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fennel-1133309_1280Von manchen Dingen weiß man erst, was man an ihnen hatte, wenn sie nicht mehr da sind. Ich habe heute mit erheblicher Trauer vor dem Gemüseladen in Wesenbergs Mittelstraße gestanden, der da nicht mehr ist. Das Ladenlokal steht wieder zur Vermietung.

Nun wird vielleicht der eine oder andere Leser aus der Woblitzstadt mich bezichtigen, aus dem berühmten Mustopf zu kommen. Aber ich habe einfach nur selten hier eingekauft. Wie sicherlich viele meiner Mitbürger. Was nach jahrelangem Überlebenskampf des Lädchens nun wohl zu seinem Aus geführt hat. Sicherlich, Obst und Gemüse waren hier um einiges teurer als bei den Discountern, aber die Qualität war besser, das Sortiment breiter und die Bedienung ausgesprochen freundlich. Ich bin überzeugt davon, dass ich dort heute auch mit einem Lächeln Fenchel über die Ladentheke gereicht bekommen hätte.

Meine Notadresse hatte sich in den wenigen Fällen, in denen ich sie über die Jahre in Anspruch genommen hatte, immer bewährt. Nun gibt es sie nicht mehr, was sehr schade ist, und ich bereite morgen mein mediterranes Fischgericht ersatzweise mit Kohlrabi zu Couscous und gesalzenen Oliven zu. Das habe ich dann wohl nicht besser verdient.