Im winterlichen Ambiente lädt Schloss Hohenzieritz am 14. Januar um 14 Uhr zu einer Führung ein. Anhand der Ausstellung in der Luisen-Gedenkstätte wird zunächst das tragische Schicksal und der frühe Tod der preußischen Königin Luise beleuchtet. Danach wird bei einem kleinen Rundgang der winterliche Schlosspark vorgestellt, der malerisch in die eiszeitliche Landschaft eingebettet ist. Es handelt sich um einen der frühesten Landschaftsgärten im englischen Stil auf dem europäischen Kontinent.
Die Führungsgebühr inklusive Eintritt in die Luisen-Gedenkstätte beträgt 5,00 € pro Person. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Die Plätze sind begrenzt, bitte anmelden unter 0385 588 41863.
Perspektive Haupteingang. Bildrechte: STUDIO RW Stadtplanung + Landschaftsarchitektur
Vor wenigen Wochen wurde der Siegerentwurf im freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb „Neugestaltung des Rathaus-Umfeldes in Neubrandenburg“ gekürt. Siegreich war der Entwurf von STUDIO RW | Stadtplanung + Landschaftsarchitektur aus Berlin, der einstimmig mit dem ersten Preis ausgezeichnet und somit für die weitere Beauftragung empfohlen wurde (Strelitzius berichtete).
Für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger besteht nunmehr die Möglichkeit, die Wettbewerbsergebnisse bis zum 19. Januar im Rahmen einer Ausstellung im Rathaus-Foyer am Friedrich-Engels-Ring einzusehen. Geöffnet ist Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 12 Uhr.
Die Schweriner Volkszeitung (SVZ) samt „Prignitzer“ und „NNN“ ist rückwirkend zum 1. Januar 2024 an den Schwäbischen Verlag (Ravensburg) verkauft worden. Das geht aus einer Mitteilung des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) MV hervor. Bislang gehörte die SVZ zum NOZ-Verlag (Neue Osnabrücker Zeitung). Der Schwäbische Verlag ist bereits seit 2021 alleiniger Eigentümer des in Neubrandenburg erscheinenden Nordkurier. Die Belegschaften von SVZ und Nordkurier wurden am heutigen Dienstag von dem Eigentümerwechsel informiert. Details wurden bislang nicht bekannt. Die Zustimmung des Kartellamtes steht noch aus.
„Es liegt nun in der Verantwortung des Verlegers, den regionalen Journalismus sowohl im östlichen als auch im westlichen Landesteil zu erhalten. Die Medienvielfalt im Nordosten darf nicht weiter geschwächt werden“, stellt DJV-Landesgeschäftsführerin Corinna Pfaff fest. „Pressevielfalt ist grundlegend für Meinungsbildung und Orientierung gerade in diesen Zeiten.“ Der Eigentümerwechsel dürfe zudem nicht dazu führen, dass in beiden ohnehin ausgedünnten Redaktionen noch mehr Arbeitsplätze wegfallen. Sachkundige Redakteure seien nötig, im die individuelle Ausrichtung, die regionale Verankerung und die journalistische Qualität zu erhalten.
Neben den beiden Tageszeitungen, die nun in einer Hand sind, erscheint im Nordosten noch die zum Hannoverschen Madsack-Konzern gehörende Ostsee-Zeitung (Rostock) täglich als gedruckte und digitale Ausgabe. Bei der SVZ ist seit Herbst vergangenen Jahres die Zahl der Stellen in der Redaktion um mehr als ein Viertel gesunken.
