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Tagesarchiv 28. März 2017

Louisen-Gedenkstätte sorgt für viel Diskussionsstoff

28 Dienstag März 2017

Posted by Strelitzius in Geschichte

≈ Ein Kommentar

Schlagwörter

Hohenzieritz, Kultur, Mecklenburg-Strelitz, Museum, Neustrelitz

Gespannte Aufmerksamkeit herrschte im Kulturquartier.

Die Wogen zwischen Verteidigern und Neugestaltern der Louisen-Gedenkstätte in Hohenzieritz scheinen erst einmal etwas geglättet. Vielleicht eine Art Burgfrieden. Am Ende gab es sogar höflichen Applaus für einen wie erwartet brillanten Vortrag der Experten Dr. Friederike Drinkuth und Dr. Jörg Meiner. Besonders auf die Annalise-Wagner-Preisträgerin, die ich vor Jahren bei der Sanierung des Mirower Schlosses kennen und schätzen gelernt habe, hatte ich mich gefreut. Ich wurde am heutigen Dienstagabend im Neustrelitzer Kulturquartier einmal mehr nicht enttäuscht.

Dr. Friederike Drinkuth und Dr. Jörg Meiner in Aktion.

Die Frau hat es einfach drauf, für ihre Arbeit zu werben, und hat sich gleich ihrem Mitstreiter souverän geschlagen. Zum Abschied sagte sie mir noch, dass letztlich die Besucher entscheiden werden, ob das neue Konzept für diese so ganz besondere Gedenkstätte mit Kultstatus fruchtet. „Ein bisschen ist es wie auf hoher See.“ Am 3. Juni wird wiedereröffnet, die Macher stehen mächtig unter Zeitdruck, wie zu erfahren war. Mit der etwas nassforschen Formel von Stefan Wenzl, zuständiger Abteilungsleiter im Finanzministerium, derartige Experten könnten sich nicht irren und die Skeptiker sollten mal einfach Vertrauen in die Schlösserverwaltung haben, war hingegen wenig anzufangen. Da sind Drinkuth und Meiner wesentlich diplomatischer vorgegangen und haben, Gott sei Dank, auch das Gros der Diskussion bestritten.

Sie mussten sich vor allem mit dem Vorwurf des einladenden Vereins Kulturgut Mecklenburg-Strelitz auseinandersetzen, im Alleingang über die Umgestaltung der Gedenkstätte zu entscheiden und ihr im Zuge einer „Entmystifizierung“ die Seele zu nehmen. Das haben beide Wissenschaftler vehement in Abrede gestellt. „Louise kann man gar nicht ohne Herz betrachten“, betonte Dr. Friederike Drinkuth. „Das Emotionale und die Aura des Ortes halten wir hoch.“

Betrachtungsweise ist Kritikern zu nüchtern

Auch versuchten die Gäste aus Schwerin, den von den Vereinsrepräsentanten Dr. Rajko Lippert und Dr. Thomas Freund skizzierten Konflikt zwischen beiden Seiten zu entkräften, hervorgerufen durch angeblich zu nüchterne historische Betrachtung seitens der Experten. „Die Zeiten des Obrigkeitsstaates sind auch in Mecklenburg-Vorpommern vorbei“, hatte Freund, Staatssekretär a.D., zugespitzt. Man müsse mit den Leuten reden. Insofern sei die heutige Veranstaltung längst überfällig gewesen.

Drinkuth und Meiner versicherten glaubhaft, kein Gegeneinander zu wollen. Sie bedauerten, dass der Schlossverein Hohenzieritz nach seiner Selbstauflösung nicht mehr als Ansprechpartner zur Verfügung gestanden habe. Warum sie statt dessen nicht intensiven Kontakt zum Verein Kulturgut gesucht hatten, der sich in der Nachfolge sieht, blieb allerdings ziemlich offen. Viel Zeit habe eben nicht zur Verfügung gestanden.

