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Er hat es wieder getan, der Neustrelitzer Radsportamateur Jöran Hill (58) ist sozusagen Wiederholungstäter. Letztes Jahr bei seiner ersten Teilnahme an Europas größten Einzelzeitfahren über 47,2 km rund um den Attersee in Österreich hatte er sich nach eigener Aussage in der zweiten, der bergigen Hälfte „total abgeschossen“ und sich „nie wieder“ geschworen. Aber der Ehrgeiz nagte dann doch an meinem Blogfreund, es noch einmal zu versuchen und die Zeit zu verbessern. Und es hat geklappt: Im vergangenen Jahr fuhr er 1:05,58, was in der Altersklasse Platz 13 und in der Gesamtwertung den 92. Platz bedeutete. In diesem Jahr erstrampelte er sich in 1:03,02, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 45 km/h entspricht, Rang 9 unter 92 gemeldeten Fahrer in seiner Altersklasse und in der Gesamtwertung Platz 40.

Laut Veranstalter gab es 1358 Starter aus 26 Ländern, Profis und Amateure, auf der Piste im Kampf um die Krone für den ,,King of the Lake“, kurz KOTL genannt. „Ich habe mich mit dem KOTL versöhnt, wir sind doch noch Freunde geworden“, so Jöran Hill nach dem Wettkampf im Gespräch mit Strelitzius. „Es war eine Wahnsinnsstimmung bei einem Wahnsinnsrennen, das selbst für Profis im Einzelzeitfahren wegen seiner Länge eine echte Herausforderung darstellt.“