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Im Ergebnis eines intensiven Wolfsmonitorings des Landes aber auch durch die Bereitstellung von Wolfsdaten durch örtliche Jäger, Landwirte und Wolfsbetreuer konnten in den letzten Wochen neue Erkenntnisse zur Entwicklung der Wolfspopulation in Mecklenburg-Vorpommern erlangt werden. Im Ergebnis ist aktuell in Mecklenburg-Vorpommern von 15 Wolfsrudeln und einem Wolfspaar auszugehen, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt vom heutigen Tag. In den bekannten Rudeln konnten insgesamt 36 Welpen nachgewiesen werden, allerdings gelangen derartige Nachweise nicht für alle Rudel.

Ein neues Rudel konnte für den Bereich des Naturparkes Feldberger Seenlandschaft im Übergangsbereich zum Serrahner Teil des Müritz-Nationalparks bestätigt worden. Mittels Fotofallen konnten hier neben zwei Altwölfen auch fünf Jungwölfe dokumentiert werden. Das Rudel trägt die Bezeichnung „Wokuhl“. Bekannt war bereits ein weiteres Rudel, das den Müritz-Nationalpark durchstreift. Letzterem zuzordnen ist vermutlich der Wolf, über den unlängst hier im Blog ein Video zu sehen war. Strelitzius hat den Kontakt zum Wolfsbeauftragten des Nationalparks hergestellt.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es mehrere Regionen, aus denen es Hinweise zu neuen Wolfsvorkommen gibt und die weiter intensiv durch das Monitoring betreut werden, um die notwendigen gesicherten Nachweise zu erhalten. Ob es sich in diesen Fällen um Wanderwölfe, territoriale Einzelwölfe, Wolfspaare oder gar Rudel handelt, muss durch das weitere kontinuierliche Monitoring geklärt werden.

Minister erwartet im Frühjahr neue Festlegungen

Dazu erklärt Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus: „Wir brauchen klare Parameter, um festzulegen, wann der günstige Erhaltungszustand der Art Wolf erreicht ist. Dann können weitere Schritte in Richtung bestandswirksamer Maßnahmen unternommen werden. Ich erwarte daher von der Bundesregierung klare Aussagen zur kommenden Umweltministerkonferenz im Frühjahr 2021.“

Die Anzahl der gemeldeten Rissvorfälle, bei denen der Wolf als Verursacher festgestellt oder nach gegenwärtigem Stand nicht ausgeschlossen werden kann, belief sich mit Stand vom 23. November auf 82 Fälle, bei denen 311 Nutztiere getötet und 104 Nutztiere verletzt wurden. Weit überwiegend wurden Schafe gerissen, in einigen Fällen waren auch Damwild und Kälber von Rindern betroffen.

Hier die aktualisierte Karte mit den Wolfsvorkommen in M-V: