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Diana Goede im Gespräch mit Bürgern auf dem Neustrelitzer Markt.

Die SPD-Direktkandidatin Diana Goede fordert, gemeinnützige Angebote in der Region verbindlich und über mehrere Jahre abzusichern, statt sie jedes Jahr neu über Anträge laufen zu lassen. Anlass sind Fragen von Besucherinnen und Besuchern ihres Grillstandes am Montag auf dem Neustrelitzer Marktplatz.

Rund 60 Menschen kamen am Mittag auf den Markt, wo Goede gemeinsam mit Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus am Grill stand. Beim Mittagssnack wurde gefragt nach Schule, Facharztterminen oder danach, wie man im Alter über Land mobil bleiben kann. Und wiederholt danach, wie es mit den Begegnungsstätten im Ort weitergeht.

„Ich hatte mit vielem gerechnet, aber nicht damit, dass mich mehrere Leute unabhängig voneinander fragen, ob es das Mehrgenerationenhaus in fünf Jahren noch gibt. Das war die ehrlichste Frage des Tages“, sagt Diana Goede.

Treffpunkt im Ort ist Vorsorge

Goede, die seit 18 Jahren in der Pflege arbeitet, ordnet die Einrichtungen ausdrücklich als Teil der Gesundheitsversorgung ein und betont: „Das sind Orte, an denen bei uns Menschen zusammenkommen, die sonst allein zu Hause sitzen würden. Wer dauerhaft allein ist, hat ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen. Ein Treffpunkt im Ort ist Vorsorge. Und er ist günstiger als alles, was danach an Folgekosten entsteht.“

Die Finanzierung gemeinnütziger Angebote sollte auf mehrere Jahre umgestellt werden, das Land sollte sich fest daran beteiligen. „Diese Häuser leben von Jahresbescheid zu Jahresbescheid. Im Frühjahr weiß niemand, ob es im Herbst weitergeht. Dann kann man Stellen nicht zuverlässig besetzen und niemandem versprechen, dass es den Treffpunkt im nächsten Jahr noch gibt. Ich kämpfe für mehrjährige Zusagen statt jährlich neuer Anträge und dafür, dass das Land sich fest daran beteiligt. Das gilt für das Mehrgenerationenhaus genauso wie für die AWO, die Volkssolidarität und die anderen Träger bei uns“, erklärt Diana Goede.

Ehrenamt: Koordination muss bezahlt werden.

Die Evaluation des Bundesprogramms Mehrgenerationenhaus weise die Gewinnung und Bindung Freiwilliger als größte Herausforderung der Einrichtungen aus. Goede war selbst in der Freiwilligen Feuerwehr und als Rettungsschwimmerin aktiv, später im Elternbeirat, heute ist sie Sprecherin des Schulbeirats der Evangelischen Schule Neustrelitz.

Die Kandidatin macht deutlich: „Dass man das Ehrenamt unterstützen muss, sagen im Wahlkampf alle. Ich sage dazu, was daraus folgt. Wer Dienste einteilt und Menschen koordiniert, braucht jemanden, der diese Koordination bezahlt bekommt, und zwar über das laufende Jahr hinaus. Sonst hängt ein ganzes Angebot an zwei engagierten Menschen, und wenn die aufhören, ist es zu. Das gilt für den Seniorentreff genauso wie für den Sportverein und die Feuerwehr.“

Wo Diana Goede bis zur Wahl noch zu treffen ist

  • Dienstag, 15. September, 18:00 bis 20:30 Uhr: „Noch Fragen? Komm vorbei“, offener Abend im Coworking Space, Strelitzer Straße. Es gibt Kaffee, sonst nichts: keine Anmeldung, kein Programm, keine Rede.
  • Mittwoch, 16. September, 10:00 bis 14:00 Uhr: letzter Infostand in der Strelitzer Straße vor dem Kaufland. Mittwoch ist Markttag in Neustrelitz.

Zur Person. Diana Goede arbeitet seit 18 Jahren in der Pflege, den größten Teil davon in der Anästhesie- und Intensivpflege, heute als hauptamtliche Praxisanleiterin am DRK-Krankenhaus Neustrelitz, und hat berufsbegleitend Berufspädagogik und Pflegewissenschaften studiert. Sie ist Mutter von drei Kindern. Der Wahlkreis 21 umfasst Neustrelitz, Mirow, die Feldberger Seenlandschaft und die umliegenden Gemeinden. Gewählt wird am Sonntag, dem 20. September.