Die Hochschule Neubrandenburg startet eine Veranstaltungsreihe „Neues Leben“. Dabei werden Ansätze und Projekte nachhaltigen, enkeltauglichen, klimaneutralen Lebens und Wirtschaftens vorgestellt. Die Vorträge werden von renommierten Wissenschaftlern gehalten, es schließt sich eine moderierte Diskussion an.
Zum Auftakt geht es am heutigen Dienstag, 16. November, um 18 Uhr um das Thema „Dauerwald – Wald nachhaltig bewirtschaften“. Zu Gast ist Eckhard Wenzlaff – Forstwirt und Vorstand der Dauerwaldstiftung in Pommern.
Die Vorträge finden als Hybridveranstaltung statt. Sie können also ganz entspannt von zu Hause über Webex https://hs-nb.webex.com/meet/scientists4future oder im Hörsaal 4 in Haus 2 gehört werden. Es gelten die 3-G-Regeln.
Anlässlich der nordischen Wochen der Raumfahrt und Weltraumforschung lädt „Raumfahrt Concret“ am 4. November, um 19.30 Uhr, ins Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz ein zu einem Vortrag zu den Möglichkeiten von Leben auf unserem Nachbarplaneten Mars. Der Vortrag wird gehalten von Ulrich Köhler, dem „Marsianer“ vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Im Anschluss an den Vortrag wird es eine rege Diskussion mit dem Buchautor Thomas Ahrendt geben, dessen Visionen noch weiter in die Zukunft gehen – bis hin zu galaktischen Superzivilisationen. Alle Anwesenden sind eingeladen, Fragen zu stellen und an der Diskussion teilzunehmen.
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Alle Interessierten achten jedoch bitte darauf, dass es sich um eine 2G-Veranstaltung handelt. Zutritt haben also nur geimpfte und genesene Personen, die am Eigang kontrolliert werden. Um Anmeldung wird gebeten unter 03981 2390999 oder info@kulturquartier-neustrelitz.de
Studierende der Diätetik an der Hochschule Neubrandenburg haben unter Leitung von Prof.in Dr.in Luzia Valentini (rechts) den Einkauf und die Lebensmittelzubereitung von Menschen mit Sehbehinderung untersucht.
In Deutschland leben schätzungsweise 1,2 Millionen blinde und sehbehinderte Menschen. Alle stehen vor ähnlichen Herausforderungen im Alltag – beispielsweise im Supermarkt: Ob kleine Preisschilder, Aktionsartikel im Laufweg oder häufig neu sortierte Ware, für Menschen mit Sehbehinderung ist der Einkauf allein nur schwer zu bewältigen. Sie benötigen Unterstützung, um die gewünschten Produkte zu finden, Preise zu lesen, offene Waren zu Verpacken oder das Mindesthaltbarkeitsdatum zu erkennen. Eine Studie der Hochschule Neubrandenburg hat sich nun erstmals in Deutschland dem Einkaufs-, Koch- und Ernährungsverhalten sehbehinderter Menschen wissenschaftlich genähert.
Im Ergebnis konnten Empfehlungen für den Einzelhandel formuliert werden, die es Sehbehinderten leichter machen, ihren Alltag selbst zu stemmen. „Zudem dient die Studie als Aufruf an uns Diätassistenten, Menschen mit Sehbehinderung zu berücksichtigen und unsere Beratungskonzepte auf sie anzupassen, um die Ernährungsqualität zu verbessern“, betont Prof. Dr. Luzia Valentini (Professur für Klinische Diätetik und Ernährung, Direktorin des In-Instituts für evidenzbasierte Diätetik NIED).
Die Idee für die Studie entwickelten Diätetik-Studierende im Modul „Wissenschaftliches Arbeiten“. „Der Blinden- und Sehbehindertenverein Neubrandenburg hatte eine Vortragsanfrage an den Studiengang Diätetik gestellt und war interessiert an weiteren gemeinsamen Projekten “, erzählt Prof. Valentini. So griff sie das Thema gemeinsam mit ihren Studierenden auf. Die Nachwuchswissenschaftler*innen entwarfen die Befragung, führten sie durch und werteten sie aus.
Die Ergebnisse zusammengefasst:Drei Viertel der befragten Sehbehinderten benötigen die Unterstützung von Marktangestellten oder anderen Einkaufenden, insbesondere bei der Suche der Ware, dem Lesen der Preise und dem Lebensmitteltransport. Mittlerweile nutzen etwa 40 Prozent der Befragten elektrische Leselupen, 27 Prozent greifen auf spezielle Apps für Smartphones zurück, die Texte vorlesen können. Über 40 Prozent wünschen sich einen verbesserten Personalservice und eine Begleitung in der Einkaufsstätte. Sie äußern zudem den Wunsch nach mehr Barrierefreiheit, wie etwa keine Hindernisse durch Produkte, die mitten im Gang stehen.
Weltraumwetterforschung in Neustrelitz. Fotos: DLR
An Polarlichtern ist sie besonders leicht zu erkennen: die Teilchenstrahlung der Sonne. Doch die Plasma-Ausbrüche der Sonne lassen nicht nur das Naturschauspiel in den Polarregionen entstehen. Sie können auch Satelliten empfindlich stören. Im Extremfall beeinträchtigt das Weltraumwetter sogar die Infrastruktur auf der Erde. Das heute in Neustrelitz virtuell eröffnete Institut für Solar-Terrestrische Physik im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beobachtet das Weltraumwetter und forscht daran, die Wechselwirkungen besser verstehen und vorhersagen zu können.
„Unsere hochtechnisierte Gesellschaft hat ein hohes Schutzbedürfnis. Deshalb muss Vorsorge getroffen werden, um nachteilige Effekte des Weltraumwetters auf unsere Infrastruktur am Boden, in der Luft und im Erdorbit zu vermeiden“, betont Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, die Vorstandsvorsitzende des DLR, in einer Pressemitteilung. „Mit der Gründung unseres neuen Institutes in Mecklenburg-Vorpommern möchten wir einen Beitrag leisten zum Aufbau eines nationalen Weltraumwetter-Dienstes.“
Das DLR-Institut für Solar-Terrestrische Physik betreibt sowohl Grundlagenforschung als auch angewandte Forschung. Ziel ist, die technologischen Infrastrukturen im All und auf der Erde vor Schäden durch das Weltraumwetter zu schützen. Dazu wird ein Weltraumwetter-Service aufgebaut.
Prof.Anke Kaysser-Pyzalla eröffnete das Institut virtuell, links Prof. Hansjörg Dittus, Mitglied des DLR-Vorstands für den Bereich Raumfahrtforschung, rechts Prof. Markus Rapp, Komissarischer Direktor des Instituts für Solar-Terrestrische Physik.
Unter dem Motto „Krise, Umbruch, Aufbruch“ treffen sich vom 26. bis 28. Mai Engagierte, Organisationen und Vereinsvertreter zum digitalen Austausch auf den Engagement Fachtagen MV. Veranstaltet werden sie im Zusammenschluss der Stiftung Bürgermut, der Ehrenamtsstiftung MV und der Hochschule Neubrandenburg (HS NB). Als „Engagierte Hochschule“ lädt letztere an Tag 3 zu spannenden Impulsen und Foren sowie zum „Match-Making“ zwischen Studierenden und lokalen Organisationen und Vereinen. Programm und Anmeldung über: www.engagement-fachtage-mv.de
„Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung werden wir nicht ohne Grund als engagierte Hochschule bezeichnet. Neben dem regionalen Engagement im Rahmen unserer Forschungsarbeit setzen sich etliche Mitarbeitende, Lehrende und Studierende ehrenamtlich in unserer Region ein. Dieses Engagement möchten wir in Zukunft noch stärker unterstützen“, sagt Rektor der Hochschule Neubrandenburg Prof. Dr. Gerd Teschke. Wie sich Studierende ehrenamtlich für hilfesuchende Mitmenschen in Vereinen stark machen können, was die Hochschule als Motor für Engagement einbringen kann und welche Projekte die Zusammenarbeit fördern wird am 28. Mai ab 10 Uhr online präsentiert (Foren 9 + 10): Studierende stellen dabei ihr vielseitiges Engagement in Neubrandenburg und im Umland vor. Weiterhin zeigt die HS NB gemeinsam mit lokalen Partner*innen beispielhaft drei Aktivitäten zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements im Dorf, in der Stadt und in der Hochschule: die Ausbildung Dorfmoderation, das Buddy-Programm und das Stadtteilbüro Oststadt.
Digitale Angebotsbörse für Studierende
Um das Interesse der Studierenden zu wecken, informiert die Hochschule auf ihrer Homepage fortlaufend über aktuelle Engagementangebote aus der Region. Im „Engagementfinder“ unter https://padlet.com/Hochschule_Neubrandenburg/c0dxb5arur4agmst können Vereine, Initiativen und Einrichtungen ihre Gesuche einstellen, die sich gezielt an Studierende wenden. Demnächst bietet außerdem die Ehrenamtskoordinatorin der Stadt Neubrandenburg und des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Kooperation mit dem Allgemeinen Studierenden Ausschuss AStA eine individuelle Ehrenamtsberatung für Studierende in den Räumen der Hochschule an, um die Orientierung und Kontaktaufnahme zu passenden Vereinen und Einrichtungen zu erleichtern.
Die Hochschule Neubrandenburg und die Erinnerungs-, Bildungs-und Begegnungsstätte Alt Rehse (EBB Alt Rehse) haben ihre schon seit 2007 bestehende Zusammenarbeit nun in einem neuen Kooperationsvertrag konkretisiert. Dieser Vertrag wurde heute vom Rektor der Hochschule Prof. Dr. Gerd Teschke und dem Projektleiter der EBB Alt Rehse Dr. Rainer Stommer unterzeichnet.
„In einer Zeit der globalen Pandemie, die nicht zuletzt auch hierzulande geprägt wird vom öffentlichen Deutungskampf um medizinische Tatbestände und deren Folgen für das gesellschaftliche Zusammenleben und die Ausübung von Grundrechten, kommt der Kooperation zwischen der Hochschule und der Gedenkstätte eine große Bedeutung zu – wurden doch an diesem Ort die Medizin und ihre Repräsentant*innen in den Dienst einer menschenverachtenden und rassistischen Ideologie des Nationalsozialismus gestellt, indem Ärzte, Hebammen, Apotheker und Verwaltungsangehörige in der 1935 eingerichteten Führerschule der Deutschen Ärzteschaft sich mit den weltanschaulichen und rassenpolitischen Zielen nationalsozialistischer Gesundheitspolitik vertraut machten. Mit der Kooperation sollen die Bezüge zwischen historischen, gesellschaftlichen und medizinischen Fragen stärker thematisiert sowie das Fundament eines der gesellschaftlichen und der historischen Verantwortung verpflichteten Gesundheits- und Pflegewesens gestärkt werden“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Unabhängig sein und zu Hause wohnen bis ins hohe Alter, wer wünscht sich das nicht? Der ländliche Raum stellt immer mehr Seniorinnen und Senioren vor so manche Herausforderung. Wenn dann noch regelmäßige ärztliche und pflegerische Hilfestellungen notwendig werden und die Kinder und Enkelkinder nicht mehr vor Ort wohnen, wird es richtig schwierig. Dies kann gerade zu dieser Zeit zu einer großen Einsamkeit führen. Die persönlichen Treffen sollen vermieden werden und soziale Kontakte und Begegnungen sind auf Grund der aktuellen Situation kaum noch möglich. Ein Modellvorhaben der Hochschule Neubrandenburg möchte diesen Herausforderungen mit der Erprobung digitaler Medien entgegenwirken.
Annegret Fechtner
Die Initiative stammt aus dem Reallabor „Leben im Alter“ unter der Leitung von Prof.n Dr.n Steffi Kraehmer und Prof. Dr. Stefan Schmidt aus den Fachbereichen Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung sowie Gesundheit, Pflege und Management der Hochschule Neubrandenburg. Das Vorhaben ist Teil des Projekts „HiRegion – Hochschule in der Region“. Dieses fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Ziel, den Wissensaustausch zwischen Hochschule und Gesellschaft voranzutreiben.
Die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Annegret Fechtner und Bengta Leopold aus dem „Reallabor Leben im Alter“ statten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte 20 Seniorinnen und Senioren mit Tablets aus. Ziel ist es, gemeinsam zu erörtern, inwiefern die Distanz sowie eine mögliche soziale Vereinsamung verringert werden können. Interessierte können sich jetzt bei den beiden Wissenschaftlerinnen melden. Die Teilnehmenden erhalten für einen gewissen Zeitraum ein Tablet und, falls noch nicht vorhanden, einen Internetanschluss. Vorkenntnisse sind nicht nötig.
Bengta Leopold
20 Tablets mit dazugehöriger Software werden von der Hochschule Neubrandenburg für die freiwillig Teilnehmenden bereitgestellt. Die Software heißt „PAUL“ (persönlicher Assistent für unterstütztes Leben) und bietet auf unkompliziertem Weg vielseitige Funktionen vom Videoanruf bis zur Dokumentation der Medikamenteneinnahme. „Das Programm „PAUL“ ist sehr einfach aufgebaut, mit großen Symbolen versehen und kann nicht zum Absturz gebracht werden“, erklärt Fechtner und ergänzt: „Sollten Fragen oder Probleme auftreten sind wir aus dem Projekt genauso für die Teilnehmenden da, wie die Hotline der Softwarefirma.“
Personen, die testweise für einige Zeit die Nutzung eines Tablets ausprobieren möchten, können sich bis 28.05.2021 als Teilnehmende melden. Einzige Bedingung für die Teilnahme am Projekt: Die interessierten Seniorinnen und Senioren sollten über 65 Jahre alt sein und in der eigenen Häuslichkeit wohnen. Interessierte können gerne mit Annegret Fechter und Bengta Leopold Kontakt aufnehmen:
Annegret Fechtner und Bengta Leopold, Reallabor Leben im Alter, Hochschule Neubrandenburg, Brodaer Straße 2, 17033 Neubrandenburg; Tel: 0395 5693 4525;
Coronabedingt musste das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern die Urkunde per Post zustellen. Dr. phil. Jutta Helm wurde zur Professorin im Fach „Theorien und Methoden Sozialer Arbeit mit Schwerpunkt Hilfen zur Erziehung“ im Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung an der Hochschule Neubrandenburg ernannt. Seit 2017 hatte Dr. Helm bereits eine Vertretungsprofessur an der Hochschule Neubrandenburg inne und arbeitete daneben an der Universität Rostock.
Die Hochschule Neubrandenburg möchte auch 2021 Vorlesungen an besonderen Orten anbieten. Im vergangenen Jahr wurden derartige Veranstaltungen erstmalig im Internet übertragen und zum Nachschauen aufbereitet. Zwei davon bietet Strelitzius hier noch einmal an. „Wir wünschen uns, dass unsere Vorlesungen zum Metathema ‚Erinnern‘ die Teilnehmer ermutigt haben, für eine bessere Zukunft auch über die eigene Vergangenheit nachzudenken“, heißt es in einer Mitteilung der Hochschule.
Seit 2018 ist der Klein Vielen e. V. Kooperationspartner der Hochschule Neubrandenburg im Forschungsprojekt „Reallabor Landschaft„, in dem der Landschaftswandel erforscht wird, der sich in den vergangenen drei Jahrhunderten zwischen der Lieps und der Müritz vollzog.
Es lohnt sich, ab und an die Internetseite www.iugr.net des Instituts für Umweltgeschichte und Regionalentwicklung e. V. (IUGR) zu besuchen. Darauf hat mich Uta Matecki, Vorsitzende des Klein Vielen e.V., mit Verweis auf den Kooperationspartner des Vereins aufmerksam gemacht. Das IUGR ist ein Institut an der Hochschule Neubrandenburg. Auf der Unterseite „Landschaft im Wandel“ präsentiert das IUGR laufend die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Reallabor Landschaft“, das ein Teilvorhaben im Hochschul-Verbundvorhaben „HiRegion“ ist. Über den Link kann sich der Interessierte darüber informieren, welche Ziele mit dem Verbundvorhaben verfolgt werden, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bis Ende 2022 unterstützt wird.