Nach der positiven Resonanz und der starken Nachfrage nach den Beratertagen im vergangenen Jahr in der Neubrandenburger Regionalbibliothek kündigt die Agentur für Arbeit Neubrandenburg einen weiteren Termin im Januar an. Diese Veranstaltung bietet Berufstätigen, die eine berufliche Veränderung anstreben oder mehr Verantwortung übernehmen möchten, die Gelegenheit, sich von Berufsberatungsexperten bei der Karriereplanung unterstützen zu lassen. Nächster Termin: 16. Januar, 13 bis 17.30 Uhr, wieder in den Räumen der Neubrandenburger Regionalbibliothek am Marktplatz 1. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
In der Ausstellung kam Juliane Schönhauser (rechts) mit Gabriele Kammann von der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz ins Gespräch. Das Bild „Stillende mit Baby“ (hinten) ist eine der Arbeiten, die hier erstmals öffentlich zu sehen sind. Foto: Carola Biermann
Melkerinnen, Flaschensammler, junge Mütter und Eis essende Jungs sind die Protagonisten der neuen Ausstellung von Juliane Schönhauser, die derzeit in der Galerie der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz zu sehen ist. „Ich fange Alltagsszenen ein, hebe sie heraus und schaffe etwas Neues“, sagt die Künstlerin. Sie empfindet das Malen als Gegenpol zur Schnelllebigkeit des Internets. Der Schwerpunkt ihres Schaffens liegt für Juliane Schönhauser in der Ölmalerei, die sehr haptisch und durch das Auftragen einzelner Schichten auch ein wenig wie das Bauen einer Skulptur ist. Seit anderthalb Jahren lebt die Künstlerin, die an der Humboldt-Universität zu Berlin Germanistik und Kunstgeschichte studierte, mit ihrer Familie in der Feldberger Seenlandschaft. Bisher hatte sie eine Reihe kleinerer Ausstellungen in Berliner Galerien. In Neustrelitz sind 15 Arbeiten zu sehen, von denen vier, darunter die Stillende mit Baby, erstmals öffentlich gezeigt werden.
In der Galerie der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse in Neustrelitz, Strelitzer Straße 27, kann man den Arbeiten von Juliane Schönhauser noch bis zum 8. April begegnen. Seit mehr als 30 Jahren fördert die Sparkasse Künstler der Region und zeigt, welch kreatives Potential es hier gibt. Weit über 100 Expositionen haben seither Kunstkenner und Kunstfreunde in die Galerie des Hauses geführt.
Am 27. Januar um 19.30 Uhr feiert Carl Maria von Webers DER FREISCHÜTZ Premiere im Landestheater Neustrelitz. Der Inbegriff der deutschen romantischen Oper, die nach einem Libretto von Friedrich Kind schon zur Uraufführung 1821 in Berlin begeistert von Kritikern und Publikum gefeiert wurde. Die Geschichte um Max und Agathe, den Pakt mit dem Teufel in der Wolfsschlucht und den sieben Freikugeln ist weltberühmt.
Weber und Kind versetzten die fantastische Handlung, in der aber das menschliche Schicksal im Fokus steht, direkt an das Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648). Die Gesellschaft besteht aus Menschen, die Frieden nicht kennen und die alle aus dieser furchtbaren Zeit ihre Traumata mitbringen. Und doch ist „Der Freischütz“ am Ende eine lebensbejahende Utopie mit einem jubelnden, glanzvollen Schluss, der Hoffnung auf eine gute Welt gibt. Ein Werk, das in jeder Hinsicht unter die Haut geht!
Extra für Strelitzius hat sich Frank Weidlich eine Reichsbahneruniform angezogen.
Die riesigen Oleander an der einstigen Fahrkartenausgabe zieren ab dem Frühjahr wieder den Bahnsteig.
„Entweder gibt man auf, oder es fängt irgendwann an Spaß zu machen.“ Und Frank Weidlich macht er nach eigener Aussage trotz aller Rückschläge immer noch Spaß, der denkmalgeschützte Feldberger Bahnhof, den er vor zehn Jahren mit „von nichts eine Ahnung“ von der Deutschen Bahn erworben hat und der „Liebe auf den ersten Blick“ war. Am vergangenen Sonnabend wurde das Jubiläum mit Freunden und Bekannten in der einstigen Bahnhofsgaststätte gefeiert, gestern beging der aus Rendsburg in Schleswig-Holstein stammende und zuletzt 26 Jahre an der Berliner Charité tätige ehemalige Krankenpfleger sein 66. Wiegenfest.
Er feiere „zehn Jahre Irrsinn“, hatte mir mein Leser in der Einladung zur Bahnhofsparty geschrieben. In der Tat ist sein Geschäftsmodell (noch) nicht aufgegangen. Ein ganzer Ordner voller Unterlagen belegt unter anderem die Bemühungen, für die Rettung des Bahnhofsgebäudes Fördermittel zu erhalten, Adressen von der Denkmalbehörde bis zum Bundespräsidenten. Sinnlos, letztlich ist nicht ein Euro geflossen. „Wenn es wenigstens ein Gutshaus wäre“, wurde ihm unter anderem beschieden. Oben drauf gab und gibt es bürokratischen Aufwand ohne Ende, den ein normaler Mensch wohl nicht aushalte. Immerhin konnte Frank Weidlich 23 Fenster und die Tür zum Bahnsteig aus eigener Tasche erneuern. Um allerdings größeren Vorhaben wie der Dach- oder der Fassadensanierung überhaupt eine Chance geben zu können, hat er sich aufs Lottospielen verlegt. „Vielleicht klappt es ja doch mal.“ Denn selbst bei Förderung brauche es eine Eigenkapitaldeckung, zu der momentan noch etliches an Geld fehle.
