Am gestrigen Dienstag gegen 15 Uhr wurde dem Polizeihauptrevier Waren eine männliche Person in einem Lokal in der Langen Straße in Waren gemeldet, die dort andere Gäste belästige und nach mehrmaliger Aufforderung durch das Personal, nicht die Gaststätte verlassen wolle. Vor Ort angekommen, mussten die Beamten feststellen, dass es sich um einen polizeibekannten 40-jährigen Ukrainer handelt, der in der Vergangenheit schon mehrere Straftaten begangen hat. Ein durchgeführter Atemalkoholtest bei dem Mann ergab einen Wert von 0,6 Promille. Zur Verhinderung weiterer Straftaten wurde der 40-Jährige in Gewahrsam genommen.
Bei einer anschließenden Durchsuchung der Person und seinen mitgeführten Gegenständen konnten die Beamten Diebesgut sicherstellen. Ein Paar Schuhe mit Diebstahlsicherung, eine Hose und ein Rucksack konnten Diebstahlshandlungen zugeordnet werden, bei denen die Person als Beschuldigter geführt wird. Die Gegenstände stammen aus Geschäften der Warener Innenstadt und wurden an die Eigentümer zurückgegeben.
Auch in diesem Jahr war die Deutsche Tanzkompanie wieder Teil der Langen Kunst- und Einkaufsnacht in Neustrelitz, und zum zweiten Mal war am Samstag ein vielseitiges Tanzprogramm am Riefstahlplatz zu erleben. Dieses Mal umrahmte aber noch eine Besonderheit der Kompanie das Fest: sechs Jahrzehnte professioneller Tanz am Standort Reutergarten. Gefeiert wurde mit vielen Ehemaligen aus der langen Geschichte von Tanzkompanie und Folkloreensemble und jedem, der sich mit dem Tanz verbunden fühlt.
Mona Geerken ist derzeit Praktikantin bei der Deutschen Tanzkompanie, hat die Mitmachaktion „Tanz Mit“ (Strelitzius berichtete) auf die Beine gestellt und für meine Leser nachfolgende Zeilen über die Tanznacht geschrieben. Danke, Mona, und Respekt!
Der große Tanzsaal ist geschmückt, die Bankreihen gefüllt mit ehemaligen Tänzern und Mitarbeitenden, und schwelgende Blicke und vertrauter Austausch untereinander füllen den Saal. Ob das an dem goldenen Spätsommertag oder doch der Zusammenkunft von sich sehr vertrauten Menschen liegt?
Auf einer Leinwand werden Tanzvideos aus über 60 Jahren gezeigt. Frauen und Männer, die selbst einen großen Teil ihrer Zeit an diesem Ort verbrachten, haben ihren Weg hergefunden und auch das junge Ensemble, das zwischen seinen Vorgängern sitzt, schaut gespannt auf die bewegten Bilder und kommentiert aufgeregt, was es sieht. Ein Kichern und Aufschreien braust durch die Reihen, wenn ein bekanntes Gesicht auftaucht und man kann fast ein wenig fühlen, wie sich die Herzen in diesen festgehaltenen Erinnerungen magischer Bühnenzeiten weiten.Trotz der vielen Jahrzehnte in ihrer ganz eigenen Zeit und diverser Veränderungen bleibt es bei der gelebten und geteilten Mission des Tanzes.
Nach einigen bewegenden und ehrenden Worten zu diesem Anlass von Marco Zabel, dem Geschäftsführenden Direktor der Deutschen Tanzkompanie, ruft auch Cornelia Nenz, einst Sängerin, Dramaturgin und Intendantin, Erinnerungen ins Heute. Kostüme, Plakate und unzählige Fotos helfen dabei. Zu der Live Musik am Flügel von Klaudia-Friederike Holdefleiß wurde Kaffee und Kuchen gereicht.
