Zu einer Schlägerei zwischen mehreren Personen ist es am Sonntagabend gegen 22.45 Uhr in einem Lokal im Juri-Gagarin-Ring in Neubrandenburg gekommen. Als die Einsatzkräfte der Polizeireviere aus Neubrandenburg und Friedland, einem Notruf folgend, eintrafen, befanden sich nicht mehr alle beteiligten Personen am Ort des Geschehens und die Auseinandersetzung war bereits beendet.
Nach dem rassistischen Angriff auf einen 18-jährigen Jugendlichen am vergangenen Dienstag in Neubrandenburg (Strelitzius berichtete) hat sich ein Zeuge gemeldet. Auf dessen Hinweis gelang es dem Staatsschutz der Kripo Neubrandenburg, einen der beiden Tatverdächtigen zu ermitteln.
Der 40-jährige Deutsche ist mehrfach polizeibekannt und räumte den Vorfall bereits in Teilen ein. Es handelt sich um den Hundehalter. Die genauen Umstände des Sachverhaltes und die Identität des zweiten unbekannten Tatverdächtigen müssen noch geklärt werden.
Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2021 veranstalten der Flüchtlingsrat M-V e.V. gemeinsam mit dem Diakonischen Werk M-V, den Kirchenkreisen Mecklenburg und Vorpommern der Nordkirche, dem Zentrum für Mission und Ökumene mit zahlreichen lokalen Partnern vor Ort eine Reihe von Theaterabenden. Darunter ist auch eine Veranstaltung am kommenden Sonnabend, den 2. Oktober, um 19 Uhr, in der Fabrik.Scheune der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz.
Das dokumentarische Theater „Die Mittelmeer-Monologe“, Buch und Regie von Michael Ruf (Berlin), erzählt von der politisch widerständigen Naomie aus Kamerun und von Yassin aus Libyen, die sich auf einem Boot nach Europa wiederfinden, von brutalen ‚Küstenwachen‘ und zweifelhaften Seenotrettungsstellen und von Aktivist*innen, die dem Sterben auf dem Mittelmeer etwas entgegensetzen. Die Aktivist*innen versuchen, beim Alarmphone die Küstenwachen zu überzeugen, nach Menschen in Seenot zu suchen, oder sie lernen auf dem Seenotrettungsschiff Seawatch, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren – kurzum sie tun das eigentlich Selbstverständlichste, was im Jahr 2021 alles andere als selbstverständlich ist: menschliches Leben zu retten!
Die Mittelmeer-Monologe sind dokumentarisches, wortgetreues Theater, basierend auf mehrstündigen Interviews. Dadurch werden reale Fälle der Seenotrettung rekonstruiert, erzählt aus der Perspektive von Betroffenen und Aktivist*innen. (Mehr Informationen zu den Mittelmeer-Monologen hier: http://www.wort-und-herzschlag.de/#mittelmeer-monologe.)
Das Engagement- und Ehrenamtsnetzwerk EINZ – Engagiert in Neustrelitz hat den Engagementpreis M-V in der Publikumskategorie gewonnen! EINZ hat bei der Onlineabstimmung über 700 Stimmen erhalten – dies ist nur mit der Hilfe vieler Neustrelitzerinnen und Neustrelitzer gelungen, die sich für das Netzwerk eingesetzt haben, heißt es in einer Pressemitteilung.
EINZ betont, dass es in Neustrelitz weder einen Platz für Vandalismus, noch für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gibt. In der Nacht zum vergangenen Donnerstag hatten Unbekannte die Scheiben und die Eingangstür des neu eröffneten Friseur-Salons Ogaret am Markt mit Steinen eingeworfen. Der Hintergrund dieser Tat ist noch unklar, die Ermittlungen hierzu laufen. „In jedem Fall ist dies eine traurige Nachricht, und die Tat ist laut und deutlich zu verurteilen – unabhängig davon, ob es sich um einen Vandalismus-Angriff auf den Friseur-Salon handelt, oder ob sie aus einem rassistischen oder rechtsextremistischen Hintergrund heraus stattgefunden hat“, so Dr. Monique Wölk von der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie Neustrelitz. Nicht umsonst hätten Neustrelitzer*innen gemeinsam mit dem Aktionsbündnis „Vielfalt statt Einfalt“ erst vor knapp zwei Monaten mit einer bunten Stuhlaktion zum Diversity-Tag deutlich gemacht: # Neustrelitz Hat Für Alle Einen Platz! Aber in der Stadt gibt es weder einen Platz für Vandalismus, noch für Rassismus und Menschenfeindlichkeit!
