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Der katastrophale Waldbrand bei Lübtheen im Sommer dieses Jahres hat dringende Fragen hinsichtlich des Katastrophenschutzes aufgeworfen. Foto: NonstopNews Müritz

Die GRÜNEN wollen in der Sitzung des Kreistages Seenplatte am 16. Dezember über eine entsprechende Vorlage den Landrat beauftragen, bis zum 31. März kommenden Jahres einen Zeit- und Arbeitsplan vorzulegen, um die Lücken in der Katastrophenschutzplanung hinsichtlich munitionsbelasteter Flächen im Landkreis zu beheben. Bis Ende kommenden Jahres soll dann ein vollständiges Konzept erarbeitet sein.

Der Antwort auf eine Anfrage der GRÜNEN zu „Katastrophenschutzplänen und Waldbrandschutz in munitionsbelasteten Gebieten“ hat die Fraktion entnommen, dass die Landkreisverwaltung den gesetzlichen Anforderungen nicht genügt. Derzeit liegt lediglich für eine einzige der aufgeführten Flächen, den ehemaligen Truppenübungsplatz Granzin, ein solcher Plan vor.

„Angesichts insbesondere des katastrophalen Waldbrandes bei Lübtheen im Jahr 2019 ist dieser gesetzeswidrige Zustand unhaltbar und muss schnellstmöglich abgestellt werden“, so die Fraktion. Zusätzliche Brisanz entstehe dadurch, dass derzeit „für die Brandbekämpfung in munitionsbelasteten Waldgebieten keine speziellen Fahrzeuge in unseren Feuerwehren“ vorhanden sind und entsprechend die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, die im Katastrophenfall helfen müssen, in einem Einsatzplan geregelt werden müsse

Bei der öffentlichen Fraktionssitzung am 2. Dezember um 18.30 Uhr im Brauhaus Waren, Am Tiefwarensee 1, erwartet die GRÜNE Kreistagsfraktion Kai Seiferth, Dezernent und 1. stellvertretender Landrat, sowie Axel Chudy, Kämmerer des Kreises, als Gäste. Schwerpunkt des Gesprächs ist die Haushaltsplanung 2020.