Über Nachhaltigkeit kann man viel diskutieren, aber noch besser ist es, sie aktiv zu leben. Aus diesem Grund ist dem CDU-Gemeindeverband Röbel/Müritz die Unterstützung der Artenvielfalt besonders wichtig. So fand nun bereits zum sechsten Mal ein gemeinsamer Aktionstag mit den Hortkindern aus Röbel statt.
In der ersten Winterferienwoche trafen sich neun CDU-Mitglieder mit rund 50 Hortkindern aus den Horten „Dat Röwelsche Görnhus“ und „AWO Gotthunskamp“ sowie ihren Erzieherinnen auf dem Elefantenspielplatz, um 30 Nistkästen anzubringen. Diese Brutkästen wurden in den vergangenen Herbstferien im Rahmen eines Projekts zusammen mit den Kindern gebaut und anschließend von ihnen bemalt. Nun war der große Tag gekommen, um einen idealen Platz für die Nisthilfen zu finden.
Geschichten von Seeadler bis Zaunkönig und von Singvögeln, die nicht singen können – so der Titel des nächsten MiM-Vortrages am 15. November um 18.30 Uhr im Müritzeum in Waren. Claus Weber, Referent des nächsten MiM-Vortrages im Müritzeum, ist Experte für die Vögel im Serrahner Teil des Müritz-Nationalparks und berichtet am 15. November von seinen Erkenntnissen und Erlebnissen der letzten Jahrzehnte. Er selbst ist im Serrahner Wald aufgewachsen und hat diesen freiwillig nie länger als 24 Stunden verlassen, beschreibt Weber seine besondere Beziehung zu diesem Waldgebiet. Als Sohn des engagierten Naturschützers Hubert Weber, der als Revierförster in Serrahn arbeitete und dann die Vogelschutz- und spätere Naturschutzstation aufbaute und leitete, erlebte Claus Weber unzählige Geschichten mit den heimischen Vögeln hautnah mit und hat diese immer wieder genau beobachtet. Später, als er dann selbst in der Naturschutzstation und anschließend in der Umweltbildung des Nationalparks arbeitete, gab er sein umfangreiches Wissen bei Führungen an viele Besuchende weiter.
Beim nächsten MiM-Vortrag nimmt er alle Gäste mit auf eine virtuelle Tour durch den Serrahner Buchenwald. Er berichtet von der Geschichte dieser alten und ursprünglichen Wälder und der ornithologischen Arbeit seit über 40 Jahren. Hierzu wird Claus Weber auf die dort lebenden Vogelarten eingehen und den Zuhörenden erläutern, warum ausgerechnet sie zu den sogenannten Zeigerarten gehören. Etwas genauer nimmt der Vogelexperte anschließend noch die Werkzeuge der Federtiere unter die Lupe und beleuchtet unter anderem die Fragen: Wozu benutzen Vögel konkret ihren Schnabel und ihre Krallen? Was kann man zum Federkleid der einzelnen Arten sagen? Und was können wir tun oder in einigen Fällen auch besser lassen, damit unsere gefiederten Freunde auch weiterhin so zahlreich bei uns zu finden sind?
Es wird ein bild- und geschichtenreicher Vortrag mit vielen spannenden Informationen über unsere heimische Vogelwelt. Der Vortrag ist kostenfrei, das Müritzeum bittet um eine Spende.
Ein Leben mit der Sonne statt nach der Uhr, faire partnerschaftliche Beziehungen, Gewaltverzicht und klimaneutrale Mobilität – was können wir von Vögeln lernen? „Nestwärme“ ist ein überraschendes Buch von Ernst Paul Dörfler über das Sozialverhalten unserer gefiederten Nachbarn – und eine augenzwinkernde Aufforderung, das eigene Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
Im Müritz-Nationalpark wandert der vielfach ausgezeichnete Naturschützer am 3. Juli mit Interessierten rund um Boek durch ursprünglichen, artenreichen Wald und erzählt humorvoll vom geheimen Leben der Vögel. Los geht die circa dreistündige Wanderung um 10 Uhr an der Nationalpark-Information in Boek. Der Unkostenbeitrag beträgt fünf Euro, Teilnehmer unter 18 Jahren zahlen nichts.
Nils Beyer und Finja Scholl haben die „Stunde der Gartenvögel“ im BÄRENWALD vorbereitet. Fotos: Petra Konermann/BÄRENWALD Müritz
Am kommenden Wochenende, 13. und 14. Mai, beteiligt sich der BÄRENWALD Müritz an der bundesweiten Nabu-Aktion „Stunde der Gartenvögel“, bei der die Zahl der Vögel im eigenen Umfeld erfasst werden. Wer Lust hat, kann an zwei Tagen den BÄRENWALD besuchen und an eigens ausgewiesenen Stationen im Park mitzählen. Der Nabu veranstaltet jährlich eine Stunde der Gartenvögel und ruft dazu auf, die deutsche Artenvielfalt zu erforschen.
An dem Aktionswochenende im BÄRENWALD Müritz soll aber nicht nur gezählt werden: Wer Lust hat, der kann zum Beispiel an Vogel-Exkursionen am Sonnabend, 13. Mai, um 9 Uhr und am Sonntag, 14. Mai, um 14 Uhr mit Experten durch den BÄRENWALD teilnehmen und viel Wissenswertes zu den gefiederten Bewohnern des Waldes erfahren. Anmeldungen sind dazu unter Tel. 039924 79118 notwendig, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Kleiner Tipp: Gäste der Vogelkunde-Führungen können gern eigene Ferngläser mitbringen, falls vorhanden.
Kleiber sind überall zu sehen und an ihrem markanten Ruf zu erkennen. Foto: http://www.photosimon.cz – Petr Simon – Adobe Stock
Im Frühling vereinen sich die vielen unterschiedlichen Vogelgesänge zu einer stimmgewaltigen Sinfonie des Waldes. Der Ranger des Müritz-Nationalparks nimmt Interessenten im April mit auf Entdeckertour. Dann heißt es: Genau hingehört! Der Ranger weiß, wer da singt. Vor allem aber übersetzt er die geheime Sprache der Vögel. Ist es tatsächlich eine Liebeserklärung die da vertont wird, oder versuchen die gefiederten Musiker aus voller Kehle ihr Revier abzustecken? Vielleicht werden auch Artgenossen mit lautstarkem Gezeter vor drohender Gefahr gewarnt.
Getreu dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ wird dazu eingeladen, die vielfältige Vogelwelt des Müritz-Nationalparks zu erkunden. Frühaufsteher und Musikliebhaber kommen sicher auf ihre Kosten.
„Das gefiederte Volk und seine geheime Sprache“
Wo? Steinmühle bei Carpin, Parkplatz Jugendwaldheim
Wann? Sonnabend, 22. April 2023, 06:00 bis 09:00 Uhr, etwa sechs Kilometer
Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hebt die am 16.01.2023 erlassene Allgemeinverfügung zur Aufstallung von gehaltenen Vögeln in Risikogebieten und in Haltungen mit 1000 oder mehr Tieren ab morgen auf (siehe Anhang). Die Aufhebung wurde heute auf der Internetseite des Landkreises bekanntgegeben und ist wie immer auch unter dem Navigationspunkt Tierseuchen veröffentlicht. Wie Dr. Guntram Wagner, Amtsleiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes mitteilt, sind nach der aktuellen Risikobewertung durch die zuständigen Veterinärmediziner die Gründe für die Aufstallung des Geflügels im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte entfallen.