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Stehende Ovationen für unsere Jungs vom PSV Neustrelitz heute Abend im Volleyballtempel am Glambecker See. In der 2. Bundesliga Nord schlägt das Team von Coach Jonathan Kendrick Scott den VV Humann Essen mit 3:1 (25:17, 24:26, 25:18, 25:18) und sichert sich damit die volle Punkteausbeute.

Eigentlich hat der PSV trotz des knapp verlorenen zweiten Durchgangs während der gesamen Partie keinen Zweifel daran gelassen, wer die Chefs in der Halle sind. Zwischenzeitlich hatten die Essener gelernt das Spiel der Gastgeber zu lesen, aber auch darauf wusste der Trainer eine Antwort. „Wir haben mit Cordian Daniluk und Tom Orzelski zwei sehr gute Zuspieler, die aber trotzdem unterschiedlicher nicht sein können. Das macht unser Angriffsspiel so variabel“, erklärte Scott.

Tom Orzelski (vorn links) und Cordian Daniluk mit der Nummer 5 sind zwei begnadete Zuspieler.

Orzelski wurde Ende des zweiten Satzes für Daniluk aufs Parkett geschickt, die PSV-Mannen packten ihr bestes Spiel aus und nach zunächst noch verbissenem Kampf um jeden Punkt waren die Sätze 3 und 4 eine klare Angelegenheit. Ricardo Galandi immer mal wieder durch die Mitte, Maximilian Auste, Paul Sprung und Lucas Grofe ballerten aus allen Rohren, und der PSV-Block war hocheffektiv. Dazu wurde stark aufgeschlagen, mehr kann man kaum erwarten.

Ausdrücklich hervorheben möchte ich die heutige Leistung des jungen Jesco Genzmer, der eine glänzende Karriere vor sich haben dürfte. Sein älterer Bruder Jacob und Routinier Oliver Heß teilten sich die Libero-Aufgabe in gewohnter Zuverlässigkeit. Alles in allem eine geschlossene Mannschaftsleistung. „Ich bin sehr zufrieden“, so auch das Fazit des Trainers. „Keine Minute habe ich an unserem Erfolg gezweifelt, auch wenn es zeitweise eng wurde. Die Mentalität war heute unsere größte Stärke.“

Ricardo Galandi

Als bester PSV-Spieler wurde Ricardo Galandi ausgezeichnet. Die Neustrelitzer rangieren auf Rang 4 der Tabelle, punktgleich mit den drittplatzierten Kielern, die aber noch ein Spiel weniger haben. Am 13. November treten unsere Volleyballer beim USC Braunschweig an.

Die Bombenstimmung in der sehr gut gefüllten Strelitzhalle ging nicht nur auf die glänzende Vorstellung der Volleyballer am hohen Netz zurück. Die Mädels von Streetdance Neustrelitz unter ihrer Chefin Jana Büttner heizten den Fans mit mehreren Auftritten kräftig ein und zeigten beachtliches synchrones Können, gepaart mit attraktiven Choreografien. Ich muss zu meiner Schande geschehen, die Truppe bislang nicht wirklich auf dem Schirm gehabt zu haben. PSV-Volleyballchef Patrick Scholz hat mich dankenswerterweise mit der Leiterin zusammengeführt, und ich habe ihr meine Unterstützung dabei zugesichert, das Ensemble noch bekannter zu machen.

Hoffnungsvolles Talent: Jesco Genzmer, hier im Angriff.
Jonathan Kendrick Scott war mit der Vorstellung seiner Jungs hochzufrieden und würdigte vor allem deren Mentalität.
Streetdance Neustrelitz: Die Mädels heizten die Stimmung in der Halle mächtig an. Tolle Idee, sie hier auftreten zu lassen.