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Bürgerinitiative, Gegenwind, Mecklenburgische Seenplatte, Penzlin, Weitblick Open Air, Windkraftgegner

Am vergangenen Samstag fand auf dem Marktplatz in Penzlin die 2. Weitblick Open Air Veranstaltung statt. Bei mildem Frühherbstwetter versammelten sich ab 16 Uhr zahlreiche Einheimische, Touristen und Interessierte aus ganz Mecklenburg-Vorpommern auf dem Penzliner Marktplatz. Durch das Programm führten Marie Feldt und Peter Müller, die auch vielfältige Informationen zum Thema Windkraft gaben.
An den Informationsständen der Bürgerinitiative Gegenwind Penzliner Land konnte man anschaulich sehen, wie sich das Landschaftsbild verändern würde, wenn der Windkraftausbau gemäß den Planungen trotz der Einwände geschehen würde. Der Bürgerinitiative und vielen Unterstützern geht es um den Erhalt der historischen Kulturlandschaft, der ländlichen Räume, der Lebensqualität für Menschen und Tiere und um eine wirtschaftliche, vernunftgeleitete Energiepolitik. Es gab zudem Informationsmaterial über die Vogelflug- und Rastgebiete in Mecklenburg-Vorpommern und über die gern verschwiegenen negativen Auswirkungen von Windkraftanlagen sowie eine Postkartenaktion an die Landesregierung. Hier zeigte sich einmal mehr, dass die Forderung, unsere Lebensräume und Landschaften zu bewahren, auch als freundlicher und kultureller Appell geäußert werden kann.
Mit dem Glockenklang der Penzliner Kirche begann die Veranstaltung und wurde schwungvoll vom Männerchor Penzlin eingeleitet. so manch einer sang die eingängigen Lieder mit. Das Bühnenprogramm wurde u.a. von Harald Wandel, Maximo Farah, Christian Pörschke, Ralf Bombe Bomberg, B. J. N., Bärbel Röhl, Heidi und Fritzi Fiedel, Henri Stabel, Collec Tiv gestaltet. Das Organisationsteam hat in wochenlanger Vorbereitung für jeden Geschmack etwas ins Programm gestellt und auch für das leibliche Wohl war mit Eis, Getränken und Speisen hinreichend gesorgt. Das Kinderprogramm mit Basteln von Mosaikfliesen und dem Gestalten von Hulahoop-Reifen bot auch für die Kleinen etwas.
Alle Teilnehmer und Besucher freuen sich auf eine 3. Weitblick Open Air Veranstaltung im nächsten Jahr.

Moin,
hier wird auf einige der Gegenargumente eingegangen:
https://www.tagesschau.de/faktenfinder/windenergie-klima-100.htmlFaktencheck
Zusammengefasst gibt es in meinen Augen drei Arten von Gegenargumenten:
-vollkommen ohne belegbaren Hintergrund wie die Sorge vor Infraschall
-inhaltlich zwar korrekt, aber die Relationen vollkommen außer Acht lassend: Windräder töten Vögel, das stimmt, aber im Vergleich zu Hauskatzen, Autos, Zügen, Glasscheiben an Gebäuden usw. in absolut vernachlässigbarem Ausmaß; ähnlich irrelevant ist der Klimaschaden durch SF6-Leckagen. Das gibt es zwar, aber nicht in relevanter Größenordnung
-zutreffend (Ästhetik (jedenfalls für viele Menschen) , Speicher- und Netzausbau sind hinterher und kosten viel Geld)
Gern übersehen werden aber die Vorteile von Windenergie. Vor allem zu nennen sind da die drei größten Punkte
+Klimakrise
+die Unabhängigkeit von externen Lieferanten wie Russland, Saudi-Arabien und USA
+die Unabhängigkeit von Wassernähe zur Kühlung.
Darüber hinaus können Windenergieanlagen klammen Gemeinden bei der Finanzierung helfen und sind in MV mittlerweile ein echter Wirtschaftsfaktor, wie z.B. aktuell die Großaufträge für die Neptunwerft und der angekündigte Bau des Rechenzentrums bei Dummerstorf zeigen. Des weiteren versiegeln sie vergleichsweise wenig Fläche pro Energie, und ihre Stromgestehungskosten sind erheblich geringer als die der fossilen Energieträger oder von Atomstrom.
In meinen Augen überwiegen die Vorteile also deutlich, auch wenn es Nachteile gibt. Ich finde es legitim dagegen zu sein, aber es wäre schön, wenn dann auch eine Alternative aufgezeigt werden würde, statt sich aufs „Bloß-nix-Ändern!“ zu beschränken.