Die offizielle Preisverleihung findet am kommenden Sonnabend, den 10. Juli, im Vorpommerschen Landesmuseum Greifswald statt. Für das Neustrelitzer Netzwerk dürfen pandemiebedingt nur fünf Personen an der Preisverleihung teilnehmen und die Ehrung durch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig stellvertretend für alle Netzwerkmitglieder entgegennehmen. Es sind Antje Ebel (Verein für das Slawendorf Neustrelitz e.V.), Thomas Kowarik (Kunsthaus Neustrelitz e.V.), Christel Lau (Domjüch e.V.), Jana Patz (AWO Vielfalt) und Monique Wölk (Partnerschaft für Demokratie Neustrelitz).
Martin Henze (rechts) mit dem Inhaber des Frisörladens Feras Aissa.
Mit Bestürzung hat auch DIE LINKE den Anschlag auf den Frisörladen am Markt in Neustrelitz (Strelitzius berichtete) zur Kenntnis genommen. Nach einer anfänglichen Überlegung für eine Sammelaktion möchten die LINKEN zehn Gutscheine à 20 Euro zur Verfügung stellen, um so dem Inhaber des Salons den Rücken zu stärken sowie solidarische Menschen oder auch Menschen mit schmalen Geldbeutel in das neue Geschäft einladen. Finanziert wird das aus den Mandatsträgerbeiträgen, deren Einführung DIE LINKE kritisch gegenüber steht. Wer Interesse hat, kann sich unter info@linksfraktion-neustrelitz.de bis zum 10. Juli melden.
„Wir stehen für eine offene und tolerante Gesellschaft und lehnen jede Form von Gewalt ab“ sagt Martin Henze, Stadtvertreter und Kandidat für den Landtag. „Gestern waren wir hier und haben unseren ‚Familienhaarschnitt‘ abgeholt“, ergänzt Stadtvertreter Thomas Fiß und wünscht sich, dass die Täter Gesicht zeigen, sich für ihr Handeln entschuldigen und natürlich für den Schaden aufkommen. „Wenn sich jemand in einem neuen Land eine Existenz aufbauen möchte, verdient dies größten Respekt und da ist ein solcher Anschlag nicht nur ein Anschlag auf das Geschäft, sondern vielmehr auf die Person“, gibt Fiß zu bedenken.
In den Abendstunden des 13. Mai hatten bisher Unbekannte die Israel-Flagge von einem Fahnenmast des Neubrandenburger Rathauses gestohlen (Strelitzius berichtete).Heute Morgen haben Ermittler des Staatsschutzes der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg die Fahne bei einer Wohnungsdurchsuchung in Neubrandenburg sichergestellt. Derzeit wird gegen vier Tatverdächtige ermittelt, die die syrische Staatsangehörigkeit besitzen und zwischen 18 und 26 Jahre alt sind. Bis auf den 18-Jährigen sind alle mutmaßlichen Täter jeweils mehrfach polizeilich bekannt.
Der Tatablauf war der Polizei schon seit längerem durch digitale Spuren bekannt. Im Netz kursierte ein Video, das vier Tatverdächtige zunächst beim Diebstahl der Fahne vom Fahnenmast zeigt. Im weiteren Verlauf gingen die Verdächtigen zu einem Parkplatz, breiteten die Fahne dort aus und benutzten diese als Fußabtreter. Das Video wurde mit Kampfmelodien und israelfeindlichen Ansagen unterlegt in den sozialen Netzwerken geteilt. Durch weitere intensive Ermittlungen konnten die Kriminalisten dann kürzlich alle vier Identitäten der Verdächtigen feststellen.
