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Enrico Kollhof mit Marco Thamke und Roberto Thude (von links) vor dem Spendenmobil. Foto: Kreisfeuerwehrverband

Feuerwehr und Krebs, ein leidiges Thema mit traurigen Ergebnissen. Bekanntermaßen gab es bei der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg ein erhöhtes Krebsaufkommen (Strelitzius berichtete). Die Gefahren der Retter bei der Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen Feuerwehren soll in einer durch das Land M-V in Auftrag gegebenen Studie untersucht werden. Die Kameraden wollen nicht auf das Ergebnis warten und zu Gunsten der Organisation „FeuerKrebs“, die sich für die Anerkennung bestimmter Krebserkrankungen als Berufskrankheit, eine bessere Vorbeugung – Stichwort Einsatzstellenhygiene, Hygiene in der Feuerwehr – sowie die Unterstützung der erkrankten Kameraden auf die Fahne geschrieben hat – mit einer „Ostseespendentour“ engagieren.

Der Kreisfeuerwehrverband Mecklenburgische Seenplatte unterstützt dieses Engagement indem er ein altes Ausbildungsfahrzeug zur Verfügung stellt. Am heutigen Tage fand zum Auftakt der Ostseespendentour die Fahrzeugübergabe durch Kreiswehrführer Enrico Kollhof an die Kameraden Marco Thamke und Roberto Thude (beide BF Neubrandenburg) im Jugend- und Schulungszentrum des
Kreisfeuerwehrverbandes Mecklenburgische Seenplatte in Wulkenzin statt.
Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein 40 Jahre altes Löschgruppenfahrzeug, welches vor vielen Jahren von einer Feuerwehr aus Holland übernommen, dann viele Jahre in der FF Neukalen (LK MSE) und danach als Ausbildungsfahrzeug im
Kreisfeuerwerhverband MSE gedient hat. Zuletzt war das Fahrzeug als Leihfahrzeug in einer FF des LK MSE zur Überbrückung bis zur Beschaffung eines neuen Fahrzeuges eingesetzt.

Die geplante Tour soll dazu dienen, das Thema Krebs bei der Feuerwehr der Öffentlichkeit und der Politik näher zu bringen. Sie dient aber gleichzeitig auch der Sensibilisierung der Verantwortlichen in den Kommunen und natürlich auch der
Feuerwehrleute. „Denn die wichtigsten Maßnahmen liegen in der Vorbeugung, und das muss in die Köpfe“, wie mir mein Blogpartner Norbert Rieger, ehemaliger Kreiswehrführer Seenplatte, schreibt. „Von der Politik und den Verantwortlichen erwarten wir die Schaffung der materiellen Voraussetzungen, den es geht um das
Leben und die Gesundheit der Frauen und Männer in Einsatzkleidung.“

Bis zur geplanten Abfahrt des Spendenmobils im April 2022 sind noch viele Vorbereitungen zu treffen. Ganz wichtig sind schon jetzt weitere Spenden unter dem Verwendungszweck „FeuerwehrKrebs – Ostseespendentour“ auf das Konto:
IBAN DE17 2005 0550 1216 1821 37, BIC: HASPDEHHXXX