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Passt Petersilie aus Rödlin zu chinesischem Essen? Unbedingt, wie wir heute feststellen durften. Nach einem eher dünnen Glühwein unterwegs und dem schwergefallenen Verzicht auf die am selben Ort offerierte Pilzpfanne hat das Kraut an heimischer Tafel einem ohnehin geschmacksintensiven Sichuan-Schweinefleisch mit Paprika zur Explosion verholfen. Mein Dank geht einmal mehr an meine Blogfreundin Marlies, in deren Garten die glatte Petersilie zur Hochform aufgelaufen ist. Die Nase zwischen die gesponsorten Stengel versenkt, und schon war ich in Kochlaune.

Meine asiatische Rezeptsammlung habe ich lange nicht bemüht, letzte Chance vor der traditionellen Küche der Weihnachtszeit. Die Holde hat immer eine Schweinelende im Eisschrank, die ich in dünne Scheiben geschnitten und mit zwei Esslöffeln Sojasauce und Chiliflocken mariniert habe. Zwei kleine Zucchini und zwei Karotten habe ich gestiftelt, zwei Lauchstangen in dünne Ringe geschnitten und zwei rote Paprika in schmale Streifen.

In einer Wok-Pfanne habe ich in einem Esslöffel Olivenöl das Fleisch temperaturmäßig gnadenlos angebraten und anschließend in die Wärmeschublade verfrachtet. Dann habe ich einen weiteren Esslöffel Olivenöl in den Wok gegeben und darin bei maximaler Hitze zunächst mit dem Rührholz zwei Minuten lang Lauch und Paprika bewegt. Dann wurden Karottenstreifen und Zucchini-Stifte zum Mittanzen in der Pfanne eingeladen. Das Gemüse salzen.

Zwischenzeitlich habe ich eine Wildreismischung gegart. Ich brauche meine Beilage, die Holde eher nicht. Außerdem wurden zwei Esslöffel Speisestärke und zwei Esslöffel Sojasauce sowie ein Esslöffel Weißweinessig mit einem Viertelliter Wasser angerüht. Die Mischung mit dem Fleisch über das Gemüse geben, alles gut durchmischen und den Pfanneninhalt andicken lassen.

Mit dem Reis auftischen, die gehackte Petersilie darüberstreuen und rundum zufrieden sein. Rödlin und Sichuan, kein Problem. Gern auch mit Stäbchen aus der Schüssel.