Brandaktuelle Bilder von der A 19, die mir einer meiner Korrespondenten eben geliefert hat.
Anlässlich der bundesweiten Protestaktionen von Landwirtinnen und Landwirten erklärt Agrarminister Dr. Till Backhaus: „Ganz ehrlich: Ich habe volles Verständnis für die Proteste der Bäuerinnen und Bauern. Das habe ich Ihnen auch heute erneut persönlich mitgeteilt, als ich die Demonstrierenden an einer Autobahnabfahrt bei Bad Doberan aufgesucht habe. Bei den Protesten geht es nicht nur um den Verlust von Steuervorteilen durch die Sparvorschläge der Bundesregierung. Der Protest richtet sich gegen die Landwirtschaftspolitik der Bundesregierungen insgesamt und nicht nur gegen die der Ampelkoalition.
Bereits unter der Vorgängerregierung, in der die CDU das Agrarressort führte, hat es zahlreiche Proteste gegeben. Schon damals ging es um die Einschränkung der unternehmerischen Freiheiten und eine innovationsfeindliche Grundhaltung, die in der Bundesrepublik mehr und mehr um sich greift. Ich erinnere nur an die Protestaktionen gegen das sogenannte Agrarpaket, die da auch in der Gründung der Bewegung ‚Land schafft Verbindung‘ gemündet haben. Als Antwort darauf hatte Kanzlerin Merkel die Zukunftskommission Landwirtschaft ins Leben gerufen. Weil es auch schon damals darum ging, die Perspektiven für die Landwirtschaft in Deutschland zu verbessern. Diese haben sich aber in den letzten Jahren eher verschlechtert als verbessert.
Die von der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz gesponserte Werkschau mit Filmen von Andreas Voigt geht am kommenden Wochenende in Neustrelitz mit dreien seiner Filme zu Ende. Der Regisseur und weitere Filmschaffende sind am Freitag und am Sonnabend jeweils um 20 Uhr im Fabrik.Kino zum Gespräch anwesend.
Die Gespräche beginnen am Freitag, 12. Januar, nach dem 45-minütigen Film „Mr. Behrmann – Leben Traum Tod“, der 1996 beim „Amsterdam International Filmfestival“ mit dem Silbernen Wolf für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde und der im gleichen Jahr der deutsche Beitrag beim internationalen Film Festival in Guadalajara in Mexiko war. In dem Film geht es um den lettischen Juden Joseph Behrmann, dessen Vater, ein reicher Holzhändler, ihn auf eine Schule nach England schickt. In den Sommerferien 1939 fährt Joseph nach Hause. Am 1. September beginnt der Krieg, und er kann nicht mehr nach England zurückkehren. Er überlebt das Konzentrationslager und den Krieg. Der Kameramann Rainer M. Schulze ist ebenfalls zum Gespräch im Kino. Im Anschluss an diesen Film wird der 1995 gedrehte, ebenfalls 45-minütige, Film „Begegnung mit Krzystof Kieslowski“ vorgeführt: Darin geht es um eine Begegnung zwischen Andreas Voigt und dem international bekannten, polnischen Regisseur. Gesprochen wird über sein Leben und seine Filme. Die Erinnerungen Kieslowskis werden zum Ausgangspunkt für eine Reflexion über den Zustand des Menschen in der modernen Welt.
Nur mit Laternen ausgestattet, wird das winterliche Schloss Mirow am Sonntag, 14. Januar, um 16.30 Uhr, im geheimnisvollen Dunkel von Raum zu Raum erkundet. Nebenbei wird auch erläutert, welche Beleuchtungsmöglichkeiten es früher gab und wie das Schloss im Winter beheizt werden konnte.
Tickets: 4 € zzgl. Eintritt, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei. Dauer: ca. 60 Minuten. Anmeldung wird erbeten an schloss-mirow@mv-schloesser.de oder unter 0385 – 588 41863.