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Irgendwie muss es raus. Weil, es ist so abartig, dass ich als Journalist einfach nicht daran vorbeikomme. Bevor mir talentbedingt noch ein paar bemäntelnde Sätze einfallen, hier die ungeschminkte Wahrheit. Meine Holde hat heute in der Spielwarenabteilung eines Kaufhauses in Neubrandenburg coronabedingt die Hüllen fallen lassen müssen.

Nicht alle, also die Hüllen, aber der Teilspriptease blieben meiner besseren Hälfte und mir in der Funktion des Kleiderständers und der Sichtschutzwand nicht erspart. Die Masken blieben natürlich vorschriftsmäßig an Ort und Stelle. Es galt zwei Pullover anzuprobieren, obwohl die Umkleidekabinen „vorübergehend gesperrt“ waren. Wir hielten das erst für eine Momentmaßnahme wegen Überfüllung. Nein, tatsächlich fühlte sich die Geschäftsführung wegen der Pandemierate zu der Maßnahme veranlasst. Und wir wollte nun nicht warten, bis die 7-Tage-Inzidenz wieder im grünen Bereich ist.

Großzügig wurde uns angeboten, die beiden Kleidungsstücke zu Hause anzuprobieren. Allein die Vorstellung Neubrandenburg-Wesenberg-Neubrandenburg-Wesenberg hat uns dann in die Spielwarenabteilung getrieben. Da war nicht so viel los wie zwischen den Kleiderständern, und ein Spiegel stand auch strategisch günstig. Einen kleinen Protest habe ich mir doch noch geleistet, auch wenn ich fern von allen Querdenkern bin. Ich bin doch glatt gegen die vorgeschriebene Laufrichtung aus dem Laden gewichen.