Am heutigen Montag gegen 22 Uhr wurde der Polizei mitgeteilt, dass bislang unbekannte Täter sechs Hakenkreuze an eine Wand im Eingangsbereich des KDW in der Strelitzer Straße geschmiert haben. Die Symbole hatten eine Größe von 50 cm x 50 cm. Augenscheinlich wurde dazu schwarze Sprühfarbe benutzt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 1000 Euro. Eine Beseitigung wurde veranlasst. Die Tatzeit konnte auf die Zeit zwischen 18 und 21.30 Uhr eingegenzt werden. Eine Strafanzeige wurde aufgrund des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen. Der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg ermittelt.
Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich an das Polizeihauptrevier Neustrelitz unter der Telefonnummer 03981/258- 224, jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de zu wenden.
Aus Gründen der Verkehrssicherheit musste heute Vormittag am Schwanenteich einer der prägenden Bäume gefällt werden. Die Buche ist stark von einem Pilz (Riesenporling) befallen. Es ist leider nicht möglich, den Riesenporling zu bekämpfen und damit den Baum zu retten.
Erschwerend war, dass der Baumpilz erst an der Oberfläche sichtbar wird, wenn er bereits weite Teile der Wurzeln ergriffen und zerstört hat. Gefährlich für den Menschen ist vor allem die erheblich verminderte Standsicherheit der Buche.
Am Standort der gefällten Buche ist es aufgrund der Standortbedingungen vorgesehen, eine Kaukasische Flügelnuss (Pterocarya fraxinifolia) zu pflanzen. Da dies aber keine einheimische Baumart ist oder anderweitig durch die Untere Naturschutzbehörde als Ersatz anerkannt wird, werden ortsnah – auf der Wiese an der Linde – drei Walnussbäume neu gepflanzt. Somit ist der geforderte Ersatz für die notwendige Fällung der Buche erbracht.
Messestand des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte auf der anuga 2023. Fotos: WMSE
Die Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte (WMSE) hat in diesem Jahr den Landkreis MSE auf gleich zwei internationalen Leitmessen, der Expo Real in München (04.-06.10.2023) und auf der anuga 2023 in Köln (07.-11.10.2023) vertreten.
Die WMSE nutzte auf der Expo Real das ausgezeichnete Umfeld internationaler Standort- und Projektentwickler, Gewerbe- und Industrieflächen in MSE mit insgesamt mehr als 300 ha, rechtskräftigen Bebauungsplänen und dem Potential von grünem Strom für die Versorgung zukunftsorientierter Investoren zu präsentieren. Was genau in dieser Kombination aus verfügbaren großzügigen Flächen und Nachhaltigkeit bei den internationalen Investoren auf Interesse stieß und den größten Landkreis Deutschlands in den Fokus des Interesses brachte. So, wie mit dem Beispiel des Großprojektes Seenpark Süd-Müritz in Rechlin, das die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben über die GKU Standortentwicklung GmbH und die WMSE vermarktet und auf der Expo Real erstmals vorstellte.
Im Anschluss an die Expo Real traf in Köln auf der anuga 2023 die weltweite Lebensmittel- und Ernährungswirtschaft unter dem Leitthema „Sustainable Growth“ zusammen. Die WMSE präsentierte den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hier im Rahmen des Gemeinschaftsstandes des Landes M-V, organisiert von der Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft M-V e.V..
Passend zum diesjährigen Leitthema der weltweit führenden Fachmesse für Lebensmittel und Getränke, fokussiert die WMSE die Stärken des Landkreises in den Standortfaktoren und in der hochwertigen und nachhaltigen Verarbeitung und Veredlung von Agrarerzeugnissen aus der Region als anerkanntes Qualitätsmerkmal. Mit umfassenden Materialien präsentierte die WMSE u.a. die Gewerbe- und Industriestandorte Demmin Meyenkrebs Nord, Malchin, Basepohl-Stavenhagen, Neubrandenburg-Trollenhagen und das grüne Gewerbegebiet Neustrelitz als potenzielle Standorte für zukunftsorientierte Unternehmen der Lebensmittel- und Ernährungswirtschaft in einer traditionellen Region der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Speziell zu den verfügbaren Flächen im Landkreis führte die WMSE vor Ort in Köln persönliche Gespräche mit Interessenten und Investoren aus Deutschland, Österreich, Indien, Indonesien, Italien und Algerien. Deren Interesse reichte dabei von Netzwerkpartnerschaften bis zu konkreten Flächenbedarfen.
Im Osten viel Neues – das war das Thema des Verbandstags 2023 des Bundesverbands Wohnen und Stadtentwicklung e.V. (vhw), der in der vergangenen Woche in Berlin stattfand. Oberbürgermeister Silvio Witt eröffnete dieses jährliche Treffen vor rund 200 Mitgliedern im ehemaligen Kino KOSMOS als Gastredner. In einem Impulsvortrag präsentierte Oberbürgermeister Witt ausgewählte Entwicklungen aus unserer Stadt seit 1990 und ordnete sie als Ergebnis eines selbstbewussten Umgangs mit der Geschichte, von genutzten Potenzialen, engagierten Akteuren und erfolgreicher Stadtentwicklung ein.
