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In der zweiten Hälfte machte die TSG mehr Druck, ohne wirklich gefährlich unterwegs zu sein.

Lok Stendal hat die TSG Neustrelitz auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Erst in der Nachspielzeit gelang Djibril N’Diaye der Ausgleichstreffer zum 1:1 (0:1), nachdem die Gastgeber im Neustrelitzer Parkstadion 35 Minuten in Überzahl nach Gelb-Rot wegen eines krassen Remplers gegen den durchbrechenden „Dieter“ nicht genutzt hatten. Nach einem Freistoß von Filip Luksik war „Dieter“ in der 94. Minute dann doch irgendwie an den Ball gekommen und hatte mit einem satten Schuss in die lange Ecke wenigstens einen Punkt für die Residenzstadt-Kicker gerettet. Um ehrlich zu bleiben, verdient hatten sie es nicht, bei allem verständlichen Jubel auf den Rängen.

Auf die Gefährlichkeit von Nick Stövesand hatten sich die Stendaler gut eingestellt.

Schon in der 15. Minute hätte es im Kasten der Grzegorczyk-Elf klingeln müssen, völlig frei stehend versemmelte ein Stendaler aus drei Metern Distanz das Leder über die Latte. In der 24. Minute waren die taktisch sehr clever spielenden Stendaler dann nach einer feinen Kombination durch Denis Neumann in Führung gegangen. TSG-Keeper Pavel Petkov dabei ohne Chance.

Die TSG fand über die gesamte Spielzeit nicht zu sich, auch wenn sie nach der Halbzeitpause den Druck deutlich erhöhen konnte. Trotz des Feldverweises versteckten sich die Gäste aber nicht, sondern fuhren nun einen Konter nach dem anderen, ohne den Platzherren wirkliche Möglichkeiten zu lassen. Aufreger in der 65. Minute, als der Ball wieder im TSG-Netz zappelte. Zum Glück erkannte die Pritzwalker Schiedsrichterin Sandra Stolz den Treffer nicht an. TSG-Kapitän Kevin Riechert als letzter Mann vor Keeper Petkov war per Stürmerfoul von den Beinen geholt worden.

Dennis Ladwig bedankt sich bei Djibril N’Diaye.

Trainer Tomasz Grzegorczyk bezeichnete nach der Partie gegenüber Strelitzius das Spiel seiner Elf als „echte Katastrophe. Die Jungs haben auch wirklich alles vergessen, was wir uns im Training erarbeitet haben. Sie haben unkonzentriert gespielt, sich jede Menge Fehlpässe geleistet, und wir können mehr als froh sein, dass wir hier noch einen Punkt gerettet haben.“ Der Coach, der schon vor der Begegnung im Gespräch mit mir vor Überheblichkeit gewarnt hatte, nahm keinen seiner Feldspieler von der Kritik aus.

Das letzte Wort habe ich TSG-Präsident Hauke Runge gegeben. „Offensichtlich hatten unsere Spieler die Partie in den Köpfen schon vorher gewonnen. Die Oberliga zeigt immer wieder, dass man keinen Gegner unterschätzen darf. Hier kann jeder jeden schlagen. Ich erwarte im Pokalspiel am kommenden Freitag um 19.30 Uhr in Malchow eine deutlich konzentriertere Leistung.“

Die TSG Neustrelitz jetzt mit zehn Punkten auf Platz 3 in der Tabelle hinter Tennis Borussia Berlin und den punktgleichen Greifswaldern.

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