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Wesenbergs Kinochefin Christiane Bongartz ist von der Berlinale zurück und hat mit „Little Women“ passend zum Frauentag gleich einen hochkarätigen Film im Programm. „Auch wenn es sich um die Verfilmung eines historischen Romans handelt, so sind die aufgeworfenen Fragen noch immer hochaktuell. Wie finden Frauen trotz gesellschaftlicher Beschränkungen Ihren eigenen Weg und wie schaffen sie es, auch gegen Widerstände diesen zu gehen und sich selbst dabei treu zu bleiben“, so die Cineastin.

Zum Inhalt: Die vier March-Schwestern Jo (Saoirse Ronan), Meg (Emma Watson), Amy (Florence Pugh) und Beth (Eliza Scanlen) wachsen Mitte des 19. Jahrhunderts in der von starren Geschlechterrollen dominierten Gesellschaft der Vereinigten Staaten auf. Ihr Vater dient im Bürgerkrieg, ihre Mutter (Laura Dern) kümmert sich um die Familie, arbeitet und hilft im Dorf wo sie kann. Je älter die vier Schwestern werden, desto deutlicher erkennen sie, welche Hindernisse ihnen bei ihrer Selbstbehauptung als Frauen in den Weg gelegt werden. Gleichzeitig wird ihnen dadurch aber auch klar, wie sehr sie sich letzten Endes doch unterscheiden.

Während die stolze Jo etwa Schriftstellerin werden will und das gesellschaftliche Rollendiktat als Gemahlin und Mutter ablehnt, folgt Meg ihrem Herzen in die Ehe. Amy hingegen will ihre Einzigartigkeit durch die Malerei ausdrücken und studiert in Frankreich. Männer interessieren die vier Frauen weniger. Lediglich der Nachbarsjunge Laurie (Timothée Chalamet), der sich in Jo und die Familie March verliebt, findet schnell einen Platz bei den Marchs.

Schnellentschlossene können „Little Women“ heute um 20.15 Uhr sehen, außerdem läuft der Film morgen um 16.30 und um 19.30 Uhr, am Dienstag um 17 Uhr und am Mittwoch um 20 Uhr. Zusätzlich im Programm am Dienstag um 20 Uhr die Schweiger-Komödie „Die Hochzeit“ (Strelitzius berichtete).