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Das kleine Babke hat einen großen Tag erlebt, und ein weiterer steht zu Pfingsten bevor. Dann nämlich sollen die beiden neuen Bronzeglocken geweiht werden, die heute in die Spitze des erhöhten Westgiebels gezogen worden sind. Sie ersetzen die beiden Vorgängerinnen aus Stahl, von denen eine vor längerer Zeit bereits gerissen herabgenommen worden war. Dadurch wurde die Kirche „auf einem Auge blind“, wie es im Dorf heißt. Die alten Glocken sollen aber am oder im 1901 erbauten Gotteshaus verbleiben, schließlich haben sie dem Besucher mehr als 100 Jahre Geschichte zu erzählen.

Finanziert wurde das Glockenprojekt aus dem Kirchenfonds des Landes. Hier hat sich der frühere CDU-Landtagsabgeordnete Vincent Kokert bei der Vermittlung verdient gemacht. Außerdem fließen Spenden und Mittel der Kirchengemeinde ein. So konnten auch die Fenster des Backsteinbaus aufgearbeitet werden, wobei vier kleine Scheiben, die noch aus der abgebrannten Vorgängerkirche stammen, von Bauern beigesteuert wurden. Außerdem hat es Erhaltungsarbeiten an der Fassade und im Innenraum gegeben.

Die neue Glocken, die über ein elektrisches Läutwerk angeschlagen werden, stammen aus der renommierten Berliner Werkstatt von Wolfgang Schmidt. Dresdener Frauenkirche, Magdeburger Dom, Schweriner Schloss, die Glockenbauer aus der Hauptstadt haben beste Referenzen. Auf den bronzenen Neuankömmlingen findet sich der Name des großen Gönners Jost Reinhold, dem auch Babke sehr viel zu verdanken hat. Erinnert sei unter anderem an das Camp Carolinum. Wie ich erfahren habe, soll Jost Reinhold, der auch zu meinen Blogfreunden gehört, sehr gerührt von der Geste sein. Der 92-Jährige hoffe, nach dem Ende der Pandemie erneut nach Babke kommen und die Glocken dann hören zu können. Beste Grüße von Strelitzius in die Schweiz.