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Unabhängig sein und zu Hause wohnen bis ins hohe Alter, wer wünscht sich das nicht? Der ländliche Raum stellt immer mehr Seniorinnen und Senioren vor so manche Herausforderung. Wenn dann noch regelmäßige ärztliche und pflegerische Hilfestellungen notwendig werden und die Kinder und Enkelkinder nicht mehr vor Ort wohnen, wird es richtig schwierig. Dies kann gerade zu dieser Zeit zu einer großen Einsamkeit führen. Die persönlichen Treffen sollen vermieden werden und soziale Kontakte und Begegnungen sind auf Grund der aktuellen Situation kaum noch möglich. Ein Modellvorhaben der Hochschule Neubrandenburg möchte diesen Herausforderungen mit der Erprobung digitaler Medien entgegenwirken. 

Annegret Fechtner

Die Initiative stammt aus dem Reallabor „Leben im Alter“ unter der Leitung von Prof.n Dr.n Steffi Kraehmer und Prof. Dr. Stefan Schmidt aus den Fachbereichen Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung sowie Gesundheit, Pflege und Management der Hochschule Neubrandenburg. Das Vorhaben ist Teil des Projekts „HiRegion – Hochschule in der Region“. Dieses fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Ziel, den Wissensaustausch zwischen Hochschule und Gesellschaft voranzutreiben. 

Die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Annegret Fechtner und Bengta Leopold aus dem „Reallabor Leben im Alter“ statten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte 20 Seniorinnen und Senioren mit Tablets aus. Ziel ist es, gemeinsam zu erörtern, inwiefern die Distanz sowie eine mögliche soziale Vereinsamung verringert werden können. Interessierte können sich jetzt bei den beiden Wissenschaftlerinnen melden. Die Teilnehmenden erhalten für einen gewissen Zeitraum ein Tablet und, falls noch nicht vorhanden, einen Internetanschluss. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Bengta Leopold

20 Tablets mit dazugehöriger Software werden von der Hochschule Neubrandenburg für die freiwillig Teilnehmenden bereitgestellt. Die Software heißt „PAUL“ (persönlicher Assistent für unterstütztes Leben) und bietet auf unkompliziertem Weg vielseitige Funktionen vom Videoanruf bis zur Dokumentation der Medikamenteneinnahme. „Das Programm „PAUL“ ist sehr einfach aufgebaut, mit großen Symbolen versehen und kann nicht zum Absturz gebracht werden“, erklärt Fechtner und ergänzt: „Sollten Fragen oder Probleme auftreten sind wir aus dem Projekt genauso für die Teilnehmenden da, wie die Hotline der Softwarefirma.“

Personen, die testweise für einige Zeit die Nutzung eines Tablets ausprobieren möchten, können sich bis 28.05.2021 als Teilnehmende melden. Einzige Bedingung für die Teilnahme am Projekt: Die interessierten Seniorinnen und Senioren sollten über 65 Jahre alt sein und in der eigenen Häuslichkeit wohnen. Interessierte können gerne mit Annegret Fechter und Bengta Leopold Kontakt aufnehmen:  

Annegret Fechtner und Bengta Leopold, Reallabor Leben im Alter, Hochschule Neubrandenburg, Brodaer Straße 2, 17033 Neubrandenburg; Tel: 0395 5693 4525;