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Ein unscheinbarer Kasten seitlich am Bus verbirgt die Radartechnik, die den NVB-Busfahrern wie hier Paul Woller, die Übersicht erleichtern. Fotos: Neubrandenburger Stadtwerke
Eine LED-Leuchte im Sichtbereich des Fahrers zeigt an, wenn Gefahr droht. Zusätzlich ertönen kurze Pieptöne.

Abbiegeassistenten sorgen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr für Fußgänger und Radfahrer. Die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe (NVB) haben in diesem Jahr acht Stadtbusse mit einem solchen Sicherheitssystem nachrüsten lassen. Das letzte Fahrzeug wurde heute übergeben. Insgesamt sind jetzt zwölf NVB-Busse mit der Technik unterwegs.

Taucht eine potenzielle Gefahr im toten Winkel des Busses auf, wird der Fahrer sowohl optisch als auch akustisch gewarnt und kann so schnell reagieren. Bei einem Stadtbus ist der tote Winkel so groß, dass sich dort mehrere Fußgänger oder Radfahrer aufhalten können, ohne vom Busfahrer im Seitenspiegel gesehen zu werden. Die nachgerüsteten Abbiegeassistenten überwachen diesen Bereich mit Radar-Technik und können zwischen bewegten und stationären Objekten unterscheiden.

Die Umrüstung der Busse hat EvoBus übernommen, ein Tochterunternehmen der Daimler AG, mit dem die NVB seit vielen Jahren kooperieren und das die Busse herstellt, die in Neubrandenburg zum Einsatz kommen.

Die Bus-Flotte der NVB umfasst derzeit 30 Stadtbusse. Sie ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich erneuert worden. Die vier neuesten Modelle sind bereits serienmäßig mit Abbiegeassistenten ausgestattet. Acht Fahrzeuge der sogenannten C2-Serie konnten nun zusätzlich mit dem radarbasierten System nachgerüstet werden. Dafür haben die Verkehrsbetriebe rund 27.000 Euro investiert, unterstützt vom Bundesamt für Güterverkehr. Für ältere Busse der NVB ist aus technischen Gründen keine Umrüstung möglich. Sie werden in den kommenden Jahren durch neue Fahrzeuge ersetzt.