Der gebürtige Hallenser hat 1987 ein Bauernhaus bei Mirow erworben und ist durch seine vielseitigen Auftritte in der Region bestens bekannt. Saxofon und Klarinette, bis zu fünf Tin Whistles gleichzeitig, aber auch die Gitarre beherrscht Brock virtuos. Der Dudelsack blieb diesmal zu Hause. Mit seiner rauen Gesangsstimme ist Brock im Jazz ebenso gut unterwegs wie in der Mittelaltermusik oder im Irish Folk.
Emotionaler Höhepunkt sicherlich Brocks Version von „Es ist an der Zeit„, hierzulande bekannt geworden durch Hannes Wader, der Eric Bogles „No Man’s Land“ 1980 deutsch getextet und immer wieder aufgeführt hat, darunter unvergesslich mit Reinhard Mey und Konstantin Wecker. Zurück zu Volkhard Brock, dessen Auftritte ich schon seit Jahren hier im Blog ankündige: Neu war er mir als Satiriker. Sein Text aus DDR-Zeiten über einen etwas eigenwilligen Inspizienten an einem Provinztheater sorgte für ein zusätzliches Vergnügen. Und Sergei Michalkows Klassiker „Der Hase im Rausch“ hat Brock auch drauf. Applaus, Applaus!