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Neustrelitz setzt weiter auf die dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern in Wohnungen. Das hat Bürgermeister Andreas Grund gestern in einem Telefonat mit mir betont. „Gemeinschaftsunterkünfte machen wenig Sinn, wenn nach Abschluss des Asylverfahrens und Erteilung des Bleiberechtes doch Wohnungen für die Menschen gebraucht werden“, so das Stadtoberhaupt. So sehe er die geplante  Belegung der Förderschule am Tiergarten kritisch.

Eigentlich war ich auf der Suche nach einer Kontaktadresse für meinen Leser Mathias Montag, der seine ungenutzte Eigentumswohnung in Neustrelitz für Asylbewerber zur Verfügung stellen will. Der Landkreis hatte mich an die Stadt verwiesen, das Bürgerbüro der Stadt wieder an den Landkreis. Auf meinen Einwand im Rathaus wurde mir sogar eine kreisliche Hotline angeboten. „Die gewählte Rufnummer ist ungültig“, war bei Anruf dort zu erfahren. „Dann kann ich nur noch unseren Bürgermeister empfehlen, der kennt sich mit allen Angelegenheiten rund um die Asylbewerber aus“, so letztlich die freundliche Bürgerdame.

Und Andreas Grund kennt sich aus. Er rief mich zurück und verwies erneut an den Landkreis, wo jetzt ein Koordinator namens Enrico Kruse unter anderem für Angebote privater Wohnungsbesitzer zuständig sein soll. Ich schreibe hier mal gleich noch dessen Telefonnummern auf: 0395 570875863 oder
0171 9364986. Der Landkreis miete dann bei Bedarf die Wohnungen über sein Unterbringungsmanagement an. Grund bat auch um Verständnis, dass hier noch nicht alles geordnet läuft. Das sei der schwierigen Situation geschuldet, die erst nach und nach in den Griff zu bekommen sei.

Die Belegung kommunaler und genossenschaftlicher Wohnungen mit Flüchtlingen in Neustrelitz wird nach Auskunft Grunds über die Neuwo koordiniert. „Aus dem privaten Bereich hatten wir bislang erst zwei, drei Angebote, die wir auch weitervermittelt haben. Wir waren aber noch nicht auf diesen Wohnraum  angewiesen.“