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Der renommierte Politikwissenschaftler Hajo Funke hat zum Ukraine-Krieg und der Verantwortung des Westens für die Katastrophe einen bemerkenswerten Gastkommentar für die Berliner Zeitung geschrieben. Geheime Friedensverhandlungen bereits im März und April 2022 seien sabotiert worden.
„Es wäre Ausdruck politischer Vernunft und einer am Friedensgebot Deutschlands und Europas orientierten verantwortungsethischen Pflicht, auch jetzt – unter ganz anderen, erschwerten Bedingungen – die gegenseitige Verhandlungsbereitschaft zu testen“, so Funke. Und weiter schreibt er: „Die USA, Großbritannien, die BRD und die Nato sind derzeit erkennbar aus politischen Erwägungen unfähig, ein ernsthaftes Interesse an solchen Verhandlungen zu entwickeln. Und das, obwohl die russische Führung dieser Tage – trotz der Tatsache, dass die ukrainische Armee militärisch gesehen auf verlorenem Posten steht – erneut einen Waffenstillstand anbietet. Ob die Haltung der Nato-Staaten aus ideologischer Verengung, gegenseitigem Anpassungsdruck oder aus dem Bemühen um die Verbesserung der Verteidigungsfähigkeit resultiert, ist nicht immer auszumachen.“ Eine politische Lösung sei überfällig, so das Fazit des Experten.
Ich bin sehr dankbar dafür, dass mir der Beitrag von einem meiner Blogfreunde zugeschickt worden ist. In Zeiten unaufhörlichen, von den meisten Medien befeuerten Kriegs- und Aufrüstungsgetrommels hierzulande teile ich den Artikel mit meiner Lesergemeinde besonders gern.







