Nach getaner Arbeit zufriedene Gesichter bei allen Beteiligten.
Mit einer gemeinsamen Pflanzaktion haben das Demenz Netzwerk Mirow und die Stadt Mirow ein sichtbares Zeichen für mehr Aufmerksamkeit und Solidarität mit Menschen mit Demenz gesetzt. Anlass war die landesweite Aktion „Vergissmeinnicht“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Landesverband Mecklenburg-Vorpommern. „Mit dieser Aktion wird ein Zeichen für mehr Solidarität gesetzt und Verständnis gefördert“, erklärt Dr. Uta Arndt vom Demenz Netzwerk Mirow. Bürgermeister Henry Tesch ergänzt: „Menschen mit Demenz gehören mitten in unsere Gesellschaft. Das Tabu muss weg.“
Fünf umweltbewusste Leute haben heute Nachmittag das Umfeld von Leea und Biomasseheizkraftwerk in Neustrelitz von Glasflaschen, Kunststoffverpackungen, Zigarettenstummeln und anderen Abfällen befreit, die andere Menschen einfach fallen gelassen haben. Schnell waren die Säcke voll. Sperrige Objekte, wie Autoreifen oder Matratzen, konnten aus dem nahen Wald leider nicht mitgenommen werden.
Blumengruß vor dem Kulturquartier in der Schlossstraße.
Anlässlich des Internationalen Frauentags waren Vertreter der LINKEN Neustrelitz in der Innenstadt unterwegs und haben gemeinsam mit ihren Kindern 100 Rosen an Frauen der Stadt verteilt. Besonderes Augenmerk schenkten sie dabei den arbeitenden Frauen in der Pflege, Gastronomie der Orangerie und beim Bäcker sowie im Kulturquartier. „Im Gespräch mit einer Frau meinte diese, dass sie uns gar nicht erwartet hätte: es ist ja kein Wahlkampf“, berichtet mir Stadtvertreter Dr. Thomas Viß. „Gleichzeitig ist für uns jeder Tag ein Kampftag für die Gleichberechtigung der Geschlechter – deshalb waren wir unterwegs. Bis zum gestrigen Equal Pay Day haben die Frauen im Durchschnitt in Deutschland „umsonst“ gearbeitet, weil der Lohnunterschied noch immer bei 16% liegt. Ob die neue Regierung ein Interesse an der Stärkung der Gleichberechtigung hat, steht noch in den Sternen.“
„Voller Ehrfurcht“ denkt Gerhard Schneider an den vergangenen Sonnabend zurück. Der Krümmeler Künstler hatte an den Nebelsee eingeladen, um Besuchern eigene Zeichnungen nach dem Hörstück „Under Milkwood“ des walisischen Dichters und Schriftstellers Dylan Thomas nahe zu bringen (Strelitzius berichtete). Ein Kommen, Ansehen, Zuhören, miteinander reden bei herrlichem Herbstwetter.
In Neustrelitz laufen die Vorbereitungen für die Lange Kunst- und Einkaufsnacht und damit auch für die 2. Tanznacht bei der Deutschen Tanzkompanie auf Hochtouren. Die Sinn und Gemeinschaft stiftende Bedeutung des Tanzes wird am 14. September unterstrichen. Mit Auftritten verschiedener Gruppen und Ensembles aus dem Schul- und Amateurbereich werden ab 16.30 Uhr viele junge Talente ihr Können beweisen. Und viel Spaß an der gemeinsamen Lust am Tanzen!
Daraus wurde die Idee einer anschließenden Mitmach-Tanz-Aktion geboren, zu der alle Neustrelitzer und Gäste bzw. Besucher jeden Alters eingeladen sind. In die Umsetzung bringen sich Mona Geerken und Elhea Marquardt ein, die gerade ein Praktikum bei der Deutschen Tanzkompanie absolvieren. Gern veröffentliche ich ihren Aufruf „TANZ MIT“.
Nadine Schneider mit Mila sowie ihren Zwillingen Willi und Anni. Fotos: DBK Neubrandenburg
Mila weiß es noch nicht, aber bald gehts nach Hause. Friedlich schlummernd liegt das kleine Mädchen, das Mitte Oktober einige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin als Frühchen zur Welt kam, auf der Kinderintensiv- und Frühgeborenenstation des Neubrandenburger Klinikums in den Armen seiner Mutter. Beiden geht es gut, doch vor vier Wochen sah das noch anders aus. Als sich Nadine Schneiders Zustand plötzlich akut verschlechterte, wurde der Entschluss gefasst, das Baby sofort per Kaiserschnitt zu entbinden.
