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Aufgrund der erfolgten Bewertung und Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und des Paul-Ehrlich-Institutes hat das Bundesgesundheitsministerium die Impfungen mit dem Impfstoff AstraZeneca wieder freigegeben. Es soll aber eine entsprechende Warnung vor möglichen seltenen Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen bei den möglichen Nebenwirkungen aufgenommen werden.

„Mecklenburg-Vorpommern nimmt die Impfungen mit AstraZeneca wieder auf. Der Impfstoff darf weiter eingesetzt werden. Mit den neuen Erkenntnissen ist und bleibt AstraZeneca ein zugelassener Impfstoff gegen Covid-19. Die Vorteile für eine Impfung überwiegen. Der Impfstoff reduziert – wie die anderen zugelassenen Impfstoffe auch – das Risiko für schwere Covid-Erkrankungen. Jede Impfung erhöht die Chance, die Pandemie weiter einzudämmen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstagabend. Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat den Impfstoff auf den Prüfstand gestellt, weil in mehreren Ländern Impfungen wegen Thrombosefällen – Blutgerinnsel in Hirnvenen – vorsorglich ausgesetzt worden sind.

Bisher abgesagte Termine werden vom Callcenter vergeben

In den kommenden Tagen müssen die Aufklärungsbögen (Anamnesebögen), die vor dem Impfen ausgefüllt werden müssen, entsprechend den neuen Vorgaben (Warnung vor möglichen seltenen Blutgerinnseln (Thrombosen)) aktualisiert werden. „Mit dem  Impfen von AstraZeneca kann ab Freitag (19. März 2021) begonnen werden. Das Callcenter kümmert sich ab sofort um die Terminvergabe für die wegen der Aussetzung verschobenen Impftermine. Die Betroffenen werden vom Callcenter direkt angerufen. Bestehende Impftermine behalten ihre Gültigkeit“, so Glawe weiter. „Alle diejenigen, die noch keinen Termin bisher hatten und in die Priorität 2 gehören, haben in der kommenden Woche  – ab Mittwoch, den 24. März – die Möglichkeit, entsprechende Termine beim Anruf im Callcenter bekommen“, erläuterte Glawe weiter.

Impfen in Priorität 1

Gesundheitsminister Glawe machte deutlich, dass in der Priorität 1 weiter geimpft wird. „Das sind vor allem Termine für die über 80-Jährigen. Die zu Impfenden bekommen in der Regel BioNTec/Pfizer oder Moderna“, so Glawe weiter.

Gruppe der Priorität 2

In der Gruppe der Priorität 2 sind Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Grund- und Förderschulen beschäftigt sind. Des Weiteren sind in dieser Gruppe Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Corona-Virus tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt; Demenzerkrankte; Personen mit COPD oder anderen ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankungen; Personal der Blut- und Plasma-Spendedienste und in Corona-Testzentren; Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind oder auch Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur sowie Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind. Ebenso gehören über 70-Jährige hierzu.

Impfungen in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern wurden insgesamt 184.741 Impfungen durchgeführt, davon 124.477 Erstimpfungen (davon 21.106 mit dem Impfstoff AstraZeneca).  Der Impfstoff AstraZeneca steht seit dem 8. Februar in Deutschland zur Verfügung.