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An der Bundesstraße 193 beginnt am Montag, 6. September, der zweite Bauabschnitt des straßenbegleitenden Radweges von Brustorf nach Penzlin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte). Der erste Bauabschnitt zwischen Neustrelitz und Peckatel bis Höhe Klein Vielener See ist bereits in den Jahren 2018 und 2019 hergestellt worden. Mit dem zweiten Bauabschnitt wird nun ein weiterer Teilabschnitt der verbleibenden Lücke geschlossen.

Der zweite Bauabschnitt ist rund vier Kilometer lang. Er beginnt auf Höhe des Klein Vielener Sees und endet in Penzlin an der Kreuzung B193/Warener Chaussee. Dort schließt der geplante Radweg direkt an die bestehende Überquerung für Radfahrende an. Das voraussichtliche Bauende ist für Juni 2022 vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro und werden vom Bund getragen.

Der Radweg trägt zur Erhöhung der Verkehrssicherung bei und dient auch der Schulwegsicherung. Die Linienführung wurde unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten festgelegt, insbesondere dem vollständigen Erhalt der geschützten Biotope. Dies betrifft sowohl die Hecken- und Gehölzbestände als auch die Alleebäume entlang der B 193.

Die Radwegtrasse verläuft an der östlichen Seite der Bundesstraße hinter den vorhandenen Feldhecken und Straßengräben etwa parallel zur Fahrbahn und überwiegend auf landwirtschaftlichen Flächen. Um eine verkehrssichere Radweganbindung an die Kreisstraße 10 zu gewährleisten, ist von der Einmündung der K 10 bis zur Kreuzung B193/Warener Chaussee eine beidseitige Radwegführung vorgesehen.

Die im Baubereich befindlichen Bushaltestellen bleiben erhalten. Lediglich die Bedarfshaltestellen am „Gehöft Neustrelitzer Straße 4“ (beidseitig) werden für den Schülerverkehr nicht mehr genutzt und damit zurückgebaut. Die Geh- und Radwegführung wird an die verbleibenden Haltestellenstandorte entsprechend angepasst. Die im Baubereich befindlichen Warteflächen werden neu ausgebaut und barrierefrei gestaltet.

Neuaufbau einer Allee

Für die unvermeidbaren Eingriffe in Natur und Landschaft – wie die erforderlichen Baumfällungen, die Rodung von Gehölzen sowie die Versiegelung von Flächen infolge des Radwegneubaus – werden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen trassennah beidseitig der B 193 umgesetzt. So ist der Neuaufbau einer Allee entlang der B 193 vorgesehen. Die Radweganordnung wurde so vorgenommen, dass zwischen Straßengraben und der Radverkehrsanlage eine Baumreihe gepflanzt werden kann. Die Pflanzung selbst ist eine gesonderte Baumaßnahme, deren Umsetzung unmittelbar nach Fertigstellung der baulichen Anlage erfolgt.

Eine Sperrung der Bundesstraße ist während der Bauphase nicht vorgesehen, da der Abstand zwischen der Fahrbahn und dem Baubereich ausreichend groß ist. Lediglich in Bereichen mit fahrbahnnaher Linienführung, zum Beispiel an Überquerungsstellen, Durchlässen, Bushaltestellen und an der Einmündung der K 10, muss der Verkehr auf der B 193 temporär halbseitig geführt werden.

Der Busverkehr ist während der gesamten Bauzeit möglich. Ebenfalls wird die Erreichbarkeit der im Ausbaubereich befindlichen Objekte für Einsatz- und Rettungsfahrzeuge sowie für die Müllabfuhr gewährleistet.