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2. Bundesliga Nord, Humann Eessen, Mecklenburg-Strelitz, Nachbetrachtung, PSV Neustrelitz, Volleyball

Im dritten Pflichtspiel des neuen Jahres mussten die Volleyballer des PSV Neustrelitz ihre erste Niederlage im Kalenderjahr 2025 hinnehmen. Nach zwei überzeugenden Siegen gegen den ETV Hamburg (3:0) und die VC Juniors Frankfurt (3:2) aus der Hinrunde unterlagen die Residenzstädter im ersten Rückrundenspiel denkbar knapp VV Humann Essen mit 2:3 (Strelitzius berichtete kurz). „Diese Niederlage schmerzt, vor allem, weil wir es mehrfach in der Hand hatten“, zeigte sich Marc Lessing, der Sportliche Leiter des PSV, enttäuscht nach dem Spiel. Vor heimischer Kulisse in der Strelitzhalle verpasste es die Mannschaft, die Partie für sich zu entscheiden, und musste die Gäste aus Nordrhein-Westfalen jubeln lassen.
Mit 14 Punkten steht der PSV weiterhin auf Tabellenplatz 8. Essen revanchierte sich damit für die 2:3-Niederlage im Hinspiel und machte den Kampf um den Klassenerhalt für beide Teams noch spannender, schätzt mein Blogpartner Jesco Genzmer, Außenangreifer beim PSV, in seiner Nachbetrachtung ein.
Starker Start des PSV
Vor etwa 500 begeisterten Fans legten die Neustrelitzer einen Traumstart hin. Mit präzisen Aufschlägen und effektiven Angriffen setzten sie die Gäste früh unter Druck und zogen schnell davon. Die Hausherren dominierten das Geschehen klar und sicherten sich den ersten Satz mit einem deutlichen 25:15.
Doch im zweiten Durchgang kippte das Spiel. Die Essener, die zuvor eine Niederlagenserie von fünf Spielen zu verkraften hatten, fanden zunehmend ihren Rhythmus und stellten den PSV vor größere Herausforderungen. Bis zum 19:19 lieferten sich beide Teams ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Dann jedoch häuften sich die Fehler auf Seiten der Neustrelitzer, was den Gästen die Chance eröffnete, die Führung zu übernehmen. Mit einem Endspurt entschieden die Essener den Satz mit 25:22 zu ihren Gunsten und glichen damit aus.
Im dritten Satz entwickelte sich erneut ein spannender Schlagabtausch. Der PSV erarbeitete sich zunächst eine komfortable Führung und lag beim Stand von 17:12 scheinbar auf Kurs. Doch anstatt den Vorsprung souverän zu verteidigen, schlichen sich Unkonzentriertheiten ein. Essen nutzte die Schwächephase der Hausherren konsequent, kämpfte sich Punkt für Punkt heran und glich aus. In der entscheidenden Phase behielten die Gäste aus Essen die Nerven und holten sich den Satz knapp mit 25:23.
Im vierten Durchgang zeigte das Team von Trainer Stefan Meingast jedoch eine beeindruckende Reaktion. Nach einem ausgeglichenen Start fanden die Neustrelitzer zu ihrem Spiel zurück. Mit druckvollen Aufschlägen und einer stabilen Defensive gingen die PSV-Mannen deutlich in Front und ließen den Essenern keine Chance. Mit einem klaren 25:14 sicherte sich der PSV den Satz und zwang das Spiel in den Tiebreak.
Entscheidung im Tiebreak
Im fünften Satz erwischten die Gäste den besseren Start und zogen auf 5:1 davon. Doch der PSV kämpfte sich zurück und glich beim Stand von 10:10 aus. Am Ende war es der VV Humann Essen, der den dritten Matchball nutzte und mit einem 17:15 den Tiebreak sowie die Partie für sich entschied.
„Wir haben alles gegeben, aber leider in den entscheidenden Momenten zu viele Fehler gemacht“, so Kapitän Paul Sprung abschließend. „Jetzt heißt es, die Köpfe schnell wieder hochzubekommen und den Fokus auf die nächsten Spiele zu legen.“ Denn am kommenden Samstag reisen die Neustrelitzer zum Vorjahresmeister TuS Mondorf nach Bonn.








