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Jutta Wegner stellt den Alternativvorschlag des Bündnisses vor. Foto: „B96 – Ausbau: So Nicht!“

Zu einer Diskussionsveranstaltung zum geplanten Ausbau der B 96 kamen am vergangenen Dienstag im Gemeindehaus Blumenholz mehr als 80 Bürgerinnen und Bürger zusammen, um sich über den aktuellen Stand zu informieren. Eingeladen hatte das Aktionsbündnis „B 96-Ausbau – So nicht!“, das sich seit mehr als zehn Jahren intensiv mit dem Thema befasst.

Zu Beginn stellte das Schweriner Planungsteam den etwas mehr als 20 Kilometer langen Bauabschnitt zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg vor – mit einigen Überraschungen für die Anwesenden. Denn zur ursprünglichen Planung gab es einige Änderungen. Diese sah bisher vor, parallel zum jetzigen Verlauf der Bundesstraße einen dreistreifigen Ausbau vorzunehmen und war vom Aktionsbündnis und den anliegenden Gemeinden heftig kritisiert worden. Hochsensible Naturräume, Ortsanbindungen, Wege für Forst- und Landwirtschaft wären damit nicht ausreichend berücksichtigt worden.

Dreistreifig auf der alten Trasse

Abweichend von diesem ersten Vorschlag sieht der aktuelle Planungsstand nun den Ausbau der dreistreifigen B96 auf der alten Trasse vor. Es sind zudem großzügige Grünbrücken für den Wildwechsel, Unterführungen für Kleintiere und Amphibien sowie mehr Anbindungen für die Ortschaften in der Region eingeplant. Auch Radwege wurden teilweise in der Bauplanung berücksichtigt. „Der neue Vorschlag zeigt, dass es zu besseren Ergebnissen führt, wenn wir miteinander im Gespräch bleiben. Gleichzeitig sind noch nicht alle Herausforderungen aus dem Weg geräumt, die der Ausbau mit sich bringen wird“, betont Annett Beitz vom BUND Neubrandenburg und ebenfalls Mitbegründerin des Aktionsbündnisses. „Die jeweiligen Anbindungen der
Ortschaften werden ein Thema für die entsprechenden Gemeinden, in deren Baulast die Zuwegungen übergehen werden. Auch die Querung des Nonnenbachtals, naturschutzfachlich ein besonders sensibles Areal, muss in meinen Augen nochmal intensiv betrachtet und geprüft werden.“

Gewinn für Einwohner und Natur

„Wir freuen uns über den nunmehr vorgestellten Ausbauvorschlag, der in zentralen Punkten entscheidend angepasst wurde. Der Ausbau der B 96 führt nicht mehr schnell an der Region vorbei, sondern nimmt die Menschen mit. Das ist ein Gewinn für die Bürgerinnen und Bürger und die sensible Natur in diesem Planungsabschnitt“, sagt Jutta Wegner, Landtagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN und Mitgründerin des Aktionsbündnisses. Sie stellte im Rahmen der Veranstaltung den Alternativvorschlag der Initiative vor.

Der Flächenverbrauch, insbesondere durch die häufig parallel zur neuen B 96 geführten Ortsanbindungen sei nach Einschätzung des BUND zudem immer noch sehr hoch. Das Aktionsbündnis wird sich nun intensiv mit dem am Dienstag vorgestellten Planungsstand beschäftigen und eine kritische Bewertung vornehmen. Die Öffentlichkeit wird zu gegebener Zeit dazu informiert. Weitere Informationen zum Aktionsbündnis „B96-Ausbau: So Nicht!“ im Internet unter www.b96-ausbau-so-nicht.de.