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Mit Musik für Flöte und Orgel geht der Grüneberg-Orgelsommer in der Neustrelitzer Stadtkirche am kommenden Sonntag, den 28. Juli, um 17 Uhr, in die nächste Runde. Antje Dziemba (Flöten) und KMD Hans-Jürgen Küsel (Orgel) versprechen ihren Zuhörern ein sommerliches Konzertvergnügen mit Werken von Joseph Haydn, Christoph Graupner, Georg Philipp Telemann sowie den selten gespielten Barockmeistern Giovanni Antonio Canuti und Philibert de Lavigne. „Fantastische Flötenmusik“ des 1957 geborenen Schweizer Komponisten David Plüss findet ebenso ihren Platz im Programm.

Wie schon im vergangenen Jahr können sich die Konzertbesucher nun auch wieder auf ein Musikstück freuen, das einen direkten Bezug zum Herzogshaus Mecklenburg-Strelitz aufweist. Kein Geringerer als Wolfgang Amadeus Mozart widmete der aus Mirow stammenden britischen Königin Sophie Charlotte sein Opus 3 – “Sechs Sonaten für Cembalo, die man mit Begleitung der Violine oder Traversflöte spielen kann”, wie es auf dem Noten-Titelblatt im Jahre 1765 hieß. Im Frühjahr 1764 reiste der damals erst acht Jahre alte Mozart in Begleitung seines Vaters und seiner Schwester nach London. Dort wurde das Wunderkind auch zu Konzerten bei Hofe eingeladen und traf hier auf das Königspaar, das von seinen Fähigkeiten hellauf begeistert war. Möglicherweise spielte der kleine Mozart der Königin Sophie Charlotte bereits die sechs Sonaten (KV 10-15) vor, die er ihr kurz darauf zueignete. Einem Brief zufolge soll sich die Queen dies ausdrücklich gewünscht haben. 

Im Neustrelitzer Konzert wird am Sonntag die Sonate KV 10 erklingen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.