Die Frühchenstation kannte die inzwischen dreifache Mutter aus Helpt bei Woldegk bereits. Auch ihre achtjährigen Zwillinge waren Frühchen. Während ihres jetzigen Aufenthalts konnte sie dieser Tage beobachten, wie die Station mit lila Luftballons, Lampions und bedruckten Babybodies an der Decke geschmückt wird. Denn anlässlich des Weltfrühgeborenentages am 17. November wollen die Mitarbeiter ein Zeichen für die Allerkleinsten setzen und auf ihre Arbeit aufmerksam machen. Das wird auch von außen sichtbar sein, denn die Kinderklinik wird ab Einbruch der Dunkelheit lila angestrahlt.
Zum Frühchentreffen lädt die Station im kommenden Jahr wieder ein. Bisher sind in diesem Jahr in Neubrandenburg knapp 80 Frühchen behandelt worden. Mila wog bei der Geburt 1660 Gramm. Dadurch stand die Entbindung in Neubrandenburg nicht in Frage. Dagegen dürfen Extremfrühchen mit einem Geburtsgewicht unter 1250 Gramm aufgrund der aktuellen Mindestmengenregelung seit Jahresbeginn hier nur noch im Notfall zu Welt kommen – fünf Mal war das in diesem Jahr bisher der Fall.
Der Bundestag hat im Oktober beschlossen, dass sich die Bundesregierung mit den Mindestmengen und möglichen Ausnahmeregelungen aufgrund einer Petition aus Neubrandenburg erneut befassen muss. Für die Ärzte und Pflegekräfte der Station besteht kein Zweifel, dass die kleinen Frühgeborenen bei ihnen bestens aufgehoben sind. Strukturell, technisch und fachlich sind alle Voraussetzungen gegeben. Gerade haben wieder drei Kinderkrankenschwestern der Station die Fachweiterbildung Neonatologische und Pädiatrische Intensivpflege und Anästhesie erfolgreich abgeschlossen.
„Ich bin froh, dass wir hierher nach Neubrandenburg konnten und nicht nach Greifswald oder noch weiter fahren mussten“, sagt Nadine Schneider. Da ihr Mann sehr unregelmäßige Arbeitszeiten hat, fährt sie jeden Morgen ins Klinikum, sobald ihre achtjährigen Zwillinge auf dem Weg zur Schule sind, und nachmittags zurück.
Mitarbeiter der Frühchenstation des DBK haben passend zum Weltfrühgeborenentag geschmückt.
Heutiger Montagmittag, 12 Uhr, in Neustrelitz. Der große Marktplatz wirkt leer. Auf einmal Musik. Drei Tanzende „stören“ das gewohnte Bild, verschmelzen mit der ungewohnten Umgebung, ziehen Blicke und Aufmerksamkeit auf sich. Passanten bleiben stehen, setzen sich, verfolgen das Geschehen, zücken ihre Mobiltelefone und filmen. Emma Lucia Barattini, Franziska Schüller und Vinícius da Silva, zwei Tänzerinnen und ein Tänzer der Deutschen Tanzkompanie Neustrelitz, improvisieren mitten auf dem Marktplatz.
Sie wollen ihre Kunst erlebbar machen, für ihr Publikum, mit ihrem Publikum, und natürlich die existenzbedrohliche Situation für ihr Ensemble verdeutlichen. „Wir leben und arbeiten hier in Neustrelitz, tanzen für euch. In dieser Stadt und dieser Region, auf der großen Bühne, aber auch an überraschenden Orten“, so Vinícius da Silva.
Die nächste Vorstellung der Deutschen Tanzkompanie ist ihr großes Tanzfest auf dem Schlossberg am Mittwoch, 26. Juli, um 20 Uhr, mit „CARMINA BURANA“ und Ausschnitten aus „Der Zyklus der Elemente: FEUER“.
Mit gleich drei Projekten startet die nb-Crowd in das neue Jahr. Die Initiatoren hoffen auf viele Spenderinnen und Spender, um ihre Herzensanliegen finanzieren zu können.
Genau dafür hat neu.sw die Spendenplattform im Jahr 2020 ins Leben gerufen. Die Idee: Viele Menschen unterstützen ein Projekt – und neu.sw legt für jede Spende ab 10 Euro noch einmal 10 Euro obendrauf, so lange der Fördertopf reicht. Und der ist mit mehr als 1000 Euro gefüllt. Aktuell bitten diese Projekte um Spenden:
TelefonSeelsorge Neubrandenburg, Projektsumme: 5.555 Euro
Rund um die Uhr engagieren sich ehrenamtliche TelefonSeelsorger in der Region. Tag und Nacht begleiten die Frauen und Männer ehrenamtlich Menschen in Krisensituationen. Wer sich so für andere einsetzt, muss regelmäßig geschult, weitergebildet und – zur Erhaltung der eigenen Gesundheit – auch psychologisch beraten werden. Der Raum, den die Telefonseelsorge Neubrandenburg dafür nutzt, soll ausgebaut werden und benötigt dringend eine Akustikdecke. Für diese Investition bittet die TelefonSeelsorge nun um Unterstützung.
