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Der Rundgang beginnt an der Stadtkirche. Foto: Steve Bey

Neustrelitz beteiligt sich auch in diesem Jahr am bundesweiten Tag der Städtebauförderung. In der Residenzstadt, die seit 1991 mit Hilfe von Förderprogrammen des Landes MV, des Bundes und der Europäischen Union restauriert wird, steht am kommenden Sonnabend, den 11. Mai, um 10 Uhr, ein Spaziergang zu ausgewählten Straßen, Wegen und Plätzen auf dem Programm. Der Amtsleiter für Stadtplanung und Grundstücksentwicklung Axel Zimmermann führt interessierte Besucher durch das Stadtzentrum. An zehn Beispielen wird er erläutern, welche Veränderungen die einzelnen Standorte infolge der Stadtsanierung erfahren haben. Zum Vergleich werden an den einzelnen Stationen Großfotos mit früheren Ansichten aufgestellt. Die Fotos werden anschließend noch zwei Wochen lang zu sehen sein. 

Der zweistündige Rundgang beginnt an der Stadtkirche am Markt. Über die Bruchstraße geht es unter anderem zum Carolinum, zum Christian-Daniel-Rauch-Platz und zum Bahnhofsvorplatz. Die Führung endet am Tiergarten.

Die Stadt Neustrelitz sieht die Erhaltung und Stärkung des historischen Stadtkerns als eine zentrale Aufgabe von hoher Priorität an, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. In dem 118 Hektar großen Fördergebiet der Neustrelitzer Innenstadt wurden von 1991 bis 2018 von privaten sowie öffentlichen Bauherren rund 109 Millionen Euro für Restaurierungen und Sanierungen von Gebäuden, Straßen und Plätzen investiert. In diesem Zeitraum wurden über 73 Millionen Euro als Fördermittel ausgereicht. Die Stadt Neustrelitz ist in der Regel zu einem Drittel mit Eigenmitteln an den Förderprogrammen beteiligt und hat darüber hinaus bislang rund 12,8 Millionen Euro zusätzlicher Eigenmittel für die Stadtsanierung bereit gestellt.

Allein im privaten Sektor wurden bisher 273 Modernisierungen von Gebäuden unterstützt. Die Gebäudemodernisierung nimmt einen Anteil von 26 Prozent an den Investitionen ein, gefolgt von Erschließungsmaßnahmen an Straßen, Wegen und Plätzen mit einem Anteil von rund 24 Prozent. Rund 13, 7 Prozent der eingesetzten Mittel kamen öffentlichen Einrichtungen zu Gute. Im vergangenen Jahr wurden unter anderem der Kanal- und Straßenbau in der Bruchstraße und in der Marienstraße fertiggestellt.