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Einen Monat lang hat das beeindruckende Neustrelitzer Carolinenstift auch meinen Blog geziert und zu etlichen begeisterten Kommentaren geführt.

Leider war es mir trotz freundlicher Einladung durch die neuwo nicht vergönnt, bei der Übergabe des Carolinenstifts Mitte des Monats in Neustrelitz dabei zu sein. Deshalb freut es mich, im jüngsten Bericht der Stadtverwaltung an die Stadtvertreter noch ein bisschen Material aufgespürt zu haben, das ich gern mit meinen Lesern teile. Schließlich handelt es sich um die „größte, längste, kostenintensivste und von ständigen Überraschungen und Herausforderungen geprägte Baumaßnahme“ in der jüngeren Stadtgeschichte, wie zu erfahren ist.

Das Carolinenstift, 1860 als Krankenhaus gebaut und bis 2008 auch als solches genutzt, wurde als Gesamtkomplex im Jahr 2011 von der neuwo als leerstehendes Gebäude mit weiteren auf dem Areal befindlichen Objekten erworben. Hierzu zählten das Schwesternhaus und das Verwaltungsgebäude aus den Jahren 1849/1850, das Gartenhaus und die Wäscherei aus dem Jahr 1902 und die 1928 errichtete Kapelle, das 1988 angebaute 6-geschossige Bettenhaus sowie eine Trafostation mit Notstromanlage und ein funktionstüchtiger innerstädtischer Hubschrauberlandeplatz. Teile der Bebauung wurden abgerissen, andere verkauft und wieder andere wie das Schwesternhaus und die Wäscherei wurden bzw. werden von der neuwo saniert.

Es begann eine umfangreiche und langfristige Planung und Genehmigungsphase, die fast zwei Jahre dauern sollte. Die Planung der Umnutzung von ehemaligen großen Krankenhausräumen – ja fast Sälen – zu nutzungsfähigen Wohnungen war eine große Herausforderung, so die Stadtverwaltung. 2013 sollte der ursprüngliche Baubeginn und 2015 die Fertigstellung der Maßnahme sein. Von vielen Widrigkeiten begleitet, war dann schließlich am 5. März 2015 Baubeginn, Fertigstellungsdatum wird nunmehr der 31. Oktober 2020 sein.

Auch die Baukosten „entwickelten sich dynamisch“. Aus ursprünglich geschätzten Kosten von ca. zehn Millionen Euro wurden letztlich 15,5 Millionen Euro. Knapp ein Drittel der Summe wurde mit Städtebaufördermitteln bezuschusst, knapp ein Drittel über Kredite finanziert, und das verbleibende Drittel sind Eigenmittel der Gesellschaft.