Mit einem großen Fest auf ihrem Freigelände an der Schlachthofstraße hat die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Neustrelitz gestern gemeinsam mit Mitgliedern und Partnern das 100-jährige Bestehen der GWG gefeiert. Christian Ehlert, geschäftsführender Vorstand, hatte die Zuhörer in seiner Festrede mitgenommen auf eine Zeitreise.
Wie hoch sind die Wohnungsmieten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und welche Kosten gelten als angemessen bei der Bewilligung von Sozialleistungen? Diese Fragen sollen nun mit Hilfe eines „Schlüssigen Konzeptes“ beantwortet werden können, das von der Rechtsprechung bei sozialrechtlichen Streitigkeiten über die angemessenen Unterkunftskosten als Entscheidungshilfe gefordert wird.
Mit der Erstellung dieses „Schlüssigen Konzeptes“ hat der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte als Träger der Sozialhilfe nun das Forschungsinstitut DOMUS Consult aus Hamburg beauftragt. Um das Mietpreisniveau im Kreisgebiet zuverlässig und repräsentativ ermitteln zu können, wird eine möglichst breite Datengrundlage benötigt. In den vergangenen Wochen wurden bereits die bekannten Wohnungsunternehmen im Kreisgebiet befragt. Nun soll eine ergänzende Befragung zufällig ausgewählter Vermieter folgen. Hierzu werden in den nächsten Tagen rund 9.000 Schreiben des Landrates und Fragebögen zur Mietwerterhebung versendet.
Frank Weißbach von der GWG Ntz., Dirk Walde von der MWG, Uwe Engelmann von der NEUWO, Klaus Wackenheim, Rene Eder, beide von der GWG S-Hall, Karina Luchs von der NEUWO, Ralf Milbredt und Yvonne Melinkat vom StädteBANDE e.V. sowie Christian Ehlert von der GWG Ntz. (von links).
Ende der vergangenen Woche weilten Vertreter der Wohnungswirtschaft der württembergischen Partnerstadt Schwäbisch Hall in Neustrelitz. Organisiert wurde dieser wohnungswirtschaftliche Erfahrungsaustausch durch den Neustrelitzer Verein StädteBANDE e.V. Neben den bereits bestehenden kulturellen und sportlichen Verknüpfungen zwischen Schwäbisch Hall und Neustrelitz sollte nun auch der wirtschaftliche Bereich eingebunden werden.
Das 3-Tages-Programm für die Gäste war umfangreich und beinhaltete einen guten Mix aus Arbeit und Kultur. Gestartet wurde bereits Donnerstagabend auf dem Turm der Stadtkirche am Markt. Es gibt keinen schöneren Ort in Neustrelitz, um den Sonnenuntergang zu genießen, und den Blick über die schöne Residenzstadt schweifen zu lassen.
Der Freitag stand im Zeichen der Wohnungswirtschaft. Bei einer Rundtour durch die Quartiere der NEUWO, der GWG und der MWG wurde der Bestand begutachtet und ein Einblick in die Unternehmen gegeben. Neben einem aktuellen Bauprojekt der NEUWO in der Jahnstraße, wurden auch Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen der GWG im Wohnhof Friedrich-Wilhelm Straße und der MWG im Pablo-Neruda-Ring besichtigt. In einem anschließenden Arbeitsgespräch am Nachmittag ging es dann um weitere wohnungswirtschaftliche Inhalte. So erfolgte u. a. ein Erfahrungsaustausch zur energetischen Sanierung des Wohnungsbestandes und zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten von Bund und Land bei Bauprojekten.
Im Osten viel Neues – das war das Thema des Verbandstags 2023 des Bundesverbands Wohnen und Stadtentwicklung e.V. (vhw), der in der vergangenen Woche in Berlin stattfand. Oberbürgermeister Silvio Witt eröffnete dieses jährliche Treffen vor rund 200 Mitgliedern im ehemaligen Kino KOSMOS als Gastredner. In einem Impulsvortrag präsentierte Oberbürgermeister Witt ausgewählte Entwicklungen aus unserer Stadt seit 1990 und ordnete sie als Ergebnis eines selbstbewussten Umgangs mit der Geschichte, von genutzten Potenzialen, engagierten Akteuren und erfolgreicher Stadtentwicklung ein.
Oberbürgermeister Silvio Witt: „Das Forum hat mir die Gelegenheit gegeben, Neubrandenburgs Stärken und die positive Entwicklung seit 1990 darzustellen. Für diese Präsentation gab es viel positives Feedback, von ost- und westdeutschen Kommunen. Neubrandenburg ist eine erfolgreiche Stadt.“
Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg gilt beim Verband als einer der Leuchttürme im Osten und Beispiel für eine positive städtische Entwicklung nach der Wende. Oberbürgermeister Silvio Witt war auch in seiner Funktion als Präsidiumsmitglied des Deutschen Städtetages geladen.
Ins aufwändig sanierte Quadenschönfelder Herrenhaus (Strelitzius berichtete) mit seinem idyllischen Park sind die ersten Bewohner eingezogen. Acht der insgesamt 41 großzügig geschnittenen, modernen und barrierefreien Ein- und Zweiraumappartements mit jeweils eigenem Bad der Schlossresidenz sind bereits vergeben, wie ich vom Investor Steffen Dewitz auf Nachfrage erfuhr. „Alles ist bezugsfertig, so langsam kommt Leben ins Haus, und wir freuen uns natürlich auf weitere Interessenten.“
Der derzeit gültige Mietspiegel für die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg läuft am 31. Mai 2022 aus und wird mit einer Aktualisierung der Datenerhebung zum 1. Juni 2022 neu aufgelegt. Dazu wird eine umfangreiche Datenbasis benötigt, die als Grundlage für die Erstellung des Mietspiegels dient und diesen maßgeblich in seiner Qualität formt. Alle Vermieter, die zum Stichtag 31. Dezember 2021 mehr als zwei Wohnungen innerhalb der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg vermieten, werden gebeten, die erforderlichen Daten zu ihren Mietobjekten an die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg zu übermitteln.
Dies betrifft alle Wohnungen, deren Mieten sich in den vergangenen 6 Jahren (ab dem 1. Januar 2016) infolge von Modernisierungen, Mietänderungen nach § 558 BGB „Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete“ bzw. mit dem Abschluss von Neuverträgen verändert haben.
Dieser Tage haben 3000 Einwohnerinnen und Einwohner von Neustrelitz eine Aufforderung erhalten, sich an einer Haushaltsbefragung zu ihrer Wohnsituation und zum Wohnstandort Neustrelitz zu beteiligen. Die Befragung der Bürgerinnen und Bürger dient der Erarbeitung einer Wohnungsmarktstrategie für die Stadt. Die angeschriebenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden zufällig ausgewählt. Die Befragung ist freiwillig und anonym. Rückschlüsse auf die Person sind weder beabsichtigt noch möglich, der Datenschutz ist gewährleistet.
„Um ein möglichst umfassendes Bild über die aktuelle Wohnsituation sowie die Wohnwünsche der Neustrelitzerinnen und Neustrelitzer zu erhalten, ist es wichtig, dass möglichst alle angeschriebenen Haushalte an der Befragung teilnehmen. Aus diesem Grund bitten wir Sie vielmals um das Ausfüllen des Fragebogens“, sagt der Leiter des Amtes für Stadtplanung und Grundstücksentwicklung Axel Zimmermann.
Am Ihlenpool muss ein Teil der 35 Zentimeter dicken Rohre ausgetauscht werden. Die neuen werden anschließend unterirdisch direkt in die Erde und nicht wieder in einem Betonkanal verlegt. Foto: Neubrandenburger Stadtwerke
Die Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw) erneuern die Fernwärmeversorgung in der Oststadt. Dafür investiert neu.sw rund 400.000 Euro und lässt zwei alte und inzwischen unansehnliche Gebäude verschwinden. Im Zuge der Bauarbeiten kommt es in diesem August zu Versorgungsunterbrechungen von bis zu eineinhalb Tagen. Modernisiert werden das Fernwärme-Bauwerk am Ihlenpool und das alte Technik-Gebäude in der Salvador-Allende-Straße. Beide sind in die Jahre gekommen. Sie stammen bereits aus den 1970ern.
Am Ihlenpool muss ein Teil der 35 Zentimeter dicken Rohre ausgetauscht werden, die neuen werden anschließend unterirdisch direkt in die Erde und nicht wieder in einem Betonkanal verlegt. Das Bauwerk wird abgerissen. In der Allendestraße steht eine alte sogenannte Umformstation. Sie ist bereits außer Betrieb und sorgte dafür, dass das Heizwasser aus dem Hauptnetz am Ende bis in die einzelnen Wohnungen gelangt. Rohrleitungen, Armaturen und Isolierungen werden nun ersetzt und verschwinden unter der Erde. So kann später auch dieses Gebäude abgerissen werden.
Damit die alten Leitungen im Bereich der beiden Stationen durchtrennt und die neuen später wieder an das vorhandene Leitungssystem geschweißt werden können, muss die Fernwärmeversorgung in Teilen der Oststadt unterbrochen werden. Dann steht den angeschlossenen Haushalten bis zu 24 beziehungsweise 36 Stunden kein warmes Wasser zur Verfügung. Auch die Heizungen laufen nicht. Die genauen Termine entnehmen Sie der untenstehenden Übersicht. Alle betroffenen Haushalte werden über Handzettel jeweils einige Tage im Vorfeld informiert.
Mehrere Stunden lang muss zunächst das in den Leitungen vorhandene Wasser abgelassen werden, eine Menge von jeweils rund 150 Kubikmetern. Anschließend erfolgen die Schweiß- und Rohrleitungsarbeiten durch eine Neubrandenburger Fachfirma. Danach müssen die neuen Rohre mit Wasser gefüllt werden. Das allein kann noch einmal bis zu 10 Stunden dauern.
Ab Dienstag, den 12. Mai, öffnet die Geschäftsstelle der Neustrelitzer Wohnungsgesellschaft mbH in der Strelitzer Chaussee 286 wieder zu den gewohnten Geschäftszeiten:
Dienstag 9 bis 12 und 13 bis 18 Uhr Donnerstag 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr.
Die Hauswartsprechstunden finden wie gewohnt wieder dienstags von 16 bis 17 Uhr in den Hauswartbüros statt.
Beim Betreten der Geschäftsräume haben sich alle Besucher die Hände zu desinfizieren und einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Pro Familie werden maximal zwei Personen eingelassen, da die Kapazität im Wartebereich nur drei Personen umfasst. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die besonderen Hygienevorschriften auch bei Terminen in den Wohnungen, wie z. B. Wohnungsbesichtigungen, einzuhalten sind. Sofern ausreichend, sollten auch weiterhin die Möglichkeiten der telefonischen oder schriftlichen Kontaktaufnahme genutzt werden.
Die neuwo freue sich, dass die Spielplätze in den Wohngebieten wieder geöffnet sind. Auch hier sei aber auf die gebotenen Abstände und Hygieneregeln zu achten.
Der Aufsichtsrat der Modernen Wohnungsbaugenossenschaft Neustrelitz eG (MWG) hat Dirk Walde per 1. April 2020 zum Geschäftsführenden Vorstand der MWG berufen. Der 57-Jährige ist in Neustrelitz kein Unbekannter: Seit 1988 vor Ort, verfügt der Gründer, Inhaber und Chef der Walde-Hausverwaltung GmbH über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Immobilienwirtschaft und kennt darüber hinaus die Region aus dem Effeff. Für sein neues Amt bei der MWG hat er sich ambitionierte Ziele gesetzt.
Seinen Einstieg in die Wohnungswirtschaft nahm Dirk Walde auf eher ungewöhnlichem Weg: über Bits und Bytes. Der Diplom-Maschinenbauingenieur war im damaligen Kombinat Landtechnik als EDV-Fachmann tätig und verfügte so über das nötige Know-how, als es nach der Wende für die hiesigen Wohnungsunternehmen hieß, sich auf computergestützte neue Systeme und Programme ein- und umzustellen. Es gab einen großen Bedarf. „Ich wurde Berater für wohnungswirtschaftliche Software und lernte so nicht nur die hiesigen Unternehmen der Immobilienbranche, sondern auch die wohnungswirtschaftlichen Fakten kennen“, erzählt der 57-Jährige. Um dieses Wissen zu vertiefen, bildete sich Walde zum Fachwirt der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft weiter. Schon damals entstanden die ersten Kontakte zur MWG.