Hans-Joachim Engel

Hans-Joachim Engel, der 18 Jahre bis zur Schlüsselübergabe die Gedenkstätte geleitet hatte, wollte sich eigentlich zurückhalten. Der 82-jährige Daniel-Sanders-Preisträger konnte seine Enttäuschung aber nicht verhehlen. Kritische Töne schlug auch Herzog Georg Borwin zu Mecklenburg an. In einer von Lippert verlesenen Grußadresse äußerte er seinen Eindruck, dass es in Schwerin an Rücksicht gegenüber den Ehrenamtlichen mangele, die der Gedenkstätte zu einer beachtlichen Blüte verholfen haben. Nach den ihm vorliegenden Informationen sei das neue Ausstellungskonzept „nur bedingt geeignet, den Ort und seine Aura zu würdigen“. Auch der Herzog fordert mehr Kommunikation.

Sterbezimmer der Königin kann jetzt betreten werden   

Die Konzeption aus Schwerin für die Gedenkstätte wiederzugeben, würde den Rahmen dieses Blogbeitrages sprengen. Das Sterbezimmer, künftig, betretbar und die beiden Vorräume werden völlig neu gestaltet, Medienstationen halten Einzug, Möbel und historische Kunstwerke werden auf wenige kostbare Stücke beschränkt. Die von mir respektlos Toilettengrün genannte Wandfarbe ist übrigens mit der Denkmalpflege abgestimmt und geht auf eine historische Quelle zurück.

Jeder hat die Gelegenheit, sich ab dem Pfingstsamstag selbst eine Meinung zu bilden. Dann kann er sich auch auf einer Nachbildung der berühmten Autografentafeln verewigen, die der Gedenkstätte erhalten geblieben sind. Ich finde das Konzept fairerweise zumindest spannend, auch wenn es so ganz anders ist als das gewohnte. Und sollte die neue Ausstellung ein Misserfolg werden? Dr. Thomas Freund: „Vielleicht gestalten wir die Gedenkstätte Hohenzieritz in dem Fall noch einmal um.“

Nachtrag: Noch am Abend hat Dr. Rajko Lippert mir seine Sicht auf die Veranstaltung geschickt. Sie ist als Kommentar zu diesem Beitrag nachzulesen.

Fahrerin landet bei Zwenzow nach Wildwechsel im Wald

28 Dienstag März 2017

Posted by Strelitzius in Polizei

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Schlagwörter

Mecklenburgische Kleinseenplatte, Mirow, Unfall, Verkehr

Ein Stück Wild ist am heutigen Dienstagmorgen gegen 7.55 Uhr einer 30-jährigen Autofahrerin zwischen Zwenzow und Mirow zum Verhängnis geworden. Die Frau befuhr mit ihrem Mitsubishi die L 25, als sie wegen des Tieres plötzlich nach rechts ausweichen musste. Dabei gelangte sie zunächst auf den rechten Randstreifen, bevor sie nach links schleuderte und dann mit dem Heck ihres Pkw gegen einen am linken Fahrbahnrand stehenden Straßenbaum stieß.

In der weiteren Folge rutschte der Pkw ca. zehn Meter in den Wald hinein und kam dort an einem weiteren Baum zum Stehen. Die Fahrerin wurde durch den Aufprall leicht verletzt und kam zur weiteren Behandlung mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Neustrelitz. Der Pkw war nicht mehr fahrbereit und wurde abgeschleppt. Es entstand ein Gesamtschaden von ca. 4000 Euro.

Eigentor: Junger Mann fährt unter Drogen mit dem Auto zur Kripo

28 Dienstag März 2017

Posted by Strelitzius in Polizei

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Schlagwörter

Kriminalität, Leute, Mecklenburgische Seenplatte, Verkehr, Waren

Ein klassisches Eigentor hat sich ein 29-jähriger Mann in Waren geschossen. Er befand sich gestern zu einer Vernehmung bei der Kripo in der Müritzstadt, als dem Ermittler auffiel, dass sein Gegenüber offenbar unter dem Einfluss von Drogen stand und mit seinem Fahrzeug zur Vernehmung gekommen war.

Nun muss sich der 29-Jährige wegen Fahrens unter Einfluss von Betäubungsmitteln
verantworten. Es folgte eine Blutprobenentnahme und die Einleitung eines weiteren Ermittlungsverfahrens.

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71 Jahre, Wesenberg in Mecklenburg-Strelitz, Diplomjournalist, Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband

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