Gestern Nachmittag hat die Polizei Friedland einen Hinweis auf einen Mann erhalten, der anscheinend gerade illegal Müll im Wald bei Galenbeck entsorgt. Als die Beamten in dem Wald ankamen, erwartete der Entsorger die Beamten schon zusammen mit einem Förster, dem der Mann zuvor aufgefallen war beim Entladen.
Die Mitglieder des Neustrelitzer StädteBANDE e.V. werden immer wieder von Müll vor dem Eingangstor zu ihrem Sitz in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße 43 in Kiefernheide überrascht. Hier ist einfach ein strengeres Vorgehen gegen die Verursacher notwendig, heißt es seitens des Vereins. Abschreckung helfe vielleicht.
Am gestrigen Sonnabend haben sich Mitglieder des SPD-Ortsvereins und der SPD-Stadtfraktion Neustrelitz getroffen, um bei bestem Wetter Müll zu sammeln. „Wie schon in den vergangenen Jahren, haben wir uns an der Aktion der Angler zum Tag der Gewässerpflege beteiligt“, schreibt mir der Vorsitzende des Ortsvereins, Steffen Heinrich.
Fünf umweltbewusste Leute haben heute Nachmittag das Umfeld von Leea und Biomasseheizkraftwerk in Neustrelitz von Glasflaschen, Kunststoffverpackungen, Zigarettenstummeln und anderen Abfällen befreit, die andere Menschen einfach fallen gelassen haben. Schnell waren die Säcke voll. Sperrige Objekte, wie Autoreifen oder Matratzen, konnten aus dem nahen Wald leider nicht mitgenommen werden.
Im dritten Jahr in Folge haben sich heute die Mitglieder des SPD-Ortsvereins und der SPD-Stadtfraktion Neustrelitz getroffen, um Müll zu sammeln. „In diesem Jahr haben wir die Grünstreifen links und rechts an der Dr.-Schwentner-Straße und in der Penzliner Straße in Höhe des Solarparks vom Müll befreit“, so der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Steffen Heinrich.
Mein Leser Roland Altmann aus Neustrelitz hat mir geschrieben:
Wie schön ist es doch, am Samstagnachmittag durch die heimischen Wälder zu wandern. Das Gemüt erfreut sich an der schönen Natur, man hofft auf das eventuelle Finden von Pfifferlingen. Doch mit Pfifferlingen war es nichts, dafür ein paar Walderdbeeren.
Wegen der Entleerung der Mülltonnen zum Jahresende hat es beim Umweltamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte einige empörte Anrufer gegeben, die den Abfuhrtermin verpasst hatten. Auch Strelitzius als Überbringer der schlechten Nachricht hat sich diesbezüglich ein paar Kommentare eingehandelt. Das kommt davon, wenn man helfen will!
Jetzt hat das Landratsamt reagiert. Tatsächlich sei es so, dass es im Zusammenhang mit Feiertagen, wie Weihnachten und Ostern, naturgemäß alljährlich zu Abweichungen bei den Entsorgungsterminen kommt. Diese seien jedoch langfristig angekündigt und planmäßig erfolgt und bereits im Abfallratgeber sowie im elektronischen Tourenplan auf der Internetseite veröffentlicht worden. Deshalb weist das Umweltamt vorsorglich darauf hin, dass solche Verschiebungen der Abfuhrtermine auch im kommenden Jahr im Zusammenhang mit Feiertagen entstehen werden. Vor allem diese Abweichungen sollte sich jeder ganz besonders im Kalender markieren.
Die Abfuhrtermine für das Jahr 2021 sind über die Homepage des Landkreises unter https://www.lk-mecklenburgische-seenplatte.de bereits jetzt abrufbar. Dort ist auch der Abfallratgeber für das Jahr 2021 in digitaler Form und ausdruckbar eingestellt. Die Papierausgabe des Abfallratgebers wird in der 3. Kalenderwoche an alle Haushalte verteilt. Bitte Nachbarn oder Verwandte, die kein Internet haben, nach Möglichkeit über die Abfuhrtermine im Januar informieren.
Nicht jeder Bürger unseres Landkreises hat die Verschiebung der Müllabfuhrtage in Zusammenhang mit den Weihnachtsfeiertagen und der laufenden Woche vor dem Fest auf dem Plan. Hier zur Erinnerung und Beachtung für jedermann die geltende Regelung für dieses Jahr.
Mein Blogfreund Roland Croci aus Neustrelitz hat sich maßlos über eine Umweltsünde geärgert. Am Sonnabend ist er in der Bürgerhorst spazieren gegangen. Auf Höhe des Bahnüberangs an der B 198 hat sich ihm dann obiger Anblick geboten.
„Das zeigt mal wieder, wie mancher Zeitgenosse mit unserer Natur umgeht“, schreibt mein Leser. „Immerhin liegt das Zeug auf einem Haufen und ist nicht auch noch in der Botanik verstreut.“
So sieht es im Wäldchen an der Beethovenstraße in Mirow aus.
Solche Besucher wünscht sich Mecklenburg-Vorpommern! Die Berlinerin Sabine Smentek hat dieser Tage ihrer alten Heimatstadt Mirow einen Besuch abgestattet. Die viel diskutierte und interpretierte „Kernfamilie“ machte das über die Landesgrenzen hinweg möglich. Für alle Fälle hatte sich die frühere Landestochter nach eigener Aussage noch mit der Kreisverwaltung der Seenplatte in Verbindung gesetzt und sich grünes Licht geben lassen. Auch eine Polizeikontrolle sei ohne behördliche Beanstandung passiert worden.
Moritz hat fleißig mitgesammelt.
Aber das nur vorweg. Die Erzieherin hat ihren Aufenthalt in Mirow auch genutzt, um gemeinsam mit Söhnchen Moritz im Wäldchen hinter der Beethovenstraße Müll zu sammeln. „Also grundsätzlich sammele ich ja schon eine ganze Weile mit meiner Kindergruppe in Berlin Müll auf und auch regelmäßig mit meinem Sohn“, so Sabine Smentek gegenüber Streltzius. „Als wir durch das Wäldchen gegangen sind, ist uns aufgefallen, wie krass es da aussieht. Moritz hat dann abends vor dem Schlafengehen gesagt, ‚Mama, morgen räumen wir den Wald auf‘.“
Bereits nach den ersten zwanzig Metern waren beide Eimer voll. „Ich habe dann noch zwei Stunden weitergesammelt und bin vielleicht 50, 60 Meter vorangekommen. Unfassbar, was da alles herumliegt“, meint Sabine Smentek.
Ich bedanke mich im Namen der Anwohner. Dass uns erst Gäste vor Augen führen müssen, wie vermüllt unsere Umgebung ist, lasse ich an dieser Stelle mal unkommentiert.