Heute starten die Internationalen Wochen gegen Rassismus, die in M-V von der Landeszentrale für politische Bildung und der Beratungsstelle Demokratie und Toleranz M-V mitorganisiert werden. Auch das Neustrelitzer Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt beteiligt sich mit online-Veranstaltungen an den Anti-Rassismuswochen. Eine Übersicht zu den Veranstaltungen in Neustrelitz findet sich im anhängenden Flyer.
Die traditionelle Neubrandenburger Gedenkveranstaltung anlässlich der Pogromnacht am 9. November 1938 konnte in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie geplant durchgeführt werden. Stattdessen legten Stadtpräsident Dieter Stegemann und Oberbürgermeister Silvio Witt heute in einer sogenannten stummen Veranstaltung ohne Gäste Kränze am Synagogenplatz nieder.
In einer aus Anlass des Gedenkens veröffentlichten Rede stellte der Oberbürgermeister heraus, dass Antisemitismus in Deutschland wieder verstärkt eine Rolle spiele. „Nicht erst seit dem Attentat in Halle fühlen sich viele Menschen jüdischen Glaubens nicht mehr sicher in Deutschland. Unsere Geschichte macht es uns zur Verantwortung, dagegen einzustehen.“ Gerade in sozialen Medien würden Beschimpfungen und Beleidigungen wieder alltäglich und fänden antisemitische Verschwörungstheorien Raum.
„Wir sollten das beklagen und kritisieren“, betonte Witt. „Das ist unsere gemeinsame Aufgabe, genau wie im Fall rassistischer, diskriminierender, oder frauenverachtender Kommentare, egal ob im Internet oder im täglichen Leben. Die Stimme derer, die solche Gedanken ablehnen, die für Akzeptanz und gegenseitigen Respekt stehen, muss ebenso laut und deutlich zu hören sein.“ Die komplette Rede von Silvio Witt hier im Anhang.
Gestohlene Kleidungsstücke im Wert von rund 11.000 Euro hat die Polizei gestern in Neubrandenburg im Fahrzeug zweier moldawischer Täter entdeckt, die vorläufig festgenommen wurden. Bereits gegen 12.15 Uhr war nach einem Kundenhinweis im Kaufhaus von C&A einer der Diebe unter Zurücklassung der Beute den Mitarbeitern entkommen.
Gegen 14 Uhr bemerkte eine Angestellte des C&A auf dem Weg zurück zur Filiale die zuvor geflüchtete Person, welche aus dem Bekleidungsgeschäft H&M kam und offensichtlich Diebesgut bei sich hatte. Dieses wurde in einem in Tatortnähe abgestellten Pkw Mercedes verstaut. Wenig später kam eine weitere Person mit Diebesgut zum Fahrzeug. Einer der Insassen flüchtete bei Eintreffen der Polizei zu Fuß, konnte jedoch durch einen Beamten eingeholt und gestellt werden.
Die weiteren Ermittlungen wurden durch den Kriminaldauerdienst Neubrandenburg übernommen. Am heutigen Nachmittag hat die zuständige Richterin am Amtsgericht Neubrandenburg gegen den 37-Jährigen einen Haftbefehl erlassen. Dieser befindet sich nun in Untersuchungshaft. Der 25-Jährige wurde gegen Zahlung einer Sicherheitsleistung aus der Haft entlassen.Besonderer Dank gilt den Zeugen des Vorfalls, deren Hinweise zur Festnahme der Täter führten.
In einem Kindergarten im Müritzkreis soll ein 35-jähriger syrischer Auszubildender vor eineinhalb Wochen ein vier Jahre altes deutsches Mädchen während des Mittagsschlafs unsittlich im Gesäßbereich berührt haben. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hat sich das Mädchen am Abend den Eltern anvertraut. Der mutmaßliche Übergriff wurde dann zunächst intern mit der Leitung thematisiert, Anfang vergangener Woche erstattete schließlich der Vater des Kindes Anzeige bei der Polizei.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Neubrandenburg wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern stehen noch ganz am Anfang. „Nach unserem Kenntnisstand wurde der Beschuldigte suspendiert“, so die Polizei. Das Jugendamt sei informiert.