Oberbürgermeister Silvio Witt: „Das Forum hat mir die Gelegenheit gegeben, Neubrandenburgs Stärken und die positive Entwicklung seit 1990 darzustellen. Für diese Präsentation gab es viel positives Feedback, von ost- und westdeutschen Kommunen. Neubrandenburg ist eine erfolgreiche Stadt.“
Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg gilt beim Verband als einer der Leuchttürme im Osten und Beispiel für eine positive städtische Entwicklung nach der Wende. Oberbürgermeister Silvio Witt war auch in seiner Funktion als Präsidiumsmitglied des Deutschen Städtetages geladen.
„Was die Literatur nach der Wende über ein verschwundenes Land erzählt“, soll am 26. Oktober in der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz erkundet werden. Den Titel „Der Osten im Rückspiegel“ geben Peter Heller und Klaus Rek der neuen Auflage ihres Philosophisch-Literarischen Salons. „Das im Lande offiziell gehandelte DDR-Bild ist wesentlich ein Produkt westlich beherrschter Medien und Politik“, stellen sie fest und verweisen dabei auch auf Dirk Oschmanns Besteller „Der Osten, eine westdeutsche Erfindung“.
Dass „dieses Gespinst an Stereotypen und verfestigten Nach-Urteilen querliegt zum Selbstbild vieler Ostdeutscher“, sei weder verwunderlich noch neu. Jedoch habe de schöne Literatur ein Privileg: „Sie kann mit Mythen, Klischees und Denkmustern spielen, sie dekonstruieren und zugleich individuelle Erfahrung verarbeiten, reproduzieren, Gegenbilder entwerfen.“
Im Gespräch, an dem sich das Publikum gern beteiligen darf, soll erörtert werden, wie Schriftsteller diese Chance genutzt oder auch „liegen gelassen“ haben. Die fabrik.gespräche als gemeinsame Veranstaltungsreihe des Hans-Fallada-Klubs und des Vereins für Umwelt, Kultur und Kommunikation finden etwa alle zwei Monate statt. Los geht’s am 26. Oktober um 19 Uhr in der Alten Kachelofenfabrik.
Steffen Kopetky liest im vergangenen Jahr in der Kirche Krümmel aus seinem Roman “Monschau”.
Zum dritten Mal dürfen die Schmitts aus Mirow am 28. und 29. Oktober Steffen Kopetzky begrüßen, worüber sich die Buchhändler und Kulturveranstalter nach eigener Aussage riesig freuen. 2021 stellte der Autor seinen Bestseller „Monschau“ und anderntags „Propaganda“ vor. Geschichtsstunde pur – interessanter und unterhaltsamer konnte eine Lesung kaum sein.
„2022 fragten wir ihn, ob er uns nicht wieder besuchen würde, da es ja noch weitere Romane von ihm gibt, die es ebenso Wert sind, darüber zu erzählen und daraus zu lesen. Steffen arbeitete zu dieser Zeit an einem neuen Buch. Eine Lesung in einer solchen Phase ist eine absolute Ausnahme, die er nach eigener Aussage nur für uns gemacht hat. Die Leute hingen förmlich an seinen Lippen. Es ist faszinierend, wie er Historie mit fiktiven Geschichten verbindet, schwärmten unsere Gäste“, so Peter Schmitt gegenüber Strelitzius.
Steffen Kopetzky erzählte und las im vergangenen Jahr aus seinen Werken „Der letzte Dieb“, „Risiko“ und „Propaganda“ sage und schreibe zweieinhalb Stunden lang. Die Zeit verging wie im Flug. Am anderen Tag gab es in der Dorfkirche Krümmel nochmals „Monschau“.
Jetzt im August erschien sein neues Buch „Damenopfer“, und man darf schon sehr gespannt sein, was er am 28. Oktober um 18.30 Uhr in der Remise im Schlosspark Mirow über seine Protagonistin Larissa Reissner (1895 bis 1926) zu erzählen weiß. „Moskau, 1923. Larissa Reissner hat als sowjetische Gesandte in Kabul strategische Pläne entdeckt, die das Britische Empire stürzen könnten. In der flirrenden Hauptstadt, wo man die Welt neu denkt und aus den Angeln heben will, sucht sie nach dem Verfasser, einem Deutschen namens Niedermayer. Denn der Sieg der Freiheit ist Reissners Lebenssinn, die junge Schriftstellerin und Revolutionärin wird als Wundertochter ihrer Epoche gefeiert. Aus illustrer Familie, lernte sie schon als Kind Lenin kennen, sie kämpfte als Politkommissarin der Wolgaflottille; Pasternak und Trotzki bewundern sie. Von Moskau bricht Reissner auf nach Berlin – zu ihrer größten Mission: Sie soll ein geheimes Bündnis zwischen der Sowjetunion und dem deutschen Militär vermitteln, verkörpert durch General Tuchatschewski, den ‚roten Napoleon‘, und jenen schillernden Ritter von Niedermayer. Doch Larissa verfolgt ihre eigenen Ziele. Zwischen ihr und den beiden Männern entspinnt sich ein Beziehungsgeflecht, das enorme Sprengkraft hat – in amouröser wie politischer Hinsicht.“
Ein außergewöhnlicher Roman, in dem Ho Chi Minh ebenso zu Wort kommt wie die Lordsiegelbewahrer des britischen Weltreichs oder die Dichterfürstin Anna Achmatowa – Steffen Kopetzky fängt das Leben der Larissa Reissner ein, die nichts weniger als die Welt verändern wollte.