Währenddessen wird sich draußen auf der Bühne schon warmgetanzt. Es gibt eine Fotoecke, an der fleißig Plakate gebastelt werden mit persönlichen Worten der Gäste, weshalb die Kompanie weiterhin fortleben muss, denn ihre Zukunft ist nicht gesichert. Dann leitet der Moderator Christoph Deuter den Auftakt des Programms an. Schwungvoll und mit einer mitnehmenden Leichtigkeit führt er die Gäste und Tänzer durch den Nachmittag in den Abend hinein.
Es gibt mitreißende Aufführungen, strahlende Gesichter, die das zeigen können, was sie voller Hingabe erprobt haben und eine Bühne, wie dafür gemacht. Die Gäste genießen die Darbietungen, und es gibt viel Applaus an diesem Tag.Zuletzt steht eine Gruppe des Tanzhauses der DTK auf der Bühne – während eine andere Gruppe an diesem Tag in Schwäbisch Hall tanzt – und performt über eine halbe Stunde nochmal auf hohem Niveau.
Danach folgt die angekündigte „Tanz Mit“-Aktion. Die Zuschauer werden aufgerufen einen großen Kreis um die zusammengestellte Tanzgruppe zu bilden, und dann wird zu dem Klassiker All Night long von Lionel Richie gemeinsam getanzt. Kurzes Sommerfeeling, während es ringsum kühl wird.
Nach einer kleinen Verschnaufpause des Nachmittags stellt die Kompanie noch eine letzte Show auf die Bühne. Endlich ist das ersehnte Profi-Ensemble zu sehen, das an diesem Abend natürlich nicht fehlen darf.Kurz nach dem Hauptprogramm hatte sich der Anlauf an Menschen etwas ausgedünnt. Jetzt zu der 20 Uhr Vorstellung sind die gesamten Reihen wieder komplett gefüllt und das Publikum blickt gebannt der Bühne entgegen, um gleich einen Ausschnitt von „Der Tod und das Mädchen“, als Neueinstudierung, zu sehen.
Wieder einmal fallen Worte zu der noch ungewissen Existenz der Kompanie. Geht es im nächsten Jahr weiter? All das ist zu spüren und gleichzeitig von einer Zuversicht untermalt, dass es nur weiter gehen kann. Das ist im Publikum zu spüren, in Gesprächen mit den Eltern, für die dieser Ort weitaus mehr ist, als etwas, wo sie ihre Kinder hinbringen und anschließend wieder abholen und natürlich auch bei allen, die selbst Teil der Kompanie sind. „Es muss weiter gehen!“, sind sich viele Gäste einig.
Das Ensemble zeigt nach dem vorangegangen klassischen Stück dann noch eine freie Performance. In pulsierenden Bewegungen und im tiefen Miteinander schweben die Mitwirkenden über die Bühne. Das Publikum klatscht heftig, und trotz der mittlerweile kalten Temperaturen ist von der Kälte wenig zu spüren, denn die ganze Aufmerksamkeit hängt an den Tänzern.
Die Auftritte sind beendet, die Bar ist eröffnet, und so kommen die zusammen, die noch bleiben wollen. Der Feuerkorb wirft über den Hof ein warmes Licht in die Dunkelheit der Nacht, und drumherum sitzen sich fremde und bekannte Gesichter gegenüber. Die Atmosphäre schafft ein angenehmes Vertrauen untereinander – auch, weil alle, die noch da sind, eben wegen dieser gemeinsamen Sache genau an diesem Ort sind. Dem Tanz. Der verbindet.
Und wie es bei einer Zusammenkunft von vielen Tänzern zu erwarten ist, wird in den Morgenstunden dann noch das Tanzbein geschwungen. Mit Rock n Roll Schritten, Cha Cha und und Tango. Im Licht des Feuers wird wild und voller Elan auf dem Hof getanzt. Die ehemaligen Tänzer packen Schritte aus, die sich die Laien unter der Gruppe nicht mal im Traum ausmalen könnten. Aber die Sicherheit der Tänzer, die Dunkelheit der Nacht, die alles möglich macht und die aufgeladene Stimmung in dieser Tanznacht machen es möglich, dass die Schritte wie von selbst in die Füße fließen, sogar ein paar Sprünge klappen und ein eigener Raum in Ungezwungenheit entsteht, in dem gelehrt und gelernt wird. Eine sehr persönliche Tanznacht.
Drei Männer mit blauen, gefüllten Müllsäcken, die scheinbar die Gegend um sich herum erkunden: Das kam einem Bürger gestern Nachmittag in Neubrandenburg merkwürdig vor. Er rief die Polizei.
Die Beamten fanden das Trio zwischen Bahnhof und Busbahnhof. Die drei Georgier im Alter von 21, 36 und 38 Jahren hatten Schnapsflaschen noch mit Diebstahlssicherung und Hosen in den Mülltüten. Der Verdacht, dass sie die Sachen zuvor in Läden gestohlen haben, führte zu einer entsprechenden Anzeige gegen alle drei. Die Waren wurden sichergestellt. Der mutmaßliche Stehlschaden beträgt etwa 360 Euro.
Am 21. September veranstaltet die BUNDjugend Neubrandenburg eine Ufersäuberungsaktion am Brodaer Strand. Anlass ist der Internationale Küstensäuberungstag (International Coastal Cleanup Day), der seit 1986 alljährlich weltweit am dritten Samstag im September stattfindet. Es soll auf die Verschmutzung von Ozeanen, Seen und Flüssen aufmerksam gemacht werden, da diese ganze Ökosysteme sowie den Menschen negativ beeinflussen. Ein besonderes Problem in Gewässern ist Plastik, da die Tiere es fressen, aber nicht verdauen können und letztendlich daran verenden.
Treffpunkt ist der Brodaer Strand beim Beach-Volleyball-Feld. Ab 12 Uhr startet die BUNDjugend und freut sich auf aktive Mithilfe bei der Säuberung. Praktisch ist es, wenn Handschuhe und wetterangepasste Kleidung mitgebracht werden; wer hat kann darüber hinaus gern auch Gummistiefel oder eine Wathose, Müllgreifer oder Kescher mitnehmen. Ebenfalls empfohlen wird viel Spaß beim Sammeln dabei zu haben. Für einen kleinen Imbiss und Getränke ist gesorgt.
Weitere Informationen zur Ufersäuberungsaktion sind unter www.bund-neubrandenburg.de zu finden. Frau Horn beantwortet Fragen gern unter der 0395/5 666 512 (BUNDjugend Regionalgeschäftsstelle Neubrandenburg) oder per Mail unter der info@bund-neubrandenburg.de.
Gefördert wird diese Veranstaltung aus Erträgen der BINGO! Umweltlotterie, welche durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung vergeben werden.
Nach einer wohlverdienten Sommerpause geht es in Neustrelitz wieder ans Werkeln: Das Reparaturcafé öffnet im Herbst einmal im Monat seine Türen für alle, die defekte Gegenstände nicht einfach entsorgen, sondern möglichst weiternutzen wollen. Am 20. September, ebenso auch am 18. Oktober und 15. November, jeweils von 15 bis 18 Uhr, können Interessierte im Borwinheim in der Innenstadt, Bruchstr. 15, unter fachkundiger Anleitung reparieren, zuschauen, mithelfen und ins Gespräch kommen. Veranstaltet wird das Reparaturcafé von der Initiative „Neustrelitz im Wandel“.
Ob Haushaltsgeräte, Elektronik oder Smartphones, ob Kleinmöbel, Spielzeug, Textilien oder das geliebte Fahrrad – ehrenamtliche Reparaturprofis schauen sich den Schaden an und tüfteln mit den Gästen an Lösungen, um den alten Schätzen ein zweites Leben zu ermöglichen.
Auch in diesem Jahr feiert die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg wieder die „Interkulturelle Wochen“ und beteiligt sich damit an einem bundesweit erfolgreichen Veranstaltungsformat. Unter dem Motto „Das sind wir!“ laden in Neubrandenburg vom 21. September bis 13. Oktober fast 40 verschiedene Institutionen und Vereine erstmals über drei Wochen zu ihren insgesamt 63 Veranstaltungen ein.
