Schlagwörter

, , ,

Vergangene Woche veranstaltete die Hochschule Neubrandenburg, die das Netzwerk als Forschungsassistenz unterstützt, einen virtuellen Auftakt-Workhshop.

Für unser tägliches Leben ist eine gewisse Infrastruktur Voraussetzung: die Daseinsvorsorge. Dazu zählen Strom, Wasser oder Müllabfuhr ebenso wie die Sicherstellung von Pflegemöglichkeiten, Mobilität, Bildung oder Kultur. Diese Teile der Daseinsvorsorge weisen besonders auf dem Land Lücken auf. In Deutschland gibt es deshalb große regionale Unterschiede in Bezug auf die Lebensverhältnisse. Um diese zu verkleinern, gründete sich im Jahr 2018 das deutschlandweite Netzwerk Daseinsvorsorge. Als „Modellvorhaben der Raumordnung“ (MORO) wird es in der ersten Phase finanziert durch das Bundesinnenministerium: 23 Netzwerkregionen arbeiten bundesweit an Ideen und Lösungen, um die Daseinsvorsorge auf dem Land nachhaltig sicherzustellen. Sie entwickeln die Lebensqualität in ländlichen Räumen stetig weiter.

Die Hochschule Neubrandenburg unterstützt hierbei als Forschungsassistenz und veranstaltete vergangene Woche erstmals ein virtuelles Netzwerktreffen. Knapp 25 Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsregionen nahmen an der Online-Konferenz teil, um über die nächste Runde – die Verstetigungsphase – des Netzwerkes zu sprechen: Bis Ende 2021 soll es eigenständig arbeiten können.

„Wir verstehen uns als Lernnetzwerk mit dem Schwerpunkt auf Wissenstransfer. Aber wir sind auch Sprachrohr, indem wir bei Themen der Daseinsvosorge und der gleichwertigen Lebensverhältnisse in die Bundes- und Landespolitik wirken“, erklärt Netzwerksprecher Thomas Drewing (Oderlandregion). Gemeinsam mit dem Institut für Arbeit und Wirtschaft, der Universität Bremen und dem Institut Raum & Energie hatte das Team der Hochschule Neubrandenburg um Projektleiter Prof. Dr. Peter Dehne das virtuelle Treffen organisiert. In Online-Workshops tauschten die Teilnehmenden rege ihre Ideen und Erfolge der vergangenen Jahre aus.

Geschäftsstelle in Neubrandenburg geplant

„Wir haben viele kreative und nützliche Projekte gesehen, die zukunftsweisend für den ländlichen Raum wirken“, erklärt Dehne (Hochschule Neubrandenburg). Beispiele sind MediBus, „smarter“ Rufbus, Dorfladen-Erzeuger-Netzwerke, Jugend-Kulturprojekte und vieles mehr. „Das Netzwerk soll nun stabilisiert werden, und eigenständig werden. Im nächsten Jahr wollen die Mitglieder die dafür geeigneten Organisations- und Finanzierungsmodelle finden und funktionierende Formate weiter entwickeln. Weiterhin sollen neue Mitglieder gefunden werden und eine Geschäftsstelle an der Hochschule Neubrandenburg eingerichtet werden. Ergänzend wird ein online-gestütztes „Wissensportal regionale Daseinsvorsorge“ entwickelt. Es dient als Angebot für die Regionen, um für alltägliche Fragen Hilfestellungen zu bekommen, Ideen, Erkenntnisse und Fakten zu dokumentieren und auszutauschen.

Am 21. Januar 2021 stellt sich das Netzwerk mit eigenen innovativen Projekten beim Fachforum „Regional, digital, vernetzt – Voneinander lernen“ vor. Dieses veranstaltet das Netzwerk Daseinsvorsorge im Rahmen des Zukunftsforums Ländlicher Raum.

Informationen zum Netzwerk Daseinsvorsorge gibt es unter www.regionale-daseinsvorsorge.de. Dort kann auch eine aktuelle Broschüre über das Netzwerk heruntergeladen werden. Kontakt zur Transferstelle Daseinsvorsorge der Hochschule Neubrandenburg: daseinsvorsorge@hs-nb.de