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Fotos(2): Florian Schuh

Am Sonntag hat das 11. at.tension-Festival geendet. Vier Tage lang wurde das Gelände des Kulturkosmos Müritz e.V. in Lärz zu einem Ort des Staunens, der Begegnung und der künstlerischen Vielfalt mit mehr als 80 Produktionen, hunderten Künstler:innen aus der ganzen Welt und tausenden Besucher:innen. Mit einer neuen Außenbühne in Mirow wirkte das Festival über das Kulturkosmos-Gelände hinaus.

„Die at.tension zeigt, was entsteht, wenn Menschen aus unterschiedlichen Ländern, Generationen und Lebenswelten zusammenkommen und gemeinsam etwas auf die Beine stellen“, sagt Suse von Essen vom Kulturkosmos Müritz e.V. „Kunst und Kultur schaffen Räume für Begegnung, für Neugier und für neue Perspektiven. Das ist Essenz einer offenen und freien Gesellschaft – und der Gegenpol zur grauen Welt von Ausgrenzung, Scheuklappen und Hass.“

Orte der Zusammenkunft und der Vielfalt sind auch vor dem Hintergrund der erschreckenden Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt von großer Bedeutung: „Wenn die Gefahr droht, dass Rechtsextremismus, Rassismus, Intoleranz und Menschenverachtung die Regierung übernehmen, muss die Zivilgesellschaft umso mutiger und entschlossener handeln. Lasst uns noch viel mehr Räume der Verbundenheit schaffen und diese zur gesellschaftlichen Normalität werden lassen“, so von Essen weiter.

Vor dem Hintergrund des Rechtsrucks beteiligt sich der Kulturkosmos e.V. über das Festival hinaus am zivilgesellschaftlichen Bündnis „Alle zusammen“ in Mecklenburg-Vorpommern.

Ein Festival, zwei Orte und unzählige Begegnungen

Vom 3. bis 6. September wurde das Gelände des Kulturkosmos Müritz e.V. in Lärz zu einem Ort des Staunens, der Begegnung und der künstlerischen Vielfalt für die etwa 8.000 angereisten Gäste und ihre etwa 2.000 Kinder. 

Hangars, Freiflächen, Zirkuszelte, die alte Landebahn und zahlreiche weitere Spielstätten auf dem rund 100 Hektar großen Kulturkosmos-Gelände verwandelten sich in Bühnen für internationales Theater. Das Publikum erlebte ein vielfältiges Programm von mehr als 80 Produktionen aus Zirkus, Straßentheater, Figurentheater, Tanz, Performance, Konzerten, Lesungen, Diskussionen und Kinderprogramm. Das at.tension Festival ist dabei unabhängig von öffentlichen Geldern.

Mit der Außenbühne auf der Schlosswiese in Mirow hat die at.tension in diesem Jahr ein neues Kapitel aufgeschlagen. Bereits am 1. September eröffnete dort das Festivalprogramm. Bis einschließlich 5. September präsentierten internationale Künstler:innen ein eigenständiges Programm außerhalb des eigentlichen Festivalgeländes. 

Die Premiere der neuen Spielstätte in Zusammenarbeit mit der Stadt Mirow zeigt, wie das Festival noch stärker in die Region hineinwirken und neue Begegnungen zwischen Kunst, Publikum und lokalen Akteur:innen ermöglichen kann. 

Dank an Künstler:innen, Crews und Publikum

Getragen wird die at.tension von einem großen Netzwerk aus ehrenamtlich Engagierten, Vereinen, Kollektiven und Unterstützer:innen aus der Region und weit darüber hinaus. Mehr als 2.000 Mitwirkende sorgten dafür, dass aus dem ehemaligen Flugplatzgelände für einige Tage eine einzigartige internationale Kulturlandschaft entstehen konnte.

Der Kulturkosmos Müritz e.V. bedankt sich bei allen Künstler:innen, Crews, ehrenamtlichen Helfer:innen, Partner:innen und Unterstützer:innen, die das Festival möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank gilt auch dem großartigen Publikum, das das Festival mit Charme, Offenheit, Begeisterung und Neugier begleitet hat. Die 11. at.tension ist vorbei – die nächste Ausgabe des Festivals findet vom 7.-10. September 2028 statt.

Über die at.tension

Das at.tension Festival ist ein zweijährlich stattfindendes, interdisziplinäres Theaterfestival, kuratiert, organisiert und realisiert von Akteur:innen des Kulturkosmos Müritz e.V. und einem weitreichenden Netzwerk von Unterstützer:innen.

Seit der ersten Ausgabe im Jahr 2006 hat sich die at.tension zu einem international wahrgenommenen Festival für zeitgenössischen Zirkus, Theater, Tanz und Performance entwickelt. Das rund 100 Hektar große Gelände des Kulturkosmos in Lärz bietet mit Flugzeughangars, einer alten Landebahn, Zirkuszelten sowie zahlreichen Park- und Freiflächen außergewöhnliche Spielstätten für künstlerische Experimente und internationale Produktionen.

Fotos(2): Jasper Wessel