Am Samstag, 21. September, gibt der Tag der Vereine den Startschuss für die Feierlichkeiten (Strelitzius berichtete). Bis zum 13. Oktober haben Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger dann die Möglichkeit Feste, Lesungen, Workshops, Theateraufführungen u.v.m. im Rahmen der Neubrandenburger „Interkulturellen Wochen“ zu besuchen.
Dr. med. Wolfram Klemm (links) und seine ärztlichen Kollegen Katrin Winter und Nawar Massoud bei einer anatomischen Resektion an der Lunge eines Tumor-Patienten.Fotos: DBK
Acht Monate nach seiner Gründung hat das Lungenzentrum Mecklenburgische Seenplatte (Strelitzius berichtete) einen ersten Meilenstein zur bestmöglichen Versorgung von Patienten mit Lungenerkrankungen erreicht. Das Netzwerk erfüllt die neuen gesetzlichen Mindestmengen für anatomische Resektionen bei Lungenkrebs bzw. Metastasen. 75 solcher thoraxchirurgischen Eingriffe müssen Kliniken jährlich mindestens nachweisen, damit ihnen diese Eingriffe auch künftig erlaubt sind. Innerhalb des Lungenzentrums werden diese Operationen im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum durchgeführt; mit der Gesamtzahl aus dem zweiten Halbjahr 2023 und dem ersten Halbjahr 2024 ist die Vorgabe für den ersten Nachweis-Zeitraum erfüllt. Die Verantwortlichen sind sehr froh, dass Patienten aus der Region dadurch weiter wohnortnah versorgt werden können und ihnen weite Wege erspart bleiben.
Eine Versorgung in hoher Qualität, basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, ist erklärtes Ziel der Kooperationspartner im Lungenzentrum. Deshalb sind Fortbildungen ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit. Kürzlich fand bereits die dritte Weiterbildungsveranstaltung des Netzwerks in Neubrandenburg statt, diesmal zum Thema Lungenmetastasen. Sie können nicht nur in Verbindung mit einem Lungenkarzinom auftreten, sondern auch Folge zahlreicher anderer Krebserkrankungen sein. Ärztinnen und Ärzte aus der Urologie, der Gynäkologie, der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und der Onkologie beurteilten das Risiko von Lungenmetastasen aus Sicht ihres Fachbereiches. Sind Patienten davon betroffen, wird interdisziplinär die richtige Therapie für jeden einzelnen Fall festgelegt. Das kann eine operative, strahlentherapeutische oder systemische Behandlung sein, aber auch interventionelle Verfahren der Radiologie kommen in Frage.
Am gestrigen Dienstag gegen 20.35 Uhr meldet ein Zeuge über Notruf der Polizei, dass auf der B192 aus Richtung Waren kommend in Richtung Neubrandenburg eine betrunkenene Fahrzeugführerin mit einem PKW Toyota Auris fährt. Umgehend wurde eine Funkstreifenwagenbesatzung des Polizeihauptrevieres Neubrandenburg zum Einsatz gebracht. Durch dieser konnte der PKW in Neubrandenburg in der Rostocker Straße festgestellt und eine Kontrolle unterzogen werden. Dabei wurde erheblicher Alkoholgeruch in der Atemluft der 53-jährigen Fahrerin festgestellt. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,31 Promille. Gegen die Fahrzeugführerin wurde Anzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr erstattet.
Gegen 22.45 Uhr kam ein 42-jähriger polnischer Fahrzeugführer eines PKW Opel ins Polizeirevier Neubrandenburg und zeigt an, dass gegen 20.15 Uhr in Möllenhagen auf dem Gelände der Hoyer-Tankstelle ein PKW Toyota Auris gegen seinen PKW gefahren ist und die Fahrerin mit ihrem Auto anschließend vom Unfallort flüchtete. Dem polnischen Fahrzeugführer war das amtliche Kennzeichen des unfallverursachenden PKW bekannt. Und es stellte sich heraus, dass es sich dabei um das Fahrzeug der betrunkenen Frau handelte. Die Fahrzeugführerin muss sich nun auf ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort einstellen. Am geschädigten PKW entstand ein Sachschaden von ca. 100 EUR. Personen wurden beim Unfall nicht verletzt.