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Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mehren sich die Fälle von Infektionen, die sich auf Reisen im Inland zurückführen lassen: Rügen, Usedom, Erzgebirge. Das teilt die Kreisverwaltung am Abend mit.

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales meldet mit Stand heute (Freitag, 23.10.2020, 16.20 Uhr), für die zurückliegenden sieben Tage für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte 88 Neuerkrankungen. Das entspricht einer 7-Tage-Inzidenz von 34 Fällen je 100.000 Einwohner. Gestern sind im Landkreis fünf Patienten zur Behandlung in Krankenhäusern aufgenommen worden.

Landrat Heiko Kärger kündigte am Nachmittag an, dass er, ähnlich wie der Nachbarkreis Vorpommern-Greifswald, eine Allgemeinverfügung erlassen wird, die es Berufspendlern aus Polen möglich macht, ihrer Arbeit im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte nachzugehen.

Wegen der wachsenden Zahl der Ansteckungen wird immer wieder gefragt, ob das Gesundheitsamt noch in der Lage ist, die Kontakte nachzuverfolgen. Dank der Stärkung aus anderen Ämtern der Kreisverwaltung und der tatkräftigen Unterstützung der Bundeswehr, ist das bisher noch möglich. Auch sind viele der Betroffenen inzwischen sensibilisiert, dass sie besser Auskunft zu ihren Kontakten geben können. Trotzdem ist das nicht einfach, weil die Erfassung der Kontakte auf einige Tage zurückgreifen muss. Vor allem zwei Tage vor dem symptomatischen Ausbruch der Krankheit wird der Virus sehr leicht übertragen. Also in einer Zeit, in der die Betroffenen noch gar nicht merken, dass sie sich angesteckt haben.

Besorgte Bürger an der Hotline

Bei der Corona-Hotline des Landkreises melden sich immer wieder Bürger, die besorgt sind, weil sie mit einem Bekannten Kontakt hatten, der wiederum Kontakt hatte, zu einer positiv getesteten Person. Sie möchten wissen, ob sie sich nun in Quarantäne oder zum Test begeben müssen. Jedoch können die freundlichen Mitarbeiterinnen am Telefon beruhigen: Wer nicht vom Gesundheitsamt informiert wird und ohnehin keine Symptome der Krankheit hat, ist nicht betroffen. Er sollte sich und andere natürlich weiter schützen, Kontakte meiden und die Hygieneregeln einhalten.

In diesem Zusammenhang wird ausdrücklich auch noch einmal darauf hingewiesen, dass die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im ÖPNV gilt. Die Regelung betrifft  laut Landesverordnung auch das Tragen der Maske an Bushaltestellen. Die Corona-Hotline des Landkreises ist unter der Telefonnummer 0395 570877777 am Sonnabend und Sonntag jeweils von 9 bis 13 Uhr zu erreichen.