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Ich habe ja nicht so schnell eine Ladehemmung, wenn es um das Schreiben geht. Aber diesmal schiebe ich eine Buchempfehlung schon mindestens drei Wochen vor mir her, weil ich kleines Licht einfach nicht die richtigen Worte finde. Zu genial im Umgang mit der Sprache und zugleich zu abgefahren sind die Zamonien-Märchenbücher für Erwachsene von Walter Moers, alias Hildegunst von Mythenmetz. Sie sind vor Weihnachten gänzlich im Taschenbuchformat im Penguin Verlag München erschienen. Natürlich mit den Illustrationen von Moers, die die Paperbacks erst recht zu wahren Schätzen machen. Ich verneige mich tief vor dieser ungeheuren Kreativität, einfach nur beneidenswert.

Dass ich überhaupt an die Edition geraten bin, habe ich einer der netten Wilke-Buchhändlerinnen in Neustrelitz zu verdanken, die gleich mir auf Fantasy steht. Sie war sich gar nicht sicher, ob ich Feuer fange. Ich bin ihrer vorsichtigen Anregung gefolgt, habe „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“ und „Ensel und Krete!“ regelrecht verschlungen und bin nun süchtig. Meine Holde schüttelt nur den Kopf und amüsiert sich köstlich darüber, wie mich die groteske Lektüre fesselt. In meinem Alter! Immer wieder konnte ich nicht an mich halten und musste meiner besseren Hälfte ganze Abschnitte vorlesen. Heute war ich wieder bei Wilkes und habe die nächsten drei Bücher geordert, um voller Sehnsucht und Erwartungsfreude auf den Kontinent Zamonien zurückzugelangen. Grundsätzlich muss man die Reihenfolge des Erscheinens der Romane nicht einhalten, aber schaden kann es auch nicht.

Eigentlich wollte ich mich bei der Tippgeberin noch bedanken, aber die war heute nicht im Dienst. Deshalb auf diesem Weg: Volltreffer!!! Dafür bin ich auf die mir genauso liebe Krimi-Expertin des Ladens getroffen und habe inspiriert „Die Stimme“ von Spiegel-Bestsellerautor S. K. Tremayne nach Hause getragen. Sobald ich aus Zamonien zurück bin, treffe ich mich mit Alexa. Die heißt aus rechtlichen Gründen Electra, ist ein Home Assistent, weiß von dunken Momenten und kennt keine Gnade… Mal sehen, ob sie es in den Blog schafft.

Zuletzt atemlos gemacht hat mich übrigens Sebastian Fitzeks Psychoknaller „Der Heimweg“, auch in der Strelitzer Straße 8 erstanden. Keine Frage, dass ich die Empfehlung weitergebe. Das Buch ist nicht umsonst in tiefes Schwarz getaucht. Es geht extrem unter die Haut, Gänsehaut wäre untertrieben, nichts für schwache Nerven. Unbedingt besorgen!