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Guteschafe beweiden die Blühwiesen an der Feisneck. Foto: B. Lüthi-Herrmann

Ab Anfang Juni sind wieder tierische Helfer für die Pflege der Wiesen am Ostufer der Feisneck im Einsatz. Sie helfen die vielfältige Landschaft als Lebensraum seltener Pflanzen und Erholungsraum für die Menschen zu erhalten. Um die Schafe nicht zu gefährden, bittet das Nationalparkamt dringend darum, Hunde an die Leine zu nehmen.

Das Ostufer der Feisneck ist landschaftlich sehr reizvoll: Offene Wiesen, Trockenrasen an Steilhängen, einzelne Gebüsche und kleine Baumgruppen wechseln einander ab. Vom leuchtenden Gelb der Schlüsselblume bis zum kräftigen Blau des Wiesensalbeis lässt sich hier auf jedem Spaziergang etwas Neues entdecken. Den ganzen Sommer über blüht und summt es. Die Vielfalt ist überwältigend. Einheimische und Touristen nutzen daher dieses Gebiet gerne zum Spazieren, Baden oder für Ausflüge.

Damit das so bleibt und sich auf den Wiesenflächen nicht Sträucher und Bäume ausbreiten, wird die Unterstützung einer alten und genügsamen Schafrasse gebraucht. Zum Einsatz kommt hier ebenso wie am Müritzhof das so genannte Guteschaf. Es ist ein enger Verwandter des bekannten Gotlandschafes. Die Schafe sollen die Fläche in kleinen Abschnitten beweiden. Dazu werden innerhalb des festen Zaunes mit mobilen Elektrozäunen sogenannte Portionsweiden abgesteckt. Das Ostufer der Feisneck gehört zur Pflegezone des Müritz-Nationalparks. Der Erhalt der Artenvielfalt hat hier also einen besonderen Stellenwert.

Wie in der Vergangenheit bleibt das Gebiet durch die drei Tore an den Wanderwegen weiter öffentlich zugänglich. Das Nationalparkamt bittet aber alle Besucher darum, auf die Schafe Rücksicht zu nehmen und sie auf keinen Fall zu füttern oder zu beunruhigen. Dazu gehört vor allem, dass Hunde unbedingt an der Leine zu führen sind. Eine Regel, die übrigens im gesamten Nationalpark gilt!