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Zeitzeuge Leon Schwarzenbaum

Der Regisseur Hans-Erich Viet stellt seinen Dokumentarfilm „Der letzte Jolly Boy“ über den heute 98-jährigen Holocaust-Überlebenden Leon Schwarzbaum, am morgigen Dienstag um 19.30 Uhr im Kino 1 der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz vor.

Der Dokumentarfilm „Der letzte Jolly Boy“ begleitet den jüdischen Holocaust-Überlebenden Leon Schwarzbaum über drei Jahre hinweg auf Reisen zu den Stätten seiner Vergangenheit. Schwarzbaum hat mehrere Konzentrationslager überlebt und sich erst im hohen Alter entschlossen, seine Erinnerungen weiterzugeben. Als Einziger seiner Familie überlebte er Auschwitz, Buchenwald und Sachsenhausen.

Leon Schwarzbaum, 1921 in Hamburg geboren und in der Nähe von Kattowitz aufgewachsen, war in seiner Jugend begeistert vom American Swing und sang in der A-capella-Band „Jolly Boys“. Doch mit Beginn des Zweiten Weltkrieges geriet sein Leben aus den Fugen, und die Verfolgung durch die Nationalsozialisten begann.

Auf der Suche nach Identität und Versöhnung begleitet der Film Leon Schwarzbaum zum Landgericht Detmold, wo er im Prozess gegen den SS-Mann Reinhold Hanning zum Nebenkläger wird und als einer der Hauptzeugen auftritt. Wir besuchen seine polnische Heimat Bedzin, und wir fahren gemeinsam nach Auschwitz. Außerdem begleiten wir Leon Schwarzbaum, wenn er im Gefängnis von Zeithain mit Insassen spricht und in der Talk-Sendung von Markus Lanz über seine Erfahrungen berichtet.