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Bisher hat sich die Polizei auf Präsenz im Umfeld des Fusion Festivals in Lärz beschränkt. Das soll sich nach dem Willen des Polizeipräsidenten nun ändern.

Die Veranstalter des Fusion Festivals in Lärz gehen davon aus, dass das Festival auch in diesem Jahr vom 26. bis zum 30. Juni stattfinden wird. Sie räumen in einem zu Wochenbeginn verbreiteten Newsletter aber ein, mit dem Gedanken einer Absage gespielt zu haben. Hintergrund ist ein schwelender Konflikt mit dem Polizeipräsidium Neubrandenburg. Die Polizei sieht das Festival als nicht mehr genehmigungsfähig an, wenn nicht auf dem Festivalgelände eine Polizeiwache eingerichtet und das Gelände von uniformierten und verdeckten Beamten bestreift wird. Die Polizei beruft sich dabei auf Sicherheitsrisiken, wie dem Newsletter zu entnehmen ist. Eine offensichtlich verbreitete Pressemitteilung der Polizei zu dem Thema ist Strelitzius nicht zugegangen.

Einer Petition gegen den geplanten Polizeieinsatz und für die Freiheit
der Kunst haben sich binnen weniger Stunden über 30.000 Menschen angeschlossen. Für den kommenden Mittwoch ist im Maxim-Gorki-Theater in Berlin eine Pressekonferenz angekündigt. Daran werden neben Vertretern des Kulturkosmos und dem Leiter des Sicherheitsdienstes sowie dem beauftragten Rechtsanwalt auch Mirows Bürgermeister Henry Tesch teilnehmen, heißt es.

Die Veranstalter können die Sicherheitsbedenken mit Verweis auf die über zwanzigjährige Geschichte des Festivals mit seinen jährlich mehr als 70 000 Besuchern und 1000 Künstlern nicht nachvollziehen. Es gäbe in dieser Gesellschaft wahrlich andere Anlässe und Orte, wo eine polizeiliche Präsenz wirkliche Gefahren abwehren könnte. Die Autoren des Newsletters sprechen von einem nicht hinnehmbaren fundamentalen Eingriff in ihre Festivalkultur und haben als Kompromiss die Einrichtung einer Wache außerhalb des Festivalsgeländes auf dem Flugplatz Lärz angeregt, was wiederum vom Polizeipräsidium als unzureichend abgelehnt wird.

„Wir haben uns daher entschlossen, uns mit allen uns zur Verfügung
stehenden juristischen Mitteln gegen eine Polizeipräsenz auf dem
Festivalgelände zur Wehr zu setzen. Wir werden diesen Abwehrkampf gegen eine polizeiliche Übernahme unseres Festivals auch auf politischer Ebene führen“, heißt es in der Stellungnahme, die ich hier ungekürzt wiedergebe: