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Angelika Hofstetter beeindruckt als Ismene. Foto: Christian Brachwitz

An diesem Sonnabend ist der Welttag des Theaters, der seit seiner Premiere 1961 in über 80 Ländern zelebriert wird. Er ging aus der Initiative des finnischen International Theatre Institute (ITI) hervor. Zum Welttheatertag gehören Sonderveranstaltungen und öffentliche Aktionen, die in diesem Jahr online stattfinden müssen. Alle Videos werden während des gesamten Tages am 27. März gestreamt und können auf den Websites des ITI Worldwide und des World Theater Day aufgerufen werden.

Auf diesen Plattformen finden sich auch die Beiträge der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz. Auf http://www.tog.de werden sie am 27. und 28. März ebenfalls kostenfrei abrufbar sein. Der Besucher findet einen musikalischen Gruß der Neubrandenburger Philharmonie. Die Violinistin Renate Frenzel spielt „Fantasie Nr. 10 D-Dur für Violine“ von Georg Philipp Telemann (1681-1767).

Und außerdem kann man den Monolog „Ismene, Schwester von“ von Lot Vekemans sehen. Angelika Hofstetter spielt die unbekannte Tochter von König Ödipus und Schwester von Antigone. Dreitausend Jahre hat Ismene geschwiegen. Zerrissen zwischen Schuldgefühlen, Selbstvorwürfen und der Sehnsucht nach einem ganz „normalen Leben“ rechnet sie mit sich und ihrer berühmten Familie ab. Hinter ihrem Gespräch mit uns Nachgeborenen steht außerdem die Frage, wann die Kette der blutigen Kriege endlich unterbrochen wird…

Zum Abschluss aus der offiziellen Botschaft des Welttheatertages 2021 von Theater-, Film- und Fernsehschauspielerin sowie Oscar-Preisträgerin Helen Mirren:

„Dies ist eine sehr schwere Zeit für die darstellenden Künste, für viele Künstler*innen, Techniker*innen und Handwerker*innen in einem ohnehin von Unsicherheit geprägten Beruf. Vielleicht aber hat diese stets präsente Unsicherheit sie fähiger gemacht, diese Pandemie mit Witz und Mut zu überstehen. Schon jetzt drückt sich ihre Fantasie unter diesen neuen Umständen in einfallsreichen, unterhaltsamen und bewegenden Formen der Kommunikation aus – größtenteils dank des Internet. Menschen haben einander Geschichten erzählt, seit sie auf diesem Planeten sind. Und solange wir hier leben, wird es die wunderbare Kultur des Theaters geben. Der Schaffensdrang von Schriftstellern*innen, Designern*innen, Tänzern*innen, Sängern*innen, Schauspielern*innen, Musiker*innen und Regisseur*innen wird niemals erstickt werden und in sehr naher Zukunft mit neuer Energie und einem neuen Verständnis für die Welt, die wir alle teilen, wieder aufblühen. Ich kann es kaum erwarten!“

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