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Im Juli waren in der Mecklenburgischen Seenplatte 231 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im Juni, insgesamt 10.876. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,4 Prozent. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres sind es 1.048 Arbeitslose weniger.

„Der Arbeitsmarkt in der Seenplatte erholt sich weiter von den Folgen der Corona-Pandemie. Und das trotz Ferienzeit“, sagt Thomas Besse, Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur. „Damit setzt sich den fünften Monat in Folge die Besserung auf dem Arbeitsmarkt fort. Daran konnte auch ein Anstieg sogenannter Übergangs- oder Sucharbeitslosigkeit bei jungen Menschen – die ihre Ausbildung abgeschlossen haben, im Ausbildungsbetrieb nicht übernommen wurden oder zumindest noch keinen Anschlussvertrag erhalten haben – nichts ändern. Viele dieser jungen Menschen werden schon in den kommenden Tagen und Wochen einen Job oder eine Ausbildung gefunden haben. Vorausgesetzt, sie haben einen Abschluss. Denn der Bedarf an Fachkräften ist groß.“

Für den Arbeitsagenturchef holt der Arbeitsmarkt in der Seenplatte Teile der Jobverluste aus der Corona-Krise wieder auf. „Wir sind auf einem guten Weg, die durch Corona aufgebaute Arbeitslosigkeit schrittweise abzubauen. Gründe sind sinkende Infektionszahlen und die damit einhergehende wirtschaftliche Erholung. Viele Arbeitgeber benötigten jetzt verstärkt Personal, um Aufträge abarbeiten zu können. Die Unternehmen reduzieren weiter die Kurzarbeit. Das sind gute Zeichen für eine schrittweise Erholung. Trotzdem bleiben große Herausforderungen, bis am Arbeitsmarkt das Niveau von vor der Krise erreicht ist.“

Für Besse passt zum Saisonbild, „dass die Zahl der Arbeitslosmeldungen nach dem Jobverlust – überwiegend durch das Zusammentreffen mehrerer Kündigungstermine (Ende des Monats/Quartal/ Halbjahr) gegenüber dem Vormonat zugenommen hat. Insgesamt übersteigen aber die Arbeitsaufnahmen die Arbeitslosmeldungen. Das stimmt weiter zuversichtlich.“

Mit Blick auf die weiter abnehmende Kurzarbeit sagt der Arbeitsagenturchef: „Kurzarbeit hat sich in der Krisenzeit als echter „Game-Changer“ bewährt. Wir geben damit Unternehmen Planungssicherheit, sichern Arbeitsplätze und verhindern Arbeitslosigkeit. Ohne Kurzarbeit läge die Arbeitslosigkeit noch einmal deutlich höher“, sagt Thomas Besse. Nach aktuellen Hochrechnungen befanden sich im März 2021 7.630 Mitarbeitende aus 1.150 Unternehmen in Kurzarbeit.