Kita „Regenbogenhaus“ Neubrandenburg, Projektsumme: 14.400 Euro Die Kinder der Kita „Regenbogenhaus“ in der Neubrandenburger Darrenstraße mussten sich schweren Herzens von ihrem altersschwachen Kletterkrokodil verabschieden. Jetzt wünschen sie sich gemeinsam mit dem Elternrat ein neues, modernes Spielgerät. Das ist teuer. Aber die nb-Crowd hat bereits mehrfach bewiesen, dass sie ein Herz für Kita-Kinder hat und auch große Wunschsummen zu großen Erfolgen führen. So hofft das „Regenbogenhaus“ ebenfalls auf viele Spenden, zumal die Kita in diesem Jahr ihren 125. Geburtstag feiert. www.nb-crowd.de/regenbogenhaus
Latücht Film & Medien e.V., Projektsumme: 3.500 Euro Kunst, Kultur, Gespräche – das Kino Latücht ist mehr als ein Kino. Neben Filmen erlebt das Publikum unter anderem auch Feste und Konzerte. Die Nachfrage nach Veranstaltungen im idyllischen Latücht-Garten steigt. Das Mobiliar ist allerdings mittlerweile etwas in die Jahre gekommen. Deshalb wünscht sich der Verein neue Tische und Stühle. Weil die finanzielle Situation, wie bei vielen Kulturbetrieben, angespannt ist, bittet das Latücht für diese Anschaffung um Spenden. www.nb-crowd.de/gartenmoebel
Wie immer bei Projekten im Crowdfunding gilt: alles oder nichts! Das Geld wird nur dann ausbezahlt, wenn die Wunschsumme innerhalb der selbst gesetzten Frist zusammenkommt. Ansonsten erhalten alle Unterstützerinnen und Unterstützer ihr Geld zurück.
Seit dem Start der nb-Crowd 2020 haben Vereine und Initiativen aus Neubrandenburg und dem Umland insgesamt 23 Projekte beworben. Alle waren erfolgreich. Rund 1.800 Menschen spendeten 111.000 Euro. Alle Infos zum Crowdfunding der Neubrandenburger Stadtwerke unter www.nb-crowd.de.
Jedes Jahr findet am 14. Februar der weltweite Aktionstag „One Billion Rising“ (Deutsch: eine Milliarde erhebt sich) statt. Die Protestaktion ist eine weltweite Bewegung, um ein Zeichen für Gleichstellung und gegen Gewalt an Mädchen und Frauen zu setzen. Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern, Jacqueline Bernhardt, hat erneut die Schirmherrschaft übernommen.
Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg nimmt bereits zum vierten Mal teil und lädt gemeinsam mit dem Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern e. V. und vielen weiteren Partnern auf den Marktplatz ein: Ab 14 Uhr wird es Informationsangebote geben, so stellt das Beratungs- und Hilfenetz der Region seine Angebote vor. Ab 17 Uhr ist ein Bühnenprogramm geplant. Zum Abschluss wird gemeinsam zum Aktionslied „Break the Chain“ getanzt.
Die Gleichstellungsbeauftragte der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg, Christina Küster, betont die Bedeutung dieser Bewegung: „Gewalt in unserer Gesellschaft geht uns alle an. Ein gewaltfreies Leben für alle Frauen und Mädchen ist kein Privileg, sondern ein Menschenrecht. Um häusliche Gewalt wirksam zu bekämpfen, ist die Zusammenarbeit aller Verantwortlichen erforderlich. Mit „One Billion Rising“ setzen wir ein deutliches Zeichen.“
Der Landesvorsitzende der Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern, Theo Hadrath begrüßt, dass insbesondere der organisierte Sport auf dieses wichtige Thema aufmerksam macht: „Die Beteiligung unsererseits zeigt, dass die Sportlandschaft weit über den Tellerrand hinausblickt. Wir tragen mit vielen Engagierten gesellschaftliche Verantwortung.“
Zusammen mit dem Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern e. V. und vielen weiteren Partnern beteiligt sich die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg in diesem Jahr bereits zum vierten Mal an der weltweiten Bewegung „One Billion Rising“. Aus diesem Anlass wird am 14. Februar auf dem Neubrandenburger Marktplatz zum Aktionslied „Break the Chain“ getanzt und ein starkes Zeichen für Gleichstellung und gegen Gewalt an Mädchen und Frauen gesetzt. Ab 14 Uhr können sich Interessierte an den Informationsständen zu dem Thema informieren und austauschen, bevor um 17 Uhr das Bühnenprogramm samt Tanzdemonstration folgt.
Alle Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger sind herzlich zu der Aktion eingeladen! Im Rahmen der folgenden zwei Trainingseinheiten kann die Tanzchoreographie zum Lied bereits vorher gemeinsam einstudiert werden: