Am 77. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Endes des Zweiten Weltkrieges findet in der Residenzstadt Neustrelitz am Sonntag, den 8. Mai, um 10 Uhr eine Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in der Marienstraße statt. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Andreas Grund wird der Schauspieler Felix Erdmann Worte des Gedenkens sprechen.
Die Aussicht auf einen Besuch in Hohenzieritz machte die bekannte Königin Luise ganz „tull und varucky“, wie sie einst ihrem Vater Carl II. zu Mecklenburg-Strelitz berichtete. Die allzeit bekannte Königin der Herzen hinterließ auch in Hohenzieritz ihre kleinen Spuren. So stellen das Schloss und das Ensemble in Hohenzieritz nicht nur ihren Sterbeort dar, sondern sind auch in anderen Facetten eng mit der berühmten Königin verbunden. Diese Orte und deren Geschichten sind Gegenstand der Außenführung, die anlässlich Luises Geburtstag am 10. März um 14 Uhr zu erleben ist.
Archäologie-Stunde in der Lärzer Gemeindevertretersitzung: Martin Eulenhaupt vom Kulturkosmos-Verein hat jetzt ausführlich über Funde aus der Bronzezeit informiert, die auf dem Fusion-Gelände im Bereich der Müritz-Havel-Wasserstraße gemacht wurden. Bereits im vergangenen Jahr waren die Volksvertreter kurz von der sensationellen Entdeckung unterrichtet worden.
Wie Bürgermeister Hartmut Lehmann gegenüber Strelitzius erklärte, seien die Funde einigermaßen überraschend. „Bisher hat es dazu kaum etwas gegeben“, so das Gemeindeoberhaupt. Belegt sei nun, dass das Gebiet von Lärz bereits vor rund 3000 Jahren besiedelt gewesen ist. Insofern seien die Funde von besonderem historischen Wert.
„Und überall sprach man plötzlich von Troja“ lautet der Titel der gerade eröffneten Sonderausstellung im Schliemann-Museum Ankershagen, die nun bis zum 30. April präsentiert wird. Im Mittelpunkt der Sonderausstellung des August-Boeckh-Antikezentrums der Humboldt-Universität zu Berlin steht der Umgang Heinrich Schliemanns mit den zeitgenössischen Medien.
Am 27. Januar begeht die Öffentlichkeit weltweit den Holocaust-Gedenktag. In Neustrelitz werden an diesem Tag um 10 Uhr Kränze der Stadt und der Stadtvertretung am Mahnmal für die Opfer des Faschismus niedergelegt. Aus Gründen der Pandemie findet keine öffentliche Gedenkveranstaltung statt. Ein stilles Gedenken an diesem Tag, bei dem auch Blumen abgelegt werden, ist möglich.
In diesem Jahr laden die Stiftung Mecklenburg und die Stadtvertretung Neustrelitz zum fünften Mal ein, miteinander über die Zukunft des Neustrelitzer Schlossbergareals zu sprechen und damit einen im Januar 2018 begonnenen öffentlichen Gedankenaustausch fortzusetzen.
Nähere Informationen zum Programm der 5. Schlossbergkonferenz am 29. Januar 2022 sowie zu den pandemiebedingten Besonderheiten der Teilnahme sind dem anhängenden Flyer zu entnehmen. Anmeldungen sind erbeten bis zum 27. Januar 2022 per Mail an tagungsbuero.neustrelitz@gmail.com.
Anders als im „Normalfall“, ist ausnahmsweise das Karbe-Wagner-Archiv im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz in Neustrelitz auf der Suche nach Informationen. Es handelt sich um einen historischen Türklopfer, der sich wahrscheinlich irgendwo an einem Gebäude in Neustrelitz befunden hat. Das Foto zeigt den Türklopfer in einer Abbildung aus dem Buch „Erlebte Landschaft: Bilder aus Mecklenburg“ von F.R.Fries und L.Reher von 1979 (Hinstorff Verlag). Wenn sich ein Neustrelitzer oder eine Neustrelitzerin an den Türklopfer erinnert, ist das Archiv für Informationen dankbar.
Das Karbe-Wagner-Archiv ist unter der Nummer 03981-23909-30 oder unter kwa@kulturquartier-neustrelitz.de zu erreichen. Aktuell hat das Archiv dienstags, mittwochs und donnerstags von 10-18 Uhr geöffnet.
Erhaltener Wachturm auf dem Gelände der ehemaligen MfS-Bezirksverwaltung Neubrandenburg auf dem Lindenberg. Foto: Lukas Wieczorek/zeitlupe
Etwa siebzig Bürger:innen und Expert:innen haben im vergangenen November auf Einladung von zeitlupe (RAAMV), der Stadt Neubrandenburg und der Hochschule Neubrandenburg die Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch über die Zukunft der ehemaligen Haftanstalt der DDR-Staatssicherheit und über Möglichkeiten und Potentiale der Erinnerung an DDR und Staatssicherheit in Neubrandenburg wahrgenommen. Jetzt liegt zu dieser Diskussion ein ausführlicher Bericht vor, den ich unten anhänge.
Elena Demke, politische Bildnerin und Expertin für DDR-Aufarbeitung und partizipative Forschung, bezeichnete den Gebäudekomplex als einen „schwierigen Zeugen“, der dem Landesdenkmalschutz nur bedingt als schützenswert erscheine und wegen seiner marginalen Bedeutung (das Gefängnis wurde erst 1987 in Funktion genommen) den DDR-Repressionsapparat scheinbar nicht deutlich genug veranschauliche.
Demke betonte, dass jedoch gerade dem gesamten Gebäudekomplex als Bürokratiekomplex ein großes kreatives Lern- und Aufarbeitungspotential innewohne und schlug vor, die Diskussion um das Gefängnis als Anlass für lebendige Erinnerungsdebatte rund um die Themen (DDR-)Repression, (Stasi-)Bürokratie und gesellschaftliche Partizipation zu nehmen. Die Erinnerung an diesen staatsbürokratischen Ort zu bewahren, erfordere von allen Interessengruppen um den Lindenberg, insbesondere von den heute in Neubrandenburg arbeitenden Verwaltungsbehörden der Stadt und des Landes eine (selbst-)transformierende Kraft.
Zum 200. Geburtstag des 1822 in Neubukow geborenen „Ausgräbers von Troja“, Heinrich Schliemann, erfolgen im Virtuellen Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern zwei Freischaltungen. Ab dem heutigen Donnerstag, 15 Uhr, zeigt das Digitalportal landesmuseum-mv.de die Sonderausstellung „Schliemann 200!“
Die durch den Schweriner Historiker und Religionswissenschaftler Mathias Richter kuratierte Präsentation rückt die Biografie des berühmten Mecklenburgers in den Vordergrund, der im Laufe seines Lebens auch russischer und US-amerikanischer Staatsbürger wurde und dessen Arbeit in weiten Teilen der Welt für Aufregung sorgte. Gleichzeitig mit der Sonderausstellung geht mit der Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte Neubukow das 53. Haus im Virtuellen Landesmuseum MV online. Zu den damit eingebrachten neuen Exponaten zählt unter anderem eine Replik der – sogenannten – Maske des Agamemnon.
Die Neuzugänge aus Neubukow ergänzen den Auftritt des Schliemann-Museums Ankershagen, das im Jahr 2014 bereits zu den Gründungsmitgliedern des Virtuellen Landesmuseums gehörte. Betrieben wird das Landesmuseum durch die Stiftung Mecklenburg in Schwerin in Kooperation mit dem Museumsverband in Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Am 6. Januar 2022 jährt sich der Geburtstag des bedeutenden Mecklenburger Kaufmanns, Archäologen und Kosmopoliten Heinrich Schliemann zum 200. Mal. Das Jubiläum wird auf nationaler als auch internationaler Ebene medial aufgegriffen.
Dem Anliegen des Schliemann-Museums entsprechend also ein idealer Zeitpunkt, mit einer Reihe von Veranstaltungen, Sonderausstellungen, Projekten und Kolloquien das Leben und Wirken des weltbekannten Archäologen einem noch breiteren Publikum zu präsentieren und näher zu bringen. Das umfangreiche Programmangebot zum Jubiläumsjahr spricht dabei nicht nur die Wissenschaftsgemeinde an, sondern bietet vielfältige Anreize, dass sich auch Kinder, Schüler und Laien dem Thema Archäologie und dem Lebenswerk Heinrich Schliemanns nähern können. Anlässlich des Jubiläumsjahres zeigt das Museum drei Sonderausstellungen, die unter anderem in Zusammenarbeit mit dem August-Boeckh-Antikezentrum Berlin und der Universität Rostock entstanden sind.
Bis heute gibt Schliemanns facettenreiches Leben eine Fülle unterschiedlichster Forschungsansätze. Es wird immer noch kontrovers diskutiert, Blickwinkel werden geändert und Zusammenhänge neu hergestellt, denn Schliemann hat bereits zu seinen Lebzeiten die Fachwelt polarisiert. Er war nicht nur Pionier der Feldarchäologie, sondern auch einer der Ersten, die konsequente und vor allem erfolgreiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Heinrich Schliemann interessierte sich zwar für die Vergangenheit, doch war er in seinem Handeln gleichsam zukunftsorientiert wie offen für Neues.