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Unter dem Motto „Fünf nach zwölf“ haben Gastronomen und Hoteliers mit gepackten Koffern auf dem Warener Marktplatz auf ihre coronabedingte Situation aufmerksam gemacht (Strelitzius berichtete). Sie folgten einer Einladung des Dehoga Mecklenburgische Seenplatte. Mit dabei auch Bürgermeister der Region, darunter das Neustrelitzer Stadtoberhaupt Andreas Grund. Er schrieb im Anschluss an die eindrucksvolle Demonstration in seiner Funktion als Kreisvorsitzender des Städte- und Gemeindetages an die Vorsitzende des Regionalverbandes Mecklenburgische Seenplatte des Dehoga, Sandra Kallisch-Puchelt.

„Völlig verständlich die einzelnen Redebeiträge über Unmut, Fassungslosigkeit, Ratlosigkeit, Existenz- und Zukunftsangst und die nicht enden wollenden Appelle an die Politik, an Landes- und Bundesregierung. Auch die Verknüpfung von Wirtschaft, Gastgewerbe, Handel und Versorgung bis hin zu unserer Attraktivität als Tourismusland und -standorte in der Seenplatte stellte sehr gut die derzeit nicht gesicherte Perspektive einer ganzen Branche dar“, betonte Grund.

Den eingeladenen und anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sei noch einmal verdeutlicht worden, welches Sonderopfer seitens der Hotellerie und Gastronomie seit Monaten gebracht wird – ohne zu wissen, wie es wann weitergeht – und ohne jegliche Einnahmen, dafür aber mit weiterlaufenden Kosten…

„Wir als Vertreter der Städte und Gemeinden fühlen uns nicht nur mitbetroffen, wir sind es auch. Sind es doch Ihre Betriebe, die unsere Gäste beherbergen und versorgen, Feiern und Festen einen Ort geben und Veranstaltungen erst ermöglichen. Auch die kommunale touristische Infrastruktur ist mit betroffen, wenn Sie und die Unternehmen dieser Branche keine Planungssicherheit bekommen und bald erfahren, ob und wann es eine Saison 2021 geben wird“, stellte der Neustrelitzer Bürgermeister in seinem Schreiben heraus.

Richtige Tipps könne er natürlich nicht geben, was man noch tun könnte, um bei Regierungen angemessene Aufmerksamkeit zu bekommen. Er wolle sich bemühen, so Grund, dass vom kommunalen Spitzenverband über ein Positionspapier Unterstützung kommt.

Andreas Grund bei der Demonstration in Waren.