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Beim Rundgang durch das Zentrum wurde auch in der Lehrküche Station gemacht, vorn links Silvio Witt, hinten von links Kai Seiferth, Lorenz Caffier und Dirk Rautmann.

Das Regionale Berufsbildungszentrum Neubrandenburg GeSoTec in der Sponholzer Straße 18 bis 22 ist am Montag mit geladenen Gästen offiziell eingeweiht worden. Bei dem sanierten Gebäudekomplex handelt es sich um eine der größten Investitionsvorhaben des Landkreises, sagte Vize-Landrat Kai Seiferth in seiner Ansprache. Der Landkreis investierte mehr als acht Millionen Euro in die Baumaßnahme.

Zur Einweihungsveranstaltung reiste auch Innenminister Lorenz Caffier an. Er betonte, wie wichtig dieser Schulstandort ist, da junge Menschen mit einer guten Ausbildung eine Perspektive in der Region erhalten. Das Land Mecklenburg-Vorpommern stellte zwei Millionen Euro Fördermittel für den Bau zur Verfügung. Außerdem zugegen Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt.

Das Bildungszentrum bietet Ausbildungsberufe im Bereich Gesundheit, Sozial- und Sonder­pädagogik, sowie Technik, woraus sich auch die Abkürzung GeSoTec ergibt. Schulleiter Torsten Sommer war sichtlich glücklich, dass nach der zweijährigen Bauphase nun ein funktionales und gut ausgestattetes Schulgebäude vom Kollegium und den Schülern genutzt werden kann.

Berufsschule in neuem Glanz

Der Landkreis erbte von der Stadt Neubrandenburg im Zuge der Kreisgebietsreform mit der beruflichen Schule einen stark sanierungsbedürftigen und denkmalgeschützten Gebäudekomplex. Der Berufsschulkomplex wurde 1957 gebaut und erforderte eine grundlegende Instandsetzung. Susann Milatz, Geschäftsführerin des ausführenden Architekturbüros erinnerte sich zurück: „Wir fanden starke Schäden an der Bausubstand und eine starke Durchfeuchtung im Gebäude vor.“ Heute erscheint Haus A und Haus C im neuen Glanz und der damalige Zustand lässt sich nur noch anhand von früheren Fotos erahnen.

Weitere Million für dritten Bauabschnitt

Aber nicht nur die Gebäude, sondern auch das Außengelände mit seinen Wegeführungen wurden vom Architekturbüro neu gestaltet. Es erfolgte die Umlegung der Einfahrt und die Umwidmung einiger Straßen auf dem Gelände, da ebenfalls eine Neugestaltung der Freiflächen geplant war. Die Außenanlagen sind noch im Bau und stellen den dritten Bauabschnitt dar. Hierfür ist eine weitere Million eingeplant, so Dirk Rautmann, Leiter des Schulverwaltungsamtes.

Nach den offiziellen Worten auf der Bühne im neuen multifunktionalen Saal konnten die Lehr-, Fach- und Gruppenräume besichtigt werden. Außerdem durfte auch ein Blick in die Räume der Schulleitung geworfen werden. Geplant sind noch die Ausstattung der Elektro- und Technikkabinette sowie ein „Grünes Klassenzimmer“.

Im Regionalen Berufsbildungszentrum werden über 1.500 Schüler unterrichtet. Die hohe Schülerzahl kommt zustande, da kürzlich die Zusammenlegung der beruflichen Schule „Wirtschaft, Handwerk und Industrie“ mit der beruflichen Schule des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums durchgeführt wurde. Die theoretische Ausbildung erhalten Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, Kranken- und Altenpfleger, Physiotherapeuten und Medizinisch-technische Radiologieassistenten daher nun in der